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       # taz.de -- Nachrichten im Nahost-Krieg: Trump dankt Iran für Vorwarnung vor Angriff in Katar
       
       > Der Iran hat US-Stützpunkte in Katar und Irak beschossen. Katar wehrt die
       > Raketen ab. USA wurden vorgewarnt. Israel hat in Teheran Gefängnistür
       > attackiert.
       
   IMG Bild: Lichtspuren von Raketen am Himmel über Katar am Montagabend
       
       Trump dankt Iran für die Vorwarnung
       
       22.00 Uhr: US-Präsident Donald Trump bedankt sich in einer Bilanz des
       Angriffs beim Iran für eine Vorwarnung auf den Vergeltungsangriff. Dies
       habe es möglich gemacht, dass keine Toten oder Verletzten zu beklagen
       seien, schreibt Trump auf seinem Kurznachrichtendienst Truth Social.
       
       Der Vergeltungsangriff sei „sehr schwach“ gewesen, so Trump. Von den
       insgesamt 14 Raketen seien 13 abgefangen worden, die letzte habe sich auf
       einer unbedrohlichen Flugbahn befunden. Er hoffe, dass es jetzt „keinen
       weiteren Hass“ geben werde, schreibt Trump weiter. „Vielleicht kann der
       Iran jetzt zu Frieden und Harmonie in der Region übergehen, und ich werde
       Israel enthusiastisch ermutigen, dasselbe zu tun.“ (rtr/afp/taz)
       
       ## Kuweit und Bahrain öffnen Luftraum wieder
       
       21.45 Uhr: Kuwait und Bahrain öffnen Medienberichten zufolge ihre Lufträume
       wieder. Auch der Flughafen von Dubai gibt bekannt, dass der Betrieb wieder
       aufgenommen wird. (rtr)
       
       ## Golfstaaten schließen Luftraum
       
       20.15 Uhr: Nach dem iranischen Angriff auf einen Militärstützpunkt in Katar
       haben die Golfstaaten Bahrain und Kuwait ihre Lufträume geschlossen.
       
       Das bahrainische Verkehrsministerium kündigte die vorübergehende Aussetzung
       des Luftverkehrs im Luftraum des Königreichs als Vorsichtsmaßnahme an. Die
       Menschen seien aufgerufen, Schutz in nahe gelegenen Gebäuden zu suchen, bis
       die Gefahr vorüber sei, hieß es in einer weiteren Mitteilung des
       Innenministeriums.
       
       Auch Kuwait kündigte im „im Interesse der Sicherheit des Landes“ die
       Schließung des Luftraums und der Flughäfen an.
       
       Auch der Irak kündigte die komplette Sperrung des Flugraums an. Seit
       Ausbruch des Krieges hat das Land den Flugverkehr fast komplett
       eingestellt. Nur noch ein Flughafen in Basra im Süden des Landes war aktiv.
       Dieser wurde nun auch geschlossen, wie das Verkehrsministerium erklärte.
       (dpa)
       
       Pentagon bestätigt Amgriff auf US-Stützpunkt: keine Verletzten
       
       20.10 Uhr: Bei dem iranischen Angriff auf einen US-Militärstützpunkt in
       Katar sind nach Angaben des Verteidigungsministeriums ersten Erkenntnissen
       zufolge keine US-Bürger verletzt worden. Der Luftwaffenstützpunkt Al Udeid
       in Katar sei mit ballistischen Raketen kurzer und mittlerer Reichweite
       angegriffen worden, erklärte ein Vertreter des Ministeriums. „Zum jetzigen
       Zeitpunkt gibt es keine Berichte über amerikanische Verletzte.“ Die Lage
       werde weiterhin genau beobachtet, erklärte er weiter. (dpa)
       
