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       # taz.de -- Cybersicherheit: Europol zerschlägt Geldwäsche-Dienst für Kryptowährungen
       
       > Internationale Ermittler haben einen großen Dienst für Geldwäsche von
       > Kryptowerten zerschlagen. Beteiligt war auch das LKA in
       > Nordrhein-Westfalen.
       
   IMG Bild: Europol ist auf Zack, damit hoffentlich weniger Krypto gewaschen wird
       
       dpa | Internationale Ermittler haben einen der am meisten genutzten Dienste
       für die [1][Geldwäsche von Kryptowährungen] zerschlagen. Der als „AudiA6“
       bekannte Dienst stehe im Verdacht, zwischen 2022 und 2025 mehr als 336
       Millionen Euro gewaschen zu haben, teilte Europol in Den Haag mit. Bei der
       koordinierten Aktion am Mittwoch seien in Georgien zwei mutmaßliche
       Plattform-Administratoren ukrainischer und russischer Staatsangehörigkeit
       festgenommen worden.
       
       Die Ermittler hätten drei Immobilien durchsucht, 25 Domains abgeschaltet
       und mehr als 30 Server beschlagnahmt. Zudem seien 80 Fahrzeuge und mehrere
       Immobilien in Georgien konfisziert worden. Europol gab weiter an,
       Kryptowährungen im Wert von 692.000 Euro eingefroren und Kryptowährungen im
       Wert von über 86.000 Euro beschlagnahmt zu haben. Von dem Netzwerk genutzte
       Telegram-Konten wurden demnach gesperrt.
       
       Die Ermittler gehen davon aus, dass „AudiA6“ zu einer zentralen Drehscheibe
       für Ransomware-Akteure und Cyberkriminelle wurde, um gestohlene digitale
       Vermögenswerte zu Geld zu machen, ohne dass die Behörden die Geldspur
       zurückverfolgen konnten.
       
       ## Reul: „Früher oder später steht die Polizei vor der Tür“
       
       Bereits am 15. September 2025 hatte die polnische Polizei im Zusammenhang
       mit dem Fall einen Ukrainer festgenommen. Bei den damaligen Durchsuchungen
       waren laut Europol Hinweise gefunden worden, die zur Identifikation
       weiterer Verdächtiger führten.
       
       An der jüngsten internationalen Polizei-Aktion waren neben Ermittlern aus
       den USA, Australien, Kanada, Frankreich, der Schweiz und Großbritannien
       auch Mitarbeiter des Bundeskriminalamts sowie des Landeskriminalamts
       Nordrhein-Westfalen beteiligt. Der nordrhein-westfälische Innenminister
       Herbert Reul (CDU) sagte: „Europol ist unter Beteiligung des LKA
       Nordrhein-Westfalen ein dicker Fisch ins Netz gegangen.“
       
       Das gehe nur mit intensiver Vorbereitung, hartnäckigen Ermittlungen und
       viel Einsatzbereitschaft. „Wer glaubt, ungestört eine Geldwäscheplattform
       betreiben zu können, der hat keine Ahnung. [2][Früher oder später steht die
       Polizei vor der Tür] – und manchmal auch, weil Sicherheitsbehörden weltweit
       beteiligt sind“, sagte Reul weiter.
       
       12 Jun 2026
       
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