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       # taz.de -- Nach Verbot in Florida: Städte wollen Regenbogen-Fußgängerüberwege retten
       
       > Gemeinden im US-Bundesstaat Florida müssen die bunten Zebrastreifen, ein
       > Symbol für LGBTIQ+-Rechte, in wenigen Tagen entfernen – sonst drohen
       > Millionenstrafen.
       
   IMG Bild: Auf einem LGBTQI+-Zebrastreifen in seiner Stadt: Steve Glassman von der Stadtverwaltung Fort Lauderdale in Florida im Juli 2025
       
       Fort Lauderdale AP | – Kurz vor Fristablauf versuchen Städte in Florida,
       die Entfernung von Regenbogen-Fußgängerüberwegen zu verhindern. Gemeinden
       in dem US-Staat wurden angewiesen, die Übergänge bis Anfang September zu
       beseitigen, mit denen die LGBTQ+-Gemeinde unterstützt wird. In Fort
       Lauderdale war für diesen Mittwoch eine Sitzung des Stadtrats geplant, um
       sich mit der Anordnung auseinanderzusetzen.
       
       Der Staat Florida hat den Städten damit gedroht, Gelder in Millionenhöhe
       einzubehalten, sollten sie sich nicht an die Anordnung halten, die
       Fußgängerüberwege zu entfernen oder zu übermalen. Betroffen ist auch
       Straßenkunst, die Unterstützung für Schwarze zum Ausdruck bringt. Wie ein
       Sprecher der Stadt Tampa, Joshua Cascio, mitteilte, soll auch Kunst auf
       einer Straße entfernt werden, die sich für Polizisten stark macht.
       
       ## In der Nacht übermalter Fußgängerüberweg in Orlando
       
       Miami Beach hat bis zum 4. September Zeit, um einen
       Regenbogen-Fußgängerüberweg am Ocean Drive zu beseitigen. „Sie können nicht
       unseren Stolz entfernen und sie können nicht unsere Werte der Inklusion
       entfernen“, sagte Stadtrat Alex Fernandez der Nachrichtenagentur AP in
       dieser Woche. Der Zebrastreifen sei ein Symbol der Sicherheit für sowohl
       die [1][LGBTQ+-Gemeinde] als auch andere Bewohnerinnen und Bewohner der
       Stadt. Bei einem Treffen des Stadtrats am 3. September will Fernandez eine
       mögliche Berufung gegen die Anordnung ins Spiel bringen.
       
       Der Streit um die Fußgängerüberwege hat für Aufsehen gesorgt, nachdem ein
       Regenbogen-Zebrastreifen vor dem Nachtclub „Pulse“ in Orlando entfernt
       worden war, wo 2016 bei einem Anschlag 49 Menschen erschossen wurden. In
       dem Nachtclub waren Lesben, Schwule, Bisexuelle, Transpersonen und queere
       Menschen willkommen. Der Fußgängerüberweg, der an die Opfer des Massakers
       erinnerte, wurde vergangene Woche mitten in der Nacht von Straßenarbeitern
       übermalt.
       
       US-Verkehrsminister Sean Duffy hatte Anfang Juli angeordnet, dass die
       Gouverneure der US-Staaten binnen 60 Tagen festlegen müssten, welche
       Verbesserungen der Sicherheit, wie er es nannte, nötig seien. „Straßen sind
       für die Sicherheit gedacht, nicht für politische Botschaften oder Kunst“,
       teilte er mit.
       
       Der Menschenrechtsaktivist Rand Hoch sieht in der angestrebten Entfernung
       der Regenbogen-Zebrastreifen [2][Bemühungen der Trump-Regierung] und der
       ebenfalls republikanischen Regierung von Florida, gegen die LGBTQ+-Gemeinde
       vorzugehen.
       
       28 Aug 2025
       
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