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       # taz.de -- Konferenz zur Entwicklungsfinanzierung: Die Zukunft von Entwicklungshilfe steht auf dem Spiel
       
       > In Sevilla suchen die Länder der Welt nach Wegen, ihre eigenen
       > internationalen Nachhaltigkeitsziele doch noch anzugehen. Die USA machen
       > nicht mit.
       
   IMG Bild: Die deutsche Delegation in Sevilla wird von Entwicklungsministerin Reem Alabali Radovan (SPD) geleitet
       
       Frankfurt a.M./Sevilla epd/afp | UN-Generalsekretär António Guterres hat
       zum Auftakt der [1][Vierten Internationalen Konferenz für
       Entwicklungsfinanzierung] mehr Engagement angemahnt. Bei zwei Dritteln der
       UN-Nachhaltigkeitsziele sei die Welt im Rückstand, sagte Guterres am Montag
       in Sevilla.
       
       Um sie zu erreichen, brauche es Investitionen von mehr als vier Billionen
       US-Dollar pro Jahr. „Wir leben in einer Welt, in der das Vertrauen
       zerbröckelt und der Multilateralismus einer harten Bewährungsprobe
       ausgesetzt ist“, sagte Guterres. Wichtig sei, Investitionen in die
       Entwicklung wieder zu „beschleunigen“.
       
       An dem viertägigen Treffen in der spanischen Stadt nehmen
       Vertreter:innen von Regierungen aus aller Welt, UN-Organisationen und
       multilateralen Institutionen wie der Weltbank teil. 50 Länder nehmen es so
       wichtig, dass sie ihre Staats- oder Regierungschefs entsandt haben. Die
       deutsche Delegation wird von Entwicklungsministerin Reem Alabali Radovan
       (SPD) geleitet.
       
       Bei der Konferenz sollen Wege gefunden werden, wie mehr Geld für die
       UN-Nachhaltigkeitsziele mobilisiert werden kann. Dazu zählen etwa ein Ende
       von Hunger und Armut, der Zugang zu hochwertiger Bildung für alle Menschen
       sowie mehr Gerechtigkeit zwischen den Geschlechtern. Das Ziel ist ein
       Abkommen zur Entwicklungsfinanzierung.
       
       ## USA gar nicht angereist
       
       Auf der Agenda stehen zudem Reformen im globalen Finanzsystem und eine
       Lösung der Schuldenkrise, in der viele Länder gefangen sind. Zum Auftakt
       des Treffens wurde Spaniens Ministerpräsident Pedro Sánchez zum
       Konferenzpräsidenten gewählt. In seiner Rede vor dem Plenum warnte er vor
       einer schrumpfenden Gebergemeinschaft.
       
       Denn die Diskussionen werden vor dem Hintergrund einer [2][umfassenden
       Krise bei der Finanzierung der internationalen Entwicklungszusammenarbeit]
       geführt. Die USA – bisher der weltweit größte Geber – haben unter Präsident
       Donald Trump die Zahlungen weitgehend eingestellt und ziehen sich aus
       vielen multilateralen Initiativen zurück. Sie haben keine Delegation nach
       Spanien geschickt. Auch andere reiche Länder wie Deutschland, Frankreich
       und Großbritannien haben ihre Entwicklungsgelder zusammengekürzt –
       [3][unter anderem, weil sie ihre Verteidigungsbudgets massiv hochfahren].
       
       Nach den Konferenzen in Monterrey (2002), Doha (2008) und Addis Abeba
       (2015) ist das Treffen in Sevilla die vierte Zusammenkunft dieser Art. Sie
       soll am Donnerstag mit der Verabschiedung einer Abschlusserklärung enden.
       Ein ausgehandelter Entwurf liegt bereits vor. [4][Kritik daran kam von
       Hilfsorganisationen]. Das evangelische Hilfswerk „Brot für die Welt“ etwa
       bemängelte, dass die Umsetzungspläne „insgesamt vage“ blieben.
       
       30 Jun 2025
       
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