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       # taz.de -- Jugendorganisation der extrem Rechten: AfD-Spitze erwägt Trennung von „Junger Alternative“
       
       > Der Bundesvorstand der Partei spricht sich dafür aus, die
       > Jugendorganisation abzuspalten. Diese ist bisher relativ unabhängig – und
       > gilt als gesichert rechtsextrem.
       
   IMG Bild: Seite an Seite, hier bei einer Demo in Mannheim: Die Junge Alternative gilt als noch radikaler als die AfD selbst
       
       Berlin dpa | Die AfD-Spitze treibt Pläne für eine Trennung von der
       AfD-Nachwuchsorganisation JA („Junge Alternative“) und die Gründung einer
       neuen Organisation voran. Der Bundesvorstand sprach sich für eine
       entsprechende Änderung der AfD-Satzung aus, wie der Deutschen
       Presse-Agentur aus Parteikreisen bestätigt wurde. Das Redaktionsnetzwerk
       Deutschland (RND) hatte zuvor berichtet.
       
       Schon länger gibt es in [1][der AfD] Erwägungen, eine neue Organisation
       nach dem Modell der Jungsozialisten („Jusos“) bei der SPD zu etablieren. Es
       ist kein Geheimnis, dass es in der AfD-Spitze [2][Unmut über die JA gibt].
       Der Verfassungsschutz hat sie [3][als gesichert rechtsextremistische
       Bestrebung eingestuft.] „Die konnten machen, was sie wollten“, sagte ein
       hochrangiges Parteimitglied der dpa. Es gehe allerdings nicht um eine
       Auflösung. Dies könne die AfD gar nicht beschließen, hieß es weiter.
       
       Denn die JA ist relativ unabhängig. Aktuell müssen Mitglieder – bis auf die
       Vorstände – nicht gleichzeitig in der AfD sein. Das „Juso“-Modell, über das
       gesprochen wird, würde, wie JA-Chef Hannes Gnauck vor einigen Monaten
       bereits erläutert hatte, bedeuten, dass jedes AfD-Mitglied unter 36 Jahren
       automatisch auch Mitglied der Nachwuchsorganisation wäre. Die stärkere
       Verknüpfung würde mehr Durchgriff von oben ermöglichen, etwa bei
       Ordnungsmaßnahmen wie Parteiausschlussverfahren.
       
       Mit dem Beschluss des Bundesvorstands ist es aber nicht getan. Da die JA
       laut AfD-Satzung „die offizielle Jugendorganisation der Alternative für
       Deutschland“ ist, bräuchte es für die Trennung von der JA und die
       Eingliederung einer neuen Organisation in die AfD eine Satzungsänderung.
       Eine solche müsste auf einem Parteitag mit einer Zweidrittelmehrheit
       beschlossen werden.
       
       3 Dec 2024
       
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