       Iran soll Katar vorgewarnt haben
       
       19.25 Uhr: Der Iran hat einem US-Medienbericht zufolge den Angriff auf den
       US-Stützpunkt in Katar mit dortigen Behörden abgesprochen. Zudem habe es
       eine Vorwarnung gegeben, um die Zahl der Opfer so gering wie möglich zu
       halten, berichtet die „New York Times“ unter Berufung auf drei iranische
       Regierungsvertreter, die mit den Plänen vertraut seien. Demnach habe der
       Iran zwar die Notwendigkeit verspürt, einen symbolischen Gegenschlag gegen
       die USA auszuführen. Man habe jedoch beiden Seiten eine Möglichkeit
       offenlassen wollen, die Kämpfe zu beenden. Stellungnahmen der Regierungen
       in Teheran und Washington zu dem Bericht liegen zunächst nicht vor. (rtr)
       
       Katar hält sich angemessene Reaktion offen
       
       19.25 Uhr: Katar hat den iranischen Angriff auf einen US-Militärstützpunkt
       in dem Golfemirat scharf verurteilt. Die Luftabwehrsysteme hätten den
       Angriff vereitelt und die iranischen Raketen erfolgreich abgefangen. Es
       handle sich um eine „eklatante Verletzung“ der Souveränität und des
       Luftraums des Landes.
       
       „Katar behält sich das Recht vor, direkt und in einem dem Ausmaß dieser
       offensichtlichen Aggression angemessenen Rahmen sowie im Einklang mit dem
       Völkerrecht zu reagieren“, erklärte der Sprecher des Außenministeriums
       Madschid al-Ansari. (dpa)
       
       Iran bezeichnet den Raketenangriff als keine Bedrohung für Katar
       
       19.20 Uhr: Der Iran hat bei seinem Angriff auf den US-Stützpunkt in Katar
       nach eigenen Angaben dieselbe Zahl von Bomben eingesetzt, die die USA bei
       dem Angriff auf die iranischen Atomanlagen benutzt hätten. Die US-Basis sei
       weit entfernt von bewohntem Gebiet gelegen. An Katar gerichtet heißt es,
       der Einsatz stelle keinerlei Bedrohung für „unseren freundlichen und
       brüderlichen Nachbarn dar“. (rtr)
       
       Katar meldet Abwehr von iranischem Angriff
       
       19.15 Uhr: Katars Luftabwehr hat nach eigenen Angaben einen Raketenangriff
       auf den US-Militärstützpunkt Al-Udeid abgefangen. Es habe keine Toten oder
       Verletzte gegeben, [1][schreibt das Katarische Verteidigungsministerium auf
       X]. (taz)
       
       Iran meldet Angriff auf US-Stützpunkt in Katar und Irak
       
       19.05 Uhr: Der Iran hat nach eigenen Angaben die US-Streitkräfte auf dem
       Luftwaffenstützpunkt Al-Udeid in Katar angegriffen. Auch im Irak sollen
       Stützpunkte angegriffen worden sein.
       
       Die Operation mit dem Namen „Verheißung des Sieges“ habe begonnen, hieß es
       in einer Erklärung der staatlichen Nachrichtenagentur.
       
       Augenzeigen in Katar hatten von Explosionen und Raketen am Himmel
       berichtet.
       
       Die katarischen Behörden bestätigten einen Angriff zunächst nicht.
       (ap/dpa/taz)
       
       Explosionen in Katar
       
       19.00 Uhr: In Katars Hauptstadt Doha sind Explosionen zu hören. Dies
       berichtet ein Mitarbeiter der Nachrichtenagentur Reuters. Ein Reporter der
       Nachrichtenseite Axios berichtet unter Berufung auf israelische Kreise, der
       Iran habe sechs Raketen auf US-Stützpunkte in Katar abgefeuert. (rtr)
       
