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       # taz.de -- +++ USA unter Trump +++: US-Präsident setzt Rundumschläge fort
       
       > Sanktionen gegen Südafrika, noch mehr Befugnisse für Musk, Entschärfungen
       > der Waffenkontrolle: Trump zieht seine rechte Agenda durch. Doch zwei
       > Richter und der Bundesstaat Alaska stellen sich quer.
       
   IMG Bild: Donald Trump zieht seine rechte Agenda ohne Rücksicht auf Verluste durch
       
       ## US-Bezirksrichter untersagt DOGE Zugriff auf Zahlungssysteme
       
       Ein US-Bezirksrichter in Manhattan untersagt der neuen Behörde DOGE
       (Department of Government Efficiency) zur Verschlankung des
       US-Regierungsapparats zunächst den Zugriff auf Zahlungssysteme. Es gebe das
       Risiko, dass unrechtmäßig auf sensible und vertrauliche Daten zugegriffen
       würde, teilt Richter Paul Engelmayer mit. Über die Systeme werden Zahlungen
       in Billionenhöhe abgewickelt. 19 überwiegend von Demokraten geführte
       US-Bundesstaaten hatten am späten Freitag Klage eingereicht. Sie
       argumentieren, dass die neue Behörde unter Führung von Milliardär Elon Musk
       keine rechtliche Befugnis habe, auf die Systeme des US-Finanzministeriums
       zuzugreifen. Am 14. Februar soll eine weitere Anhörung in dem Fall
       stattfinden. (rtr)
       
       ## Alaska wehrt sich gegen Umbenennung von Mount Denali
       
       In einem ungewöhnlichen Schritt hat sich das Regionalparlament im
       US-Bundesstaat Alaska gegen die von Präsident Donald Trump angeordnete
       Umbenennung des höchsten Berg der USA gewehrt. Der von Trumps Republikanern
       geführte Senat in Alaska sprach sich am Freitag (Ortszeit) einstimmig gegen
       den Plan aus, den indigenen Namen Denali abzuschaffen und den Berg wieder
       Mount McKinley zu nennen. „Der Name Denali ist in der Kultur und Identität
       des Staates tief verankert“, hieß es in der Resolution.
       
       „Die Bewohner des Staats sind der Meinung, dass die Namen und
       geographischen Gegebenheiten in dem Staat von den Bewohnern des Staates und
       deren Vertretern bestimmt werden sollten“, hieß es weiter. Zuvor war der
       Text im Unterhaus des Regionalparlaments in Alaska mit einer Mehrheit
       beschlossen worden.
       
       Denali ist der indigene Name für den mehr als 6000 Meter hohen Gipfel –
       William McKinley war ein 1901 ermordeter US-Präsident. 1917 war der Berg
       nach dem Republikaner benannt worden, 2015 hatte der damalige demokratische
       US-Präsident Barack Obama den Gipfel in Denali umbenannt. Regionalpolitiker
       in Alaska hatten bereits in den 1970er Jahren gefordert, den indigenen
       Namen zu benutzen. McKinley hatte den Berg nie besucht und keinerlei
       besondere Beziehung zu dem Berg oder Alaska. (afp)
       
       ## Kanada nimmt Trumps Drohungen ernst
       
       [1][Kanada muss die umstrittenen Eingliederungspläne von US-Präsident
       Donald Trump] aus Sicht von Premierminister Justin Trudeau durchaus ernst
       nehmen. Trump wolle „unser Land aufsaugen und das ist eine Realität“, sagte
       Trudeau mehreren kanadischen Medienberichten zufolge am Freitag vor
       Unternehmern in Toronto. Als Grund für Trumps Pläne nannte Trudeau Kanadas
       Reichtum an Bodenschätzen.
       
       „Die Trump-Regierung weiß nicht nur, wie viele entscheidende Mineralien wir
       besitzen, sondern das ist vielleicht sogar der Grund, warum sie immer
       wieder davon spricht, uns einzugliedern und uns zum 51. US-Bundesstaat zu
       machen“, sagte er bei dem Wirtschaftstreffen, das als Reaktion auf die
       jüngste US-Zoll-Androhung organisiert worden war.
       
