URI:
       # taz.de -- Ladenetz für E-Autos ausgebaut: Viele neue Stromtanken
       
       