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       # taz.de -- Doku über StudiVZ: Gruscheln und Gruppen gründen
       
       > Ein NDR-Film erzählt von Aufstieg und Fall der Plattform StudiVZ. Ihr
       > umstrittener Gründer spielt dabei keine ganz glückliche Rolle.
       
   IMG Bild: Die 3 vom StudiVZ: die Gründer Ehssan Dariani, Dennis Bemmann, Michael Brehm in Berlin, 2006
       
       Gruscheln, was war das noch mal? Eine Mischung aus Grüßen und Kuscheln? Auf
       jeden Fall ein komisches Wort für eine komische Funktion auf StudiVZ, mit
       der man andere unverbindlich kontaktieren konnte.
       
       Wer der Generation der Millennials angehört, reist jetzt womöglich schon
       down memory lane. Zurück in die Studienzeit Mitte der 2000er, als die
       peinlichen Fotos der WG-Party am nächsten Tag im ersten erfolgreichen
       deutschen Social Network landeten.
       
       Eine [1][NDR-Doku von Zapp] zeichnet den schnellen Auf- und [2][Abstieg von
       StudiVZ] nach. Mit eingespielten Bildern und Musik aus der Zeit versucht
       der Film, die Stimmung Anno 2006 einzufangen. 17 Millionen Accounts – etwa
       die Hälfte der Internetnutzer:innen in Deutschland – zählten die
       Plattform und ihre Ableger SchülerVZ und MeinVZ in der Hochphase.
       
       Die Doku blickt dabei auf das [3][Gründerteam vom StudiVZ], besonders auf
       den halbseidenen Ehssan Dariani. Inspiriert von Facebook, hob er seine
       Plattform in einem Start-up-Büro aus der Taufe. Hochintelligent und
       schwierig im Umgang, so wird Dariani beschrieben. Auf Partys interviewte er
       betrunkene Frauen, die er dann aus Promozwecken im Netz bloßstellte.
       Dariani äußert sich in der Doku selbst seit Langem wieder, und liefert ein
       Mea Culpa.
       
       ## 5 bis 6 Prozent von Facebook
       
       Apropos schwieriger Umgang mit Frauen: 2006 reiste Dariani nach San
       Francisco und traf den Gründer der
       Wir-bewerten-das-Aussehen-von-Chicks-Plattform Facebook. Mark Zuckerberg
       wollte StudiVZ damals kaufen und bot im Gegenzug 5 bis 6 Prozent von
       Facebook, was Dariani heute zum Multimilliardär gemacht hätte.
       
       Doch der schlug aus und verkaufte die Plattform stattdessen an den
       Holtzbrinck Verlag. Es war der Anfang vom Ende. Zuerst für Dariani, der
       bald gefeuert wird, aber auch für StudiVZ, das [4][noch Jahre lang vor sich
       hin dümpelt], während Facebook den Markt schluckt. 2022 erfolgte der
       Gnadenschuss – seitdem hat es sich wirklich ausgegruschelt.
       
       17 Feb 2025
       
       ## LINKS
       
   DIR [1] https://www.ardmediathek.de/video/gruschel-mich-die-studivz-story/gruschel-mich-die-studivz-story/ndr/Y3JpZDovL25kci5kZS9wcm9wbGFuXzE5NjM3NDkwMV9nYW56ZVNlbmR1bmc
   DIR [2] /StudiVZ-wird-abgeschaltet/!5841671
   DIR [3] /StudiVZ-Gruender-zieht-Bilanz/!5446189
   DIR [4] /Facebook-Klon-hat-neues-Konzept/!5110958
       
       ## AUTOREN
       
   DIR Leon Holly
       
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