       In den vergangenen Monaten hatte Trump wiederholt von der Möglichkeit einer
       Eingliederung Kanadas in die USA gesprochen und mit „wirtschaftlicher
       Gewalt“ und Strafzöllen gedroht. Am vergangenen Wochenende hatte er dann
       Zölle in Höhe von 25 Prozent auf Waren der wichtigsten US-Handelspartner
       Kanada und Mexiko eingeführt – dann allerdings wieder ausgesetzt. Trump
       wirft Mexiko und Kanada vor, den Drogenschmuggel und die illegale Migration
       in die USA nicht zu unterbinden.
       
       Für die US-Nachbarn sind die Zölle, die ursprünglich in der Nacht zu
       Dienstag in Kraft treten sollten, besonders schmerzhaft. Wegen des
       nordamerikanischen Freihandelsabkommens sind die Volkswirtschaften der drei
       Länder eng verknüpft. Kanada kündigte umgehend Gegenzölle an.
       
       Trudeau versicherte nun, dass Ottawa weiterhin daran arbeiten werde, Trumps
       Bedenken hinsichtlich des Drogenschmuggels und der illegalen Migration
       auszuräumen. Er sagte aber auch, dass sich Kanada auf „eine möglicherweise
       schwierigere langfristige politische Situation mit den Vereinigten Staaten“
       einstellen müsse. (afp)
       
       ## US-Richter gewährt Musk Zugang zu sensiblen Daten
       
       Ein US-Bundesrichter hat der eingerichteten [2][Beratungsgruppe für
       Regierungseffizienz DOGE von Elon Musk] nicht untersagt, auf die Systeme
       des US-Arbeitsministeriums zuzugreifen. Dies ist ein erster Rückschlag für
       die Gewerkschaften der Staatsbediensteten, die sich gegen Musks Bemühungen
       wehren, die Bundesbürokratie zu verkleinern.
       
       Die vorläufige Entscheidung von Bundesrichter John Bates in Washington ist
       der erste Schritt in einer Klage einer der größten US-Gewerkschaften gegen
       das Arbeitsministerium. Die Gewerkschaft behauptet, Musk könne durch den
       Zugriff auf Regierungscomputersysteme an sensible Informationen über
       Ermittlungen gegen seine eigenen Unternehmen und Wettbewerber gelangen.
       (rtr)
       
       ## Gewerkschaften erringen vor Gericht vorläufigen Sieg über Trump
       
       Nach der Klage von zwei Gewerkschaften des Öffentlichen Dienstes gegen die
       von US-Präsident Donald Trump offenbar geplante [3][weitgehende Auflösung
       der Entwicklungshilfebehörde USAID] in den USA hat ein Bundesrichter die
       Freistellung von mehr als 2000 USAID-Mitarbeitern gestoppt. Der
       Bundesrichter in Washington entschied am Freitag, dass die geplante
       bezahlte Beurlaubung von 2200 USAID-Mitarbeitern um kurz vor Mitternacht am
       Freitag einstweilen auszusetzen sei.
       
       In ihrer am Donnerstag bei einem Bundesgericht in Washington eingereichten
       Klage hatten die Gewerkschaften AFSA und AFGE das Vorgehen der
       Trump-Regierung gegen USAID „verfassungswidrig und illegal“ genannt. Sie
       führten ins Feld, dass die Abwicklung der Behörde nicht ohne Zustimmung des
       Kongresses geschehen dürfe.
       
       Zuvor am Donnerstag hatte ein Gewerkschaftsvertreter einen Medienbericht
       der New York Times bestätigt, wonach die Zahl der USAID-Mitarbeiter von
       derzeit mehr als 10.000 auf nicht einmal 300 verringert werden soll – ein
       Abbau von 97 Prozent. Davor hatte die Behörde bereits mitgeteilt, dass ab
       Freitag fast ihr gesamtes Personal beurlaubt werden soll.
       
