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       # taz.de -- Zwei Todesopfer nach Anschlag in München: Schwer verletzte Mutter und Kind gestorben
       
       > Der Anschlag auf eine Demonstration in München hat zwei Todesopfer
       > gefordert. Eine Münchnerin und ihre kleine Tochter sind ihren
       > Verletzungen erlegen.
       
   IMG Bild: Kerzen und Blumen für die Opfer liegen in der Nähe des Anschlagsortes in München
       
       München dpa | Zwei Tage nach dem Anschlag auf eine Demonstration in München
       gibt es neben vielen Verletzten auch Tote zu beklagen. Die Opfer: eine
       Mutter und ihr zwei Jahre altes Kind. Die 37-jährige Frau und ihre Tochter
       seien beide am Samstag gestorben, teilte das bayerische Landeskriminalamt
       mit. Sie waren am Donnerstag bei dem Demonstrationszug der Gewerkschaft
       Verdi gewesen, [1][in den ein 24-jähriger Afghane mit seinem Auto gefahren
       war]. Mindestens 39 Menschen wurden verletzt, darunter auch die Mutter und
       ihr Kind.
       
       Tief berührt zeigte sich die Gewerkschaft Verdi, deren Demonstration Ziel
       des Anschlags war. „Die Trauer über das Leid der Opfer des Anschlags von
       München wird so schier unermesslich“, schrieb der Vorsitzende Frank
       Werneke. „Wir trauern mit den Angehörigen und der gesamten Familie, sind in
       Gedanken bei ihnen und wünschen ihnen so viel Kraft, wie sie nun dringend
       brauchen.“ Ähnliche Worte wählte die bayerische Sozialministerin Ulrike
       Scharf (CSU): „Ich bin in Gedanken bei der Familie des kleinen Kindes und
       seiner Mutter. Keine Worte können helfen oder gar trösten.“
       
       „Es zerreißt einem das Herz“, schrieb Bayerns Ministerpräsident Markus
       Söder (CSU) auf der Plattform X. „All das tut so weh und ist so sinnlos.
       Ganz Bayern trauert.“ Man sei in Gedanken bei den Angehörigen und hoffe und
       bete für die Verletzten. Nach Angaben von Münchens Oberbürgermeister Dieter
       Reiter (SPD) hatte die 37-Jährige bei der Stadt München gearbeitet. „Der
       Schmerz ist nicht in Worte zu fassen. Wir werden der Familie alle nur
       erdenkliche Unterstützung in dieser düsteren Zeit anbieten“, sagte Reiter.
       
       Die Ermittler gehen derzeit davon aus, dass die Tat einen islamistischen
       Hintergrund hat. Der Fahrer sitzt inzwischen in Untersuchungshaft.
       
       Aufgrund der besonderen Bedeutung des Falls übernahm am Freitagabend die
       Bundesanwaltschaft die Ermittlungen. „Es besteht der Verdacht, dass die Tat
       religiös motiviert war und als Angriff auf die freiheitliche demokratische
       Grundordnung zu verstehen ist“, teilte die oberste Anklagebehörde in
       Deutschland in Karlsruhe mit. Die Tat sei geeignet, die innere Sicherheit
       der Bundesrepublik Deutschland zu beeinträchtigen. Die
       kriminalpolizeilichen Ermittlungen führt weiter das Bayerische
       Landeskriminalamt.
       
       ## Scholz verspricht Abschiebung
       
       Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) kündigte die Abschiebung des Täters an. „Er
       wird nach dem Verbüßen seiner Strafe auch in das Land zurückgeführt, wo er
       herkommt“, sagte Scholz in München bei einer Wahlkampfveranstaltung. Wer
       eine derartige Tat begehe, könne sich „auf gar nichts mehr berufen“. Der
       24-jährige Afghane müsse für seine „unverzeihliche Tat“ verurteilt werden.
       
       Am Nachmittag hatte Scholz in Begleitung von Bundesjustizminister Volker
       Wissing und Reiter eine weiße Rose an einer improvisierten Gedenkstätte am
       Ort des Anschlags niedergelegt. Zuvor traf er sich mit Rettungs- und
       Einsatzkräften und dankte ihnen. Solche Dinge forderten auch die heraus,
       die in einer solchen Lage helfen würden. „Sie haben schreckliche Dinge
       gesehen, Sie haben Menschen in größter Not geholfen und müssen das
       natürlich auch selber verarbeiten“, sagte Scholz. „Wir alle müssen jetzt
       zusammenstehen und dafür sorgen, dass unser Land zusammenhält.“
       
       15 Feb 2025
       
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