       ## Gegenschlag auf US-Militärstützpunkte erwartet.
       
       18:50 Uhr: Ein Gegenschlag des Irans auf US-Militärstützpunkte im Nahen
       Osten könnte einem Medienbericht zufolge kurz bevorstehen. Der Iran werde
       „höchstwahrscheinlich“ in den nächsten Stunden einen Angriff auf
       US-Einrichtungen als Vergeltung für die amerikanischen Bombardierungen der
       iranischen Atomanlagen starten, berichtete die Plattform „Amwaj.media“
       unter Berufung auf eine hochrangige Quelle in der iranischen Hauptstadt.
       Demnach soll bereits die Entscheidung gefallen sein, US-Interessen in der
       Region anzugreifen, man berate aber noch über die genauen Ziele. (dpa)
       
       ## Katar schließt Luftraum
       
       17.42 Uhr: Katar schließt nach eigenen Angaben vorübergehend seinen
       Luftraum. Dies sei ein Teil der Maßnahmen angesichts der jüngsten
       Entwicklungen in der Region, teilt das Außenministerium des Landes auf dem
       Kurznachrichtendienst X mit. Der Schritt diene der Sicherheit der Bürger
       von Katar wie auch von Besuchern. (rtr)
       
       Merz stellt sich hinter Angriffe auf den Iran
       
       16:50 Uhr: Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat sich auch nach dem
       Kriegseintritt der USA noch einmal klar hinter die Luftangriffe auf den
       Iran gestellt. „Es gibt für uns und auch für mich persönlich keinen Grund,
       das zu kritisieren, was Israel vor einer Woche begonnen hat, und keinen
       Grund, das zu kritisieren, was Amerika am vergangenen Wochenende getan
       hat“, sagte er beim Tag der Industrie. „Es ist nicht ohne Risiko. Aber es
       so zu belassen, wie es war, war auch keine Option.“ Merz begründete seine
       Haltung mit dem Agieren des Irans in den vergangenen Jahren. „Der Iran ist
       das Terrorregime der Welt, ein wesentlicher Teil der Achse des Bösen, würde
       ein amerikanischer Präsident jetzt sagen.“ (dpa)
       
       ## Russland stellt sich hinter den Iran
       
       16.25 Uhr: Russland spricht dem Iran das volle Recht auf Selbstverteidigung
       zu und nennt die strategische Partnerschaft zwischen Moskau und Teheran
       „unzerbrechlich“. Das sagt der stellvertretende russische Außenminister
       Sergej Rjabkow russischen Nachrichtenagenturen zufolge. Auf die Frage, ob
       der Iran Russland um militärische Hilfe gebeten habe, sagt Rjabkow der
       Nachrichtenagentur Interfax, Moskau arbeite mit Teheran in zahlreichen
       Bereichen zusammen. Es wäre jedoch unverantwortlich, weitere Einzelheiten
       der Kooperation offenzulegen. (rtr)
       
       Weißes Haus begründet Angriffe im Iran mit „unmittelbarer Bedrohung“
       
       15:20 Uhr: Das Weiße Haus hat sein Eingreifen in den bewaffneten Konflikt
       zwischen Israel und dem Iran mit einer unmittelbaren Gefährdungslage
       begründet. Der Iran habe eine „unmittelbare Bedrohung“ dargestellt, sagte
       Regierungssprecherin Karoline Leavitt dem US-Sender ABC am Montag. Donald
       Trump sei der „erste Präsident, der den Mumm hat, tatsächlich etwas dagegen
       zu unternehmen“. Die US-Angriffe hätten dem Iran die Fähigkeit genommen,
       eine Atombombe zu bauen, sagte Leavitt. Die Regierung sei davon überzeugt,
       dass in den angegriffenen Anlagen angereichertes Uran gelagert worden sei.
       „Der Präsident hätte die Angriffe nicht gestartet, wenn wir uns dessen
       nicht sicher gewesen wären.“ (ap)
       
       Trump kommt zum Nato-Gipfel
       
       14.40 Uhr – US-Präsident Donald Trump kündigt seine Teilnahme am
       Nato-Gipfel am Dienstag in Den Haag an. Er werde dabei die Alliierten dazu
       bewegen, mehr Geld für Verteidigung auszugeben, teilt das Weiße Haus in
       Washington mit. (rtr)
       
       Israel greift berüchtigtes Ewin-Gefängnis in Teheran an
       
       13.45 Uhr: Unter den in Teheran am Montag von Israel attackierten Gebäuden
       ist auch das das berüchtigte Ewin-Gefängnis. Das teilte das Büro von
       Israels Verteidigungsminister Israel Katz mit.
       