       Die für Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre Hilfen zuständige Behörde
       wird von Präsident Trump massiv kritisiert. Die drastischen Einschnitte
       sind Teil des Vorhabens von Trump und seines Beraters Elon Musk, die
       Behörden der US-Bundesregierung radikal zu stutzen. (afp)
       
       ## Donald Trump beschneidet Rechte von Vorgänger Joe Biden
       
       In einem drastischen Schritt hat US-Präsident Donald Trump seinem
       Amtsvorgänger Joe Biden die Sicherheitsfreigabe entzogen. „Wir widerrufen
       sofort Joe Bidens Sicherheitsfreigabe und stoppen seine täglichen
       Geheimdienstbesprechungen“, kündigte Trump am Freitag (Ortszeit) in seinem
       Onlinenetzwerk Truth Social an. Es bestehe „keine Notwendigkeit“, dass
       Biden „weiterhin Zugang zu [4][geheimen Informationen]“ erhalte. In
       Großbuchstaben fügte Trump in Anlehnung an seine frühere TV-Show „The
       Apprentice“ in Großbuchstaben hinzu: „Joe, du bist gefeuert.“
       
       Die Sicherheitsfreigabe ermöglicht es früheren US-Präsidenten, auch nach
       ihrem Ausscheiden aus dem Amt Zugang zu geheimen Regierungs- und
       Militärdokumenten zu erhalten. Darauf haben sie traditionell ein Anrecht.
       
       Trump begründete seinen Schritt auch damit, dass Biden ihm 2021 das Gleiche
       angetan habe. Nach seinem Wahlsieg über den Rechtspopulisten hatte Biden
       damals auf dessen „erratisches Verhalten“ und nach dem Angriff von
       Trump-Anhängern auf das US-Kapitol am 6. Januar 2021 verwiesen.
       
       In seinem Truth-Social-Post vom Freitag holte Trump nun seinerseits gegen
       Biden aus: Er erklärte, dass man Biden bei Geheimdienstinformationen „nicht
       trauen könne“. Der Entzug der Sicherheitsfreigabe gelte „ab sofort“. Dabei
       berief sich der republikanische Präsident auch auf den Bericht eines
       Sonderermittlers in der Affäre um die Aufbewahrung geheimer Dokumente, die
       im Haus seines demokratischen Vorgängers gefunden worden waren. (afp)
       
       ## Musk jetzt auch zuständig für Budgetüberprüfung im Pentagon
       
       Im Rahmen seiner Pläne zum radikalen Stellenabbau in den Bundesbehörden der
       USA hat US-Präsident Donald Trump seinen [5][Berater Elon Musk] nach
       eigenen Worten auch mit der Überprüfung der Ausgaben des
       US-Verteidigungsministeriums beauftragt. „Ich habe ihn angewiesen, die
       Bildung zu überprüfen, das Pentagon zu überprüfen, also das Militär“, sagte
       Trump am Freitag auf die Frage von Journalisten im Weißen Haus, ob auch die
       Verteidigung zum Aufgabenbereich des für Kosten- und Personalreduzierungen
       zuständigen Beraters Musk gehörten.
       
       Alles sei „ertragreich“ für die Arbeit des Tech-Milliardärs, führte Trump
       aus. Musk habe „eine Gruppe hochqualifizierter Leute“, die „wissen, was sie
       tun“.
       
       Auf die Frage, ob es auch Grenzen für Musks Zugang zu Bundesbehörden gebe,
       erwiderte Trump: „Vielleicht die Bereiche mit sehr hoher Sicherheit.“
       
       Der Haushaltsentwurf des US-Verteidigungsministeriums beläuft sich für
       dieses Jahr auf 850 Milliarden Dollar (819 Milliarden Euro). Damit haben
       die USA mit Abstand die höchsten Verteidigungsausgaben der Welt. Angesichts
       der starken Unterstützung für die Truppen in der US-Bevölkerung besteht
       unter Demokraten und Republikanern jedes Jahr Konsens über eine Erhöhung
       des Pentagon-Budgets.
       
       Musk steht selbst in Geschäftsbeziehungen mit dem Pentagon. Sein
       Unternehmen SpaceX etwa schickt Militärsatelliten ins All, bringt
       Astronauten zur Raumstation ISS und ist auf vielfältige Weise mit dem
       Pentagon und der Nasa verflochten. Das Weiße Haus versichert bislang
       jedoch, dass der Unternehmer im Fall eines möglichen Interessenskonfliktes
       seine Tätigkeit für die Regierung ruhen lassen werde. (afp)
       
       ## Trump entlässt Leiterin des Nationalarchivs
       
       US-Präsident Donald Trump hat nach Angaben des Präsidialamts für
       Personalangelegenheiten die Leiterin des Nationalarchivs entlassen. Der
       Schritt entspricht einem Versprechen, das der Republikaner vor seinem
       Amtsantritt am 20. Januar gegeben hatte. Der Archivar ist für die Aufsicht
       über Regierungsdokumente verantwortlich und leitet das Nationalarchiv.
       
