URI:
       # taz.de -- Trotz Beitragserhöhungen: Nur wenige gesetzlich Versicherte wechseln die Krankenkasse
       
       > Zum Jahreswechsel haben zahlreiche Krankenkassen die Beiträge erhöht.
       > Versicherte haben damit ein Sonderkündigungsrecht. Doch nur wenige nutzen
       > es.
       
   IMG Bild: Wir bleiben hier: Das ist die Haltung vieler Versicherter und bleiben trotz Sonderkündigungsrecht bei ihrer Krankenkasse
       
       afp | Trotz [1][steigender Beiträge] wechseln in Deutschland laut einer
       Umfrage nur wenige gesetzlich Versicherte ihre [2][Krankenkasse]. 2025
       entschieden sich nur fünf Prozent für eine neue Kasse, wie das
       Verbraucherportal Finanztip am Freitag mitteilte. 39 Prozent hätten noch
       nie ihre Krankenkasse gewechselt. Dabei seien zwei Drittel der Wechsler mit
       ihrer neuen Kasse zufriedener als vorher, wie aus der repräsentativen
       Umfrage hervorging. Jeder Dritte gab sogar an, deutlich zufriedener zu
       sein.
       
       Unzufriedener waren nach dem Wechsel demnach nur rund vier Prozent. „Die
       hohe Zufriedenheit zeigt: Ein Kassenwechsel kann sich durchaus lohnen“,
       erklärte Finanztip-Expertin Barbara Weber. Durch einen Wechsel lasse sich
       zudem oft sparen, ohne dass Versicherte auf Leistungen verzichten müssten,
       fuhr das Verbraucherportal in Berufung auf seinen Krankenkassenvergleich
       fort.
       
       ## Kombination aus Beitrag und Leistung
       
       Laut Umfrage waren für die meisten Befragten solche Einsparungen auch der
       wichtigste Auslöser für einen Wechsel. 40 Prozent nannten einen niedrigeren
       Beitrag als Grund, wie Finanztip weiter mitteilte. Eine fast ebenso große
       Rolle bei der Entscheidung spielten bessere Leistungen mit 39 Prozent.
       „Gesetzlich Versicherte entscheiden sich beim Wechsel ihrer Krankenkasse
       nicht rein kostengetrieben, sondern suchen die beste Kombination aus
       Beitrag und Leistung“, erklärte Weber. Der Service folgt mit 27 Prozent als
       Grund vor Bonusprogrammen mit 24 Prozent und Empfehlungen mit 22 Prozent.
       
       Das Sparpotenzial bei einem Wechsel bezifferte Finanztip auf hunderte Euro
       pro Jahr und verwies auf seinen Online-Rechner, mit dem sich Versicherte
       die Einsparung individuell berechnen könnten. Am sinnvollsten sei ein
       Vergleich zum Jahreswechsel, empfahl das Verbraucherportal. Bei Erhöhung
       des Zusatzbeitrages haben Versicherte demnach ein Sonderkündigungsrecht.
       „Die Kündigung muss spätestens bis zum Ende des Monats bei der bisherigen
       Krankenkasse eingehen, in dem der neue Zusatzbeitrag erstmals erhoben
       wird“, erklärte Finanztip.
       
       Für die Erhebung befragte Innofact den Angaben zufolge im Auftrag von
       Finanztip im Dezember 2025 insgesamt 1.017 Personen. Die Ergebnisse sind
       laut Finanztip repräsentativ für die deutsche Bevölkerung ab 18 Jahren.
       
       2 Jan 2026
       
       ## LINKS
       
   DIR [1] /Streit-zwischen-Warken-und-Krankenkassen/!6140658
   DIR [2] /Krankenkassen/!t5012225
       
       ## TAGS
       
   DIR Gesundheit
   DIR Krankenkassen
   DIR Kosten
   DIR Social-Auswahl
   DIR Wehrdienst
   DIR Nina Warken Gesundheitsministerin
   DIR Krankenkassen
       
       ## ARTIKEL ZUM THEMA
       
   DIR Das ändert sich 2026: Mindestlohn steigt, aber Deutschlandticket wird teurer
       
       Aktivrente, Lachgas, Ganztagsbetreuung, Grundsicherung, Rente, Steuer,
       Wehrdienst – im neuen Jahr treten einige Reformen in Kraft, die viele
       betreffen.
       
   DIR Desaster der Krankenkassen: Versprechen gebrochen
       
       Vor kurzem hieß es: Krankenkassenbeiträge bleiben stabil – jetzt steigen
       sie. Eine solche Fehlkommunikation fördert Misstrauen gegenüber Politik.
       
   DIR Streit zwischen Warken und Krankenkassen: Für Millionen Versicherte steigen 2026 die Beiträge
       
       Die Bundesregierung hatte versprochen, dass die Krankenkassenbeiträge
       stabil bleiben. Jetzt beschuldigen sich Krankenkassen und Politik
       gegenseitig.