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       # taz.de -- Verteidigungsausgaben der Nato: Rutte will 400-prozentigen Ausbau der Nato-Luftabwehr
       
       > Generalsekretär Mark Rutte fordert die Nato-Mitglieder auf, mehr zu
       > investieren. Das Bündnis müsse bei der Luftverteidigung massiv aufrüsten.
       
   IMG Bild: Nato-Generalsekretär Mark Rutte während seiner Rede im Chatham House
       
       London dpa | Die Nato muss [1][Generalsekretär Mark Rutte] zufolge bei der
       Aufstellung ihrer Verteidigung gegen künftige Bedrohungen einen
       „Quantensprung“ vollziehen. Für eine glaubwürdige Abschreckung und
       Verteidigung benötige das Bündnis insbesondere eine Verbesserung der Luft-
       und Raketenabwehr um 400 Prozent, wurde Rutte vor einer Rede in London
       zitiert. Kreml-Sprecher Dmitri Peskow bezeichnete die Nato daraufhin als
       „Instrument der Aggression und Konfrontation“.
       
       In der Ukraine werde deutlich, wie Russland [2][„Terror aus der Luft“]
       verbreite. „Deshalb werden wir den Schutzschild für unseren Luftraum
       verstärken“, wird Rutte demnach vor seiner Rede im Thinktank Chatham House
       sagen. Außerdem benötigten die Streitkräfte Tausende zusätzliche gepanzerte
       Fahrzeuge und Panzer und Millionen weiterer Artilleriegeschosse. Selbst
       wenn der russische Angriffskrieg in der Ukraine ende, sei die Gefahr nicht
       vorbei.
       
       ## Russischer Angriffskrieg in der Luft
       
       Russland überzieht die Ukraine seit Kriegsbeginn vor über drei Jahren immer
       wieder mit schweren Luftangriffen. Am Wochenende waren über der
       ostukrainischen Stadt Charkiw laut Behörden erneut Gleitbomben im
       Stadtzentrum abgeworfen worden. Es gab Tote und etliche Verletzte.
       
       Die Nato hatte Anfang Juni das größte Aufrüstungsprogramm seit den Zeiten
       des Kalten Krieges beschlossen. So sollen sich alle Nato-Mitglieder beim
       Gipfeltreffen Ende des Monats verpflichten, künftig mindestens 3,5 Prozent
       ihres nationalen Bruttoinlandsprodukts (BIP) in Verteidigung zu
       investieren. Hinzu könnten dann noch einmal 1,5 Prozent des BIP für
       verteidigungsrelevante Ausgaben kommen.
       
       „Wunschdenken wird uns nicht schützen. Wir können die Gefahr nicht einfach
       wegträumen“, wurde Rutte zitiert. „Hoffnung ist keine Strategie.“ Deshalb
       müsse die Nato ein stärkeres und durchschlagskräftigeres Bündnis werden.
       
       10 Jun 2025
       
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