       Im Ewin-Gefängnis sind viele politische Dissidenten inhaftiert. [2][Die
       Haftanstalt ist seit Jahrzehnten als Ort gravierender
       Menschenrechtsverletzungen verschrien – und im Iran gefürchtet]. Die Times
       of Israel mutmaßte, der Angriff habe darauf abgezielt, den Gefangenen die
       Flucht zu ermöglichen.
       
       Der israelische Außenminister Gideon Saar veröffentlichte ein Video, das
       eine Explosion an einem Gebäude des Ewin-Gefängnisses zeigt, und schrieb
       dazu: „Viva la libertad!“ (Spanisch: „Es lebe die Freiheit!“)
       
       Der iranischen Nachrichtenagentur Tasnim zufolge bestätigte die
       Justizvollzugsbehörde in Teheran den Angriff auf das Gefängnis. Dabei seien
       Teile davon beschädigt worden. Die Situation sei aber unter Kontrolle. Über
       Verletzte, Tote oder fliehende Inhaftierte gab es zunächst keine Angaben.
       
       Der staatliche iranische Nachrichtensender Fars veröffentlichte das Video
       einer Überwachungskamera, das den Einschlag an einem Eingang des
       Gefängnisses zeigen soll. Demnach kam dabei wohl eine Drohne oder ein
       Geschoss mit begrenzter Sprengkraft zum Einsatz. (dpa/rtr/taz)
       
       Israel Wege zur Atomanlage Fordo zerstören
       
       13.45 Uhr: Israels Armee hat eigenen Angaben zufolge Zugangswege zur
       iranischen Atomanlage Fordo angegriffen. Ziel sei es gewesen, diese zu
       blockieren. Weitere Details nannte das israelische Militär zunächst nicht.
       
       US-Streitkräfte hatten [3][die gut gesicherte, unterirdische
       Uran-Anreicherungsanlage kürzlich mit bunkerbrechenden Bomben attackiert].
       Nach israelischen Angaben war die gut geschützte Anlage in der Nähe der
       Stadt Ghom das wichtigste verbliebene Ziel, wenn es darum geht, den Bau
       einer iranischen Atomwaffe zu verhindern.
       
       Iranische Medien hatten zuvor unter Berufung auf Behörden gemeldet, die
       stark befestigte Atomanlage sei erneut zum Ziel eines Luftangriffs
       geworden. Unklar blieb, von wem der Angriff ausgeführt wurde. Israels Armee
       äußerte sich auf Anfrage zunächst nicht dazu, ob auch die Anlage selbst
       getroffen wurde. (dpa)
       
       Israel greift erneut Iran an
       
       11.14 Uhr: Israels Verteidigungsminister Israel Katz spricht von massiven
       Luftangriffen auf Teheran. Das israelische Militär greife nun mit
       „beispielloser Intensität“ Ziele im Zentrum der iranischen Hauptstadt an,
       sagt Katz. Der iranischen Nachrichtenagentur Ilna zufolge wurde ein
       Technikgebäude des staatlichen Rundfunks getroffen. Auch die
       Schahid-Beheschti-Universität sei getroffen worden, meldet die
       Nachrichtenagentur SNN.
       
       In der Hauptstadt Teheran seien schwere Explosionen zu hören gewesen,
       meldet die iranische Nachrichtenagentur Nournews. Es habe einen Angriff in
       der Nähe des iranischen Roten Halbmonds gegeben. Der Nachrichtenagentur
       Fars zufolge wurde auch die Großstadt Karadsch, westlich von Teheran, von
       Israel mit Raketen beschossen. Das israelische Militär teilt mit, es habe
       neue Angriffe auf militärische Ziele im Iran gestartet.
       
