# taz.de -- Twitter-Aktienkäufe nicht gemeldet: Klage gegen Elon Musk wegen Twitter-Übernahme
> Die US-Börsenaufsicht will, dass der Tech-Milliardär 150 Millionen
> US-Dollar zurückzahlt. Musk will sich dagegen wehren.
IMG Bild: X-Eigentümer Elon Musk auf einer Gala in Mar-A-Lago, Palm Beach, Mitte November 2024
Berlin taz | Die US-Börsenaufsicht SEC verklagt [1][Elon Musk] wegen
Verstöße gegen Wertpapiergesetze. Diese wirft dem Tech-Milliardär und
Berater von Donald Trump vor, dass er seine [2][Beteiligung bei Twitter]
(heute X) von über 5 Prozent zu spät gemeldet hat. Er soll dadurch um 150
Millionen US-Dollar günstiger weggekommen sein.
Bereits am 14. März 2022 soll Musk über 5 Prozent der Twitter Aktien
besessen haben. Er meldete jedoch erst 11 Tage nach Fristablauf, am 4.
April 2022, dass er dann schon 9 Prozent der Twitter-Aktien besaß. Diese
gewannen danach um 27 Prozent an Wert.
Durch die fehlende Meldung gelang es Musk, Twitter-Aktien zu künstlich
niedrigen Preisen zu kaufen, so die Anklage. Die SEC verlangt nun, dass
geschädigte Aktienhändler ihr Geld zurückerhalten und Musk eine zusätzliche
Strafe zahlt.
Möglich ist allerdings, dass die Anklage fallen gelassen wird, da der
republikanische Anwalt Paul Atkins die Behörde zum Amtsantritt von Donald
Trump übernimmt. Der bisherige Chef, Gary Gensler, hat angekündigt, sein
Amt niederzulegen. Musk selbst wehrte sich gegen die Vorwürfe. Noch im
Dezember schrieb er auf X, die SEC verrichte „politische Drecksarbeit“.
Sein Anwalt Alex Spiro nannte den Prozess eine „Farce“. (mit rtr)
15 Jan 2025
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