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       # taz.de -- Unternehmensinvestitionen in Klimaschutz: Nicht weniger, aber auch nicht mehr gegen die Erderhitzung
       
       > Die Firmen in Deutschland wollen elf Prozent ihrer Investitionen in
       > Energieeffizienz und CO2-Reduktion stecken, so das Ifo. Das reicht nicht.
       
   IMG Bild: Da geht doch noch was! Wärmemessung in einer Produktionsstraße von Bosch
       
       Berlin reuters | Die Unternehmen in Deutschland wollen ihre Investitionen
       in den Klimaschutz weitgehend stabil halten. Für 2025 planen sie
       durchschnittlich elf Prozent ihrer Gesamtinvestitionen für entsprechende
       Maßnahmen, wie das Münchner Ifo-Institut am Dienstag [1][als Ergebnis einer
       Umfrage] mitteilte.
       
       Im Vergleich zum Vorjahr bleibe diese Quote nahezu unverändert. „Damit die
       Energie- und Industriewende gelingen kann, gilt es allerdings, das Tempo zu
       erhöhen und gezielt notwendiges Kapital zu mobilisieren“, sagte
       Ifo-Forscher Gerome Wolf.
       
       Als wichtigste Maßnahmen für den Klimaschutz nannten Unternehmen die
       [2][Steigerung der Energieeffizienz], die Reduzierung der eigenen
       CO2-Emissionen und den Ausbau erneuerbarer Energien. „Im Großen und Ganzen
       befinden wir uns derzeit auf Kurs zur Erreichung der im
       [3][Bundes-Klimaschutzgesetz jeweils bis 2030 und 2045 gesteckten
       Emissionsziele]“, sagte Wolf. „Allerdings drohen [4][Zielverfehlungen in
       den Bereichen Verkehr und Gebäude], sodass hier noch Anpassungsbedarf
       besteht.“
       
       Ein klares Investitionshemmnis ist aus der Sicht des Ifo-Experten die
       [5][wirtschaftspolitische Unsicherheit bei Subventionen], Planungs- und
       Genehmigungsverfahren sowie CO2-Bepreisungsmechanismen. Hier bräuchte es
       eine verlässliche und gezielte Förderung, klare Rahmenbedingungen und mehr
       internationale Koordination.
       
       ## Warten auf die Bundesregierung
       
       Die neue Bundesregierung muss innerhalb von zwölf Monaten nach Beginn einer
       neuen Wahlperiode ein Maßnahmenprogramm vorlegen, wie das Klimaziel für
       2040 erreicht werden soll – also bis Ende März 2026. Das ergibt sich aus
       dem Klimaschutzgesetz.
       
       Für diesen Zeitraum sieht der [6][unabhängige Expertenrat für Klimafragen
       deutlichen Handlungsbedarf]: Nach derzeitigen Berechnungen würden die
       nationalen Klimaziele im Jahr 2040 wie auch die jährlichen Minderungsziele
       deutlich verfehlt. Dies müsse die Regierung im Klimaschutzprogramm
       „vollständig adressieren“. Das Ziel der Klimaneutralität ab 2045 würde
       demnach klar verfehlt.
       
       17 Jun 2025
       
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