       Auch die iranische Atomanlage Fordo sei erneut getroffen worden. Dies sagt
       ein Sprecher des regionalen Krisenstabs laut der halbamtlichen
       Nachrichtenagentur Tasnim. Es bestehe aber keine Gefahr für die Anwohner.
       (rtr)
       
       Iran will vielleicht Zusammenarbeit mit der UN-Atomaufsicht beenden
       
       10.10 Uhr: Das iranische Parlament berät nach eigenen Angaben über eine
       Aussetzung der Zusammenarbeit mit der UN-Atomaufsicht IAEA. Ein
       Gesetzentwurf dazu werde erörtert, teilt ein Mitglied des
       Parlamentspräsidiums laut staatlichen Medien mit. Parlamentspräsident
       Mohammad Baker Kalibaf warf der Internationalen Atomenergiebehörde vor,
       ihre Verpflichtungen nicht zu erfüllen und zu einem politischen Instrument
       geworden zu sein. Das Parlament strebe daher ein Gesetz an, „das Irans
       Zusammenarbeit mit der IAEA aussetzt, bis wir objektive Garantien für das
       professionelle Verhalten dieser internationalen Organisation haben“, wird
       er von iranischen Medien zitiert. Er bekräftigte die Angaben der Führung in
       Teheran, dass der Iran keine Entwicklung von Atomwaffen anstrebe. (rtr)
       
       Iranischer Angriff auf Israel
       
       10.08 Uhr: Israelischen Medien zufolge ist eine iranische Rakete im Raum
       Lachisch südlich von Jerusalem eingeschlagen. Auch im Gebiet von Aschdod in
       Südisrael sei womöglich eine Rakete eingeschlagen. In Jerusalem waren
       wiederholt laute Einschläge zu hören. Zuvor waren Raketen am Himmel zu
       sehen, die über Jerusalem flogen, wie Reuters-Reporter berichteten. Wenig
       später teilte das israelische Militär mit, dass die Bevölkerung die
       Schutzräume wieder verlassen könne. Es hatte zuvor Luftalarm ausgelöst.
       Israelische Medien berichteten, dass der Iran rund 15 Raketen abgefeuert
       habe und Teile abgefangener Raketen an mehreren Orten niedergegangen seien.
       (rtr)
       
       ## Kallas warnt vor Blockade der Straße von Hormus
       
       09.46 Uhr – Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas hat vor den Folgen einer
       Blockade der Straße von Hormus durch den Iran gewarnt. Eine Sperrung der
       für den weltweiten Öltransport wichtigen Meerenge wäre „extrem gefährlich
       und für niemanden gut“, sagte Kallas vor einem Treffen der
       EU-Außenminister. „Die Sorgen vor Vergeltung und einer Eskalation des
       Krieges sind enorm.“ Der iranische Sender Press TV hatte am Sonntag
       berichtet, dass der Nationale Sicherheitsrat des Iran über eine Schließung
       des Seewegs entscheide, nachdem das Parlament eine solche Maßnahme
       unterstützt habe. Etwa 20 Prozent der weltweiten Öl- und Gaslieferungen
       werden durch die Straße von Hormus transportiert. (rtr)
       
       ## Iran droht mit Vergeltung
       
       09.24 Uhr: Der Iran droht den USA mit Vergeltung. Nach den feindlichen
       Aktionen der USA habe sich der Umfang legitimer Ziele für die iranischen
       Streitkräfte erweitert, sagt ein Sprecher des Zentralkommandos der
       iranischen Armee in einer Videoaufzeichnung. Die USA müssten mit
       schwerwiegenden Konsequenzen für ihre Handlungen rechnen. An US-Präsident
       Donald Trump gerichtet ergänzt er auf Englisch: „Mister Trump, der Spieler,
       Sie mögen diesen Krieg beginnen, aber wir werden ihn beenden.“ (rtr)
       
