# taz.de -- Steigender CO₂-Preis: VdK fordert Unterstützung für Geringverdiener
> Zum 1. Januar steigen die CO₂-Preise für fossile Brennstoffe. Der
> Sozialverband VdK fordert Entlastungen für einkommensschwache Haushalte.
IMG Bild: Heizen wird teurer: Verbraucher*innen müssen ab 2026 einen höheren CO₂-Preis auf Heizöl und Erdgas bezahlen
epd/ |taz | Angesichts steigender CO₂-Preise fordert der Sozialverband VdK
eine gezielte Entlastung von Geringverdienern. „Während Haushalte mit
höheren Einkommen [1][die steigenden CO₂-Preise] vergleichsweise leichter
tragen oder durch Umstieg auf klimafreundliche Alternativen kompensieren
können, trifft die Belastung kleine Einkommen deutlich härter“, sagte
VdK-Präsidentin Verena Bentele am Dienstag. Menschen mit geringen
finanziellen Ressourcen verfügten häufig nicht über die nötigen Mittel, um
beispielsweise auf ein E-Auto umzusteigen.
Nötig sei ein „sozial gerechtes Klimapaket“, betonte Bentele. Dazu gehöre
die gezielte Förderung von E-Mobilität, die untere Einkommensgruppen beim
Umstieg auf E-Autos etwa durch eine Kaufprämie unterstütze. Zudem brauche
es einen zuverlässigen öffentlichen Nahverkehr, ein preisstabiles
Deutschlandticket sowie ein bundesweites Sozialticket als echte Alternative
zum eigenen Auto.
Um die Energiepreise beim Heizen von Wohnungen zu senken, müsse es eine
sozial gestaffelte Förderung für die Sanierung von Gebäuden geben, fügte
Bentele hinzu. Die VdK-Präsidentin sprach sich zudem dafür aus, die
Überlegungen für ein sozial gestaffeltes Klimageld wieder aufzugreifen.
Eine solche Kompensationszahlung hatte die Ampelkoalition in der
vergangenen Legislatur angekündigt, aber schließlich nicht umgesetzt.
Verbraucher*innen müssen ab kommendem Jahr [2][einen höheren CO2-Preis
auf Heizöl, Erdgas, Benzin und Diesel] zahlen. Ab dem 1. Januar wird pro
Tonne Kohlendioxid ein Preiskorridor zwischen 55 und 65 Euro eingeführt.
Die Preissteigerung beläuft sich laut Bundesumweltministerium auf bis zu
etwa 3 Cent pro Liter bei Benzin und Diesel und bis zu 0,22 Cent je
Kilowattstunde bei Erdgas.
## Umweltministerium will entlasten
„Während der CO₂-Preis im Rahmen der nationalen Klimaschutzpolitik weiter
ansteigt, sorgen gleichzeitig mehrere Entlastungsmaßnahmen für
Verbraucherinnen und Verbraucher für eine spürbare Dämpfung der
Energiekosten der privaten Haushalte“, heißt es [3][in einer Mitteilung des
BMUKN]. Für das Ministerium fallen darunter etwa [4][die Absenkung der
Gasspeicherumlage] und steuerliche Entlastungen für Unternehmen. Darüber
hinaus wird die Pendlerpauschale auf 38 Cent ab dem ersten gefahrenen
Kilometer erhöht.
30 Dec 2025
## LINKS
DIR [1] /Milliarden-Erloese-durch-CO2-Preis/!6057129
DIR [2] /Steigender-CO2-Preis-ohne-Klimageld/!6028395
DIR [3] https://www.bundesumweltministerium.de/pressemitteilung/ab-2026-entlastungen-fuer-verbraucherinnen-und-verbraucher-trotz-steigendem-co2-preis
DIR [4] /Haushaltsplaene-von-Schwarz-Rot/!6100594
## AUTOREN
DIR Marco Fründt
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