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       # taz.de -- +++ Nachrichten im Ukraine-Krieg +++: Tod von Milizenchef wohl vorgetäuscht
       
       > In der Ukraine gehen die russischen Angriffe weiter. Derweil stellt sich
       > heraus, dass der Tod eines russischen Milizenführers ein gezielter Fake
       > war.
       
   IMG Bild: Geigenspielen in den Gängen der Kyjiwer Metro, einem der sichereren Orte in der Ukraine während der russischen Luftangriffe
       
       ## „The Times“: Putin will Einigung zwischen USA und Ukraine sabotieren
       
       Die Londoner „Times“ kommentiert am Freitag die Behauptung Russlands, die
       Ukraine habe eine Residenz von Präsident Wladimir Putin mit Drohnen
       angegriffen:
       
       „[1][Desinformation ist eine wichtige Waffe im Arsenal Russlands]. Doch sie
       wurde selten auf so hoher Ebene eingesetzt. Und selten war eine Lüge, die
       offiziell von einem russischen Präsidenten verbreitet wurde, so leicht zu
       erkennen und zu widerlegen. Die Behauptung von Präsident Wladimir Putin in
       einem Telefonat mit US-Präsident Donald Trump, die Ukraine habe 91 Drohnen
       eingesetzt, um Putins Residenz nördlich von Moskau in der Region Nowgorod
       anzugreifen, wurde vom US-Geheimdienst als schlichtweg unwahr entlarvt: Es
       gab weder Satellitenbeweise noch Indizien vor Ort. (…)
       
       Es ist offensichtlich, dass mit dieser Behauptung eine Einigung zwischen
       den USA und dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj sabotiert
       werden soll, und sei es auch nur vorübergehend. Zudem sollen potenziell
       Moskau-freundliche Staaten überzeugt werden, dass Russlands andauernde
       Luftangriffe auf ukrainische Städte, Infrastruktur und Zivilisten, die auch
       während der Friedensgespräche unerbittlich fortgesetzt wurden, vollends
       gerechtfertigt sind.“ (dpa)
       
       ## Ukraine täuschte Tod von Milizchef Kapustin vor
       
       Am 27. Dezember 2025 berichteten zahlreiche Medien – ukrainische, russische
       und internationale Quellen, [2][auch die taz, über den Tod des Kommandanten
       des Russischen Freiwilligenkorps (RDK), Denis Kapustin]. Er soll bei
       Kämpfen in der Region Saporischschja durch einen Angriff einer russischen
       FPV-Drohne getötet worden sein. Das RDK selbst bestätigte dies zunächst in
       einer offiziellen Erklärung. Am Donnerstag veröffentlichte die
       Hauptnachrichtendienststelle des ukrainischen Verteidigungsministeriums
       (GUR) ein Video, in dem der GUR-Leiter Kyrylo Budanov Denis Kapustin
       persönlich mit den Worten „Herzlichen Glückwunsch zu Ihrer Rückkehr!“
       begrüßt und ihm und dem GUR-Team gratuliert.
       
       Laut GUR war dies eine monatelang vorbereitete Desinformationsoperation.
       Russische Sonderdienste hatten eine Belohnung von 500.000 Dollar für die
       Ermordung von Kapustin ausgesetzt, der in Russland als Terrorist gilt.
       Budanov lobte die Operation als vollen Erfolg: Die russischen Dienste seien
       „getäuscht“ worden, und das erhaltene Geld werde nun zur Stärkung der
       ukrainischen Spezialeinheiten verwendet. (taz)
       
       ## Russische Luftangriffe auf die Ukraine
       
       Auch in der Nacht zu Freitag hat Russland die Ukraine angegriffen. In der
       südukrainischen Stadt Cherson wurde durch Artillerieangriffe ein
       Heizkraftwerk beschädigt, Infolgedessen kann es zu Ausfällen in der
       Wärmeversorgung der Stadt kommen.
       
       Von Drohnenangriffen besonders betroffen war die Großstadt Saporischschja.
       Verletzte und Tote wurden bislang allerdings nicht gemeldet.
       
       Bereits am Neujahrstag hatte Russland einen Ökopark am Rand der
       ostukrainischen Stadt Charkiw bombardiert. Dutzende Tiere wurden getötet.
       Raubtiergehege und Winterunterkünfte wurden vollständig zerstört, die Löwen
       wurden verletzt, nachdem eine Gleitbombe den Park getroffen hatte. Es war
       nicht der erste russische Angriff auf den Ökopark. Bereits im Juli 2024
       waren zwei Mitarbeiter bei einem russischen Drohnenangriff verletzt worden.
       (taz)
       
       ## Zweifel an Ukraine-Frieden schieben Rüstungswerte an
       
       Zweifel an einem baldigen Friedensabkommen zwischen Russland und der
       Ukraine geben den Rüstungswerten laut einem Börsianer Auftrieb. Der
       europäische Branchenindex legt in der Spitze 2,9 Prozent zu. Im Dax
       verteuern sich Rheinmetall um zwei Prozent. Im MDax steigen Hensoldt und
       Renk um 3,4 und 2,6 Prozent. Auch die Titel von Airbus und dem
       Triebwerksbauer MTU profitieren dem ⁠Händler ‍zufolge von der Hoffnung auf
       weiter gute Geschäfte im Rüstungssektor. Sie notieren jeweils 2,6 Prozent
       ⁠fester und sind damit Spitzenreiter im deutschen Leitindex.
       
       [3][Russland hat der Ukraine einen Drohnenangriff auf eine Residenz von
       Präsident Wladimir Putin vorgeworfen]. Das belastete die Friedensbemühungen
       zum Jahreswechsel. (rtr)
       
       2 Jan 2026
       
       ## LINKS
       
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