       ## Irans Außenminister zu Beratungen in Moskau
       
       07.18 Uhr: Nach dem US-Angriff auf den Iran berät die Führung in Teheran
       mit Russland über die Lage. Der Iran und Russland würden ihre Positionen
       zur aktuellen Eskalation im Nahen Osten abstimmen, meldet die russische
       Nachrichtenagentur Tass unter Berufung auf den iranischen Außenminister
       Abbas Araghtschi, der sich zu einem Besuch in Moskau aufhält. (rtr)
       
       ## Israel greift Kermanschah an
       
       07.00 Uhr: Das israelische Militär greift nach eigenen Angaben derzeit
       militärische Infrastruktur in Kermanschah im Iran an. Die Stadt und
       gleichnamige Provinz an der Grenze zum Irak hat eine große kurdische
       Bevölkerung. (rtr)
       
       Festnahme wegen angeblicher Spionage 
       
       06.55 Uhr: Im Iran ist ein Häftling wegen des Vorwurfs der Zusammenarbeit
       mit dem israelischen Geheimdienst Mossad hingerichtet worden, wie die
       Nachrichtenagentur Tasnim meldet. Der Mann sei Ende 2023 wegen
       Spionagevorwürfen und Zusammenarbeit mit dem Mossad festgenommen worden.
       Tasnim zufolge war er „Leiter eines Cyber-Teams mit Verbindungen zum
       Mossad“ gewesen. (rtr)
       
       ## Nordkorea: USA und Israel schuldig an Spannungen
       
       05.35 Uhr: Nordkoreas Außenministerium hat den US-Schlag gegen den Iran als
       schwere Verletzung der Sicherheitsinteressen und territorialen Rechte eines
       souveränen Staates stark verurteilt, berichtete die staatliche
       Nachrichtenagentur KCNA unter Berufung auf eine Erklärung des Ministeriums.
       Die USA und Israel seien die Schuldigen an den gegenwärtigen Spannungen im
       Nahen Osten, die aus Jerusalems „unaufhörlichen Kriegszügen und
       territorialer Expansion“ resultierten, die vom Westen akzeptiert und
       gefördert würden, so das Ministerium weiter. Die internationale
       Gemeinschaft solle die konfrontativen Handlungen der USA und Israels
       einstimmig verurteilen und ablehnen. Der Iran und Nordkorea pflegen
       freundschaftliche Beziehungen und stehen seit Jahrzehnten im Verdacht,
       militärisch zusammenzuarbeiten, unter anderem bei der Entwicklung
       ballistischer Raketen. (rtr)
       
       Trump will mit seinem Team Angriff auf Iran auswerten
       
       05.00 Uhr: US-Präsident Donald Trump will sich nach Informationen eines
       Axios-Reporters am Montag um 19.00 Uhr deutscher Zeit mit seinem Team für
       nationale Sicherheit treffen, um die Ergebnisse des US-Angriffs auf den
       Iran zu besprechen. Trump selbst hatte kurz zuvor auf seiner eigenen
       Social-Media-Plattform Truth Social gepostet, dass der größte Schaden an
       den iranischen Atomanlagen weit unter der Erdoberfläche stattgefunden habe.
       (rtr)
       
       ## Canberra unterstützt US-Schlag, fordert jetzt Diplomatie
       
       03.50 Uhr: Der australischen Außenministerin Penny Wong zufolge unterstützt
       Canberra den Schlag der USA gegen den Iran, fordert aber nun Deeskalation
       und eine Rückkehr zur Diplomatie. Sie sagte in Fernseh- und
       Radiointerviews, der Schlag sei eine einseitige Aktion des
       Sicherheitsverbündeten USA gewesen, und Australien schließe sich den
       Forderungen Großbritanniens und anderer Länder an, den Iran an den
       Verhandlungstisch zurückzuholen. Auch Japan hat den US-Angriff auf Irans
       Atomanlagen befürwortet und gleichzeitig eine rasche Deeskalation der
       Situation gefordert. Das Land bezeichnete es zudem als „äußerst
       bedauerlich“, dass die Situation zwischen Israel und dem Iran zu einem
       Austausch von Vergeltungsmaßnahmen eskaliert sei. (rtr)
       