       Trump hatte die Behörde wiederholt kritisiert, nachdem sie Anfang 2022 das
       Justizministerium auf Trumps Umgang mit Geheimdokumenten aufmerksam gemacht
       hatte. Das FBI durchsuchte schließlich Trumps Anwesen in Florida. In diesem
       Zusammenhang wurde gegen den Ex-Präsidenten Anklage erhoben. (rtr)
       
       ## Trump lässt Fördermittel für Landwirte einfrieren
       
       Das US-Landwirtschaftsministerium hat einige Fördermittel für Landwirte
       eingefroren. Dies geschah trotz Zusicherungen der Trump-Regierung,
       Programme zur Unterstützung von Landwirten von der
       Regierungsumstrukturierung auszuschließen. Landwirte hatten bei den letzten
       drei Präsidentschaftswahlen überwältigend für Trump gestimmt. Seine erste
       Amtszeit hatte ihnen Rekordeinnahmen von rund 217 Milliarden Dollar
       beschert, einschließlich Erntehilfen, Katastrophen- und Hilfsprogramme.
       (rtr)
       
       ## Donald Trump will Kennedy Center übernehmen
       
       US-Präsident Donald Trump will mehrere Mitglieder des Verwaltungsrats des
       Kennedy Centers in Washington mit sofortiger Wirkung abberufen. „Wir werden
       bald einen neuen Verwaltungsrat mit einem großartigen Vorsitzenden
       bekanntgeben: Donald J. Trump!“, erklärt Trump in einem Beitrag in den
       sozialen Medien. Das John F. Kennedy Center for the Performing Arts in
       Washington ist die offizielle Residenz des National Symphony Orchestra und
       der Washington National Opera. In dem Zentrum finden jedes Jahr mehr als
       2000 Veranstaltungen statt. (rtr)
       
       ## USA schiebt weiter nach Brasilien ab
       
       In Brasilien ist am Freitag ein weiteres Flugzeug mit aus den USA
       abgeschobenen Migranten eingetroffen. Wie ein AFP-Reporter bestätigte,
       landete die zivile Maschine am Freitag in Fortaleza in Nordosten des
       Landes. Aus brasilianischen Regierungskreisen hieß es, dass an Bord des im
       US-Bundesstaat Louisiana gestarteten Flugzeuges 111 Passagiere seien. Bei
       allen handelt es sich demnach um brasilianische Staatsbürger.
       
       Das erste Flugzeug mit abgeschobenen Brasilianern seit dem Amtsantritt von
       US-Präsident Donald Trump war Ende Januar in Brasilien angekommen. Die
       brasilianische Regierung hatte dabei die „Missachtung der Grundrechte“ der
       88 durch die USA abgeschobenen Brasilianer verurteilt, die während des
       Abschiebeflugs mit Handschellen gefesselt worden seien.
       
       Nach seiner Rückkehr ins Weiße Haus hatte Trump eine [6][Reihe von
       Maßnahmen zur Ausweisung von illegal eingereisten Migranten] angeordnet,
       darunter Razzien, Festnahmen, Abschiebungen und die Stationierung von
       Soldaten an der Grenze zu Mexiko.
       
       Allerdings erfolgten die bisher eingetroffenen Flüge laut brasilianischen
       Regierungskreisen im Rahmen einer Vereinbarung mit Washington aus dem Jahr
       2017. Diese habe im Laufe der Jahre zu zahlreichen Abschiebungen geführt,
       hieß es.
       
       Laut Statistik der Bundespolizei kamen zwischen 2020 und 2024 94 Flüge mit
       mehr als 7500 Abgeschobenen aus den Vereinigten Staaten in Brasilien an.
       Behörden zufolge richtete Brasilien in dieser Woche eine Arbeitsgruppe mit
       US-Vertretern ein, um eine „humane Aufnahme“ der Abgeschobenen zu
       gewährleisten. (afp)
       
       ## Donald Trump erlässt Sanktionen gegen Südafrika
       
       US-Präsident Donald Trump hat per Dekret Sanktionen gegen Südafrika wegen
       eines bereits zuvor von ihm scharf kritisierten Gesetzes zur Landenteignung
       angeordnet. Das Gesetz erlaube es der südafrikanischen Regierung,
       „landwirtschaftlichen Besitz von Angehörigen der ethnischen Minderheit“ des
       Landes, „ohne Entschädigung zu beschlagnahmen“, erklärte Trump am Freitag
       in dem Dekret. Er begründete die Strafmaßnahmen zudem mit Südafrikas
       „Völkermord“-Klage gegen den engen Verbündeten Israel wegen seiner
       Kriegsführung im Gazastreifen sowie den verstärkten Beziehungen des Landes
       zum Iran.
       
       Konkret ordnete Trump an, sämtliche Finanzmittel für Südafrika
       einzufrieren, solange die südafrikanische Regierung „ihre ungerechten und
       unmoralischen Praktiken“ fortsetze. Er sicherte zudem zu, „die Umsiedlung“
       von Personen zu unterstützen, die meinen, „Opfer ungerechter
       Rassendiskriminierung“ geworden zu sein. Welche Hilfen im Einzelnen
       betroffen sind, sagte Trump zunächst nicht.
       
       Der Republikaner bezog sich insbesondere auf ein vom südafrikanischen
       Präsidenten Cyril Ramaphosa im vergangenen Monat unterzeichnetes Gesetz zur
       Landenteignung. Das Gesetz sieht vor, dass die Regierung unter bestimmten
       Umständen keine Entschädigung leisten muss für Eigentum, das im
       öffentlichen Interesse enteignet werden soll. Aus Trumps Sicht ist das
       Gesetz diskriminierend, da es nach seiner Meinung die Beschlagnahme von
       Farmland weißer Farmer erlaubt.
       
       Landbesitz ist in Südafrika ein umstrittenes Thema. Drei Jahrzehnte nach
       dem Ende der Apartheid befindet sich der Großteil des Ackerlandes immer
       noch im Besitz weißer Südafrikaner. Bemühungen, diese Ungleichheit zu
       beseitigen, wurden von Konservativen kritisiert, darunter auch von dem in
       Südafrika geborenen Trump-Berater Elon Musk. Der Tech-Milliardär warf
       Südafrika in seinem Onlinedienst X vor, „offen rassistische
       Eigentumsgesetze“ zu haben.
       
       Nach Angaben der südafrikanischen Regierung erlaubt das Gesetz den Behörden
       nicht, Eigentum willkürlich zu enteignen. Sie müssten zuerst versuchen,
       sich mit dem Eigentümer zu einigen. Die US-Vorwürfe weist Ramaphosas
       Regierung zurück.
       
       Trump hatte sich zuletzt einen [7][Schlagabtausch mit Ramaphosa geliefert].
       Bereits Anfang Februar drohte er damit, Gelder für das Land zu kürzen.
       Ramaphosa erklärte daraufhin, dass die US-Regierung Südafrika abgesehen von
       Hilfsgeldern zur Bekämpfung von HIV und Aids keine nennenswerten
       Finanzmittel bereitstelle. Am Donnerstag erklärte Ramaphosa dann in seiner
       jährlichen Rede zur Lage der Nation, dass sein Land „sich nicht
       einschüchtern lassen“ werde.
       
       Als weiteren Grund für die Sanktionen führte Trump am Freitag Südafrikas
       Vorgehen gegen Israel sowie Pretorias enge Beziehungen zu Israels Erzfeind
       Iran an. Die Vereinigten Staaten könnten die südafrikanische Regierung
       „nicht unterstützen, wenn sie Rechtsverletzungen in ihrem Land begeht oder
       die Außenpolitik der Vereinigten Staaten untergräbt“, hieß es dazu in dem
       Dekret.
       
       Trumps Außenminister Marco Rubio hatte bereits am Mittwoch erklärt, dass er
       nicht an dem Treffen der Außenminister der G20-Staaten in zwei Wochen im
       südafrikanischen Johannesburg teilnehmen werde. Er warf Südafrika vor, eine
       „anti-amerikanische“ Agenda zu verfolgen und „sehr schlechte Dinge“ zu tun.
       