       Ölpreise und Aktienmärkte reagieren noch zurückhaltend
       
       03.20 Uhr: Nach dem US-Angriff auf den Iran sind die Ölpreise im frühen
       Handel am Montag kurzzeitig auf ein Fünfmonatshoch geschossen. Die
       asiatischen Börsen gaben nach und die Anleger warteten darauf, ob der Iran
       Vergeltungsmaßnahmen ergreifen würde, was Risiken für die Weltwirtschaft
       und die Inflation mit sich bringen könnte. Die ersten Reaktionen hielten
       sich jedoch zunächst in Grenzen. Es gab keine Anzeichen für Panikverkäufe
       an den Märkten. Entscheidend wird sein, ob der Zugang zur Straße von
       Hormus, über die etwa ein Viertel des weltweiten Ölhandels und 20 Prozent
       der Flüssiggaslieferungen laufen, weiterhin offen bleibt. „In einem
       Szenario, in dem der Iran die Schifffahrt durch die Straße von Hormus
       selektiv unterbricht, sehen wir Brent-Öl bei mindestens 100 Dollar pro
       Barrel“, so Vivek Dhar, Rohstoffanalyst bei der Commonwealth Bank of
       Australia. Allerdings kämen bei einer Schließung der Wasserstraße auch die
       iranischen Ölexporte zum Erliegen, so der Analyst weiter. Im frühen Handel
       stieg Brent relativ verhalten um 2,7 Prozent auf 79,12 Dollar pro Barrel,
       während US-Rohöl um 2,8 Prozent auf 75,98 Dollar stieg. (rtr)
       
       ## Viele Flüge nach Dubai, Doha und Riad ausgesetzt
       
       03.05 Uhr: Viele Fluggesellschaften haben nach dem Angriff der USA auf den
       Iran ihre Flüge auf der Nahost-Route vorerst ausgesetzt. Singapore
       Airlines, eine der bekanntesten asiatischen Fluggesellschaften, bezeichnete
       die Situation am Sonntag als „unbeständig“ und strich alle Flüge von
       Singapur nach Dubai. Auch Air France-KLM erklärte, dass die Flüge von und
       nach Dubai und Riad am Sonntag und Montag gestrichen worden sind. British
       Airways, die zur IAG gehört, sagte ebenfalls Flüge von und nach Dubai und
       Doha für Sonntag ab. Die Nahost-Route ist für Flüge zwischen Europa und
       Asien wichtiger geworden, seit der russische und ukrainische Luftraum wegen
       des Krieges geschlossen wurde. Die Fluggesellschaften sind auch besorgt
       über einen möglichen Anstieg der Ölpreise nach dem US-Angriff, der die
       Kosten für Kerosin erhöhen wird. (rtr)
       
       Iran-Insider: Hochangereichertes Uran an ungenanntem Ort
       
       02.45 Uhr: Einer mit der Angelegenheit vertrauten Person aus dem Iran
       zufolge ist offenbar der größte Teil des fast waffenfähigen
       hochangereicherten Urans noch vor dem US-Angriff an einen ungenannten Ort
       gebracht worden. Dies teilte der Insider der Nachrichtenagentur Reuters
       mit. Reuters konnte diese Behauptung nicht sofort bestätigen, allerdings
       zeigten Satellitenbilder der Firma Maxar Technologies Experten zufolge
       bereits am Donnerstag und Freitag „ungewöhnliche Aktivitäten“ in Fordow.
       Demnach war darauf eine lange Schlange von Fahrzeugen vor einem Eingang der
       Anlage zu sehen. (rtr)
       
       23 Jun 2025
       
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