       Der Internationale Gerichtshof (IGH) in Den Haag prüft derzeit eine von
       Südafrika eingereichte Klage, die Israel einen angeblichen „Völkermord“ im
       Gazastreifen vorwirft. Israel, die USA und die Bundesregierung halten dies
       für unbegründet. Israel weist den Vorwurf zurück und betont, dass sich das
       militärische Vorgehen seiner Armee gezielt gegen die radikalislamische
       Hamas im Gazastreifen richte. (afp)
       
       ## Donald Trump will Waffenbesitz erleichtern
       
       US-Präsident Donald Trump will strengere Waffenregelungen im Land auf den
       Prüfstand stellen. Der Republikaner wies seine Justizministerin Pam Bondi
       an, innerhalb von 30 Tagen alle Maßnahmen der Regierung seit Januar 2021 zu
       überprüfen, die möglicherweise das Recht auf Waffenbesitz einschränkten.
       
       Es sollen insbesondere Regulierungen und Waffenkategorisierungen untersucht
       werden. „Das Recht, Waffen zu besitzen und zu tragen, darf nicht angetastet
       werden, da es die Grundlage für die Wahrung aller anderen Rechte der
       Amerikaner ist“, heißt es in Trumps Anordnung.
       
       In den USA gehört tödliche Schusswaffengewalt zum Alltag. Pistolen und
       Waffen größerer Kaliber sind nicht nur leicht zugänglich, sondern auch
       millionenfach im Umlauf. Besonders folgenschwere Angriffe entfachen immer
       wieder Debatten über eine Verschärfung des Waffenrechts. Doch konkrete
       Fortschritte blieben bislang aus – vor allem aufgrund des Widerstands der
       Republikaner und der finanziell einflussreichen Waffen-Lobby, die seit
       Jahren Reformen blockieren. (dpa)
       
       ## Trump droht Japan mit Importzöllen
       
       US-Präsident Donald Trump hat bei einem Treffen mit dem japanischen
       Ministerpräsidenten Shigeru Ishiba in Washington [8][Importzölle
       angedroht]. Auf die Frage, ob Zölle folgen würden, wenn bei der
       Handelsbilanz zwischen beiden Ländern die von Trump geforderte „Gleichheit“
       nicht erreicht werde, sagte der Präsident am Freitag im Weißen Haus: „Ja“.
       Trump sagte zudem, der japanische Stahlkonzern Nippon Steel werde in US
       Steel investieren, statt das Unternehmen wie zunächst geplant zu
       übernehmen.
       
       Ishiba ist nach dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu der
       zweite ausländische Regierungschef, den Trump seit seinem Amtsantritt
       empfing. Der japanische Ministerpräsident kündigte an, sein Land werde
       seine Investitionen in den USA noch erhöhen. Tokio ist ein wichtiger
       Verbündeter Washingtons gegen China und Nordkorea. In Japan sind rund
       54.000 Angehörige des US-Militärs stationiert.
       
       Trumps Vorgänger Joe Biden hatte die Übernahme von US Steel durch Nippon
       Steel Anfang des Jahres blockiert. Trump hatte diese Entscheidung zunächst
       befürwortet. Am Freitag sagte Trump unter Verweis auf den japanischen
       Autobauer Nissan, wobei er aber offenbar Nippon Stell meinte, „sie werden
       eher über eine Investition nachdenken als über einen Kauf“.
       
       Der US-Präsident kündigte zudem an, Japan werde Flüssiggas in
       „Rekord“-Umfang aus den USA beziehen. Er habe sich mit Ishiba auf
       zusätzliche Zusammenarbeit verständigt, um der „chinesischen
       wirtschaftlichen Aggression“ entgegenzuwirken.
       
       Ishiba und Trump verurteilten China für dessen „provokativen Aktivitäten“
       im umstrittenen Südchinesischen Meer. Die beiden hätten ihren
       „entschiedenen Widerstand gegen die unrechtmäßigen maritimen Ansprüche“
       Chinas sowie „die Militarisierung der von ihm beanspruchten Gebiete“
       bekräftigt, hieß es in einer gemeinsamen Erklärung nach dem Treffen.
       
       China reklamiert fast das gesamte Südchinesische Meer für sich.
       Gleichzeitig erheben aber auch die Philippinen, Brunei, Indonesien,
       Malaysia und Vietnam Anspruch auf Teile des strategisch und wirtschaftlich
       wichtigen Seegebiets. (afp)
       
       8 Feb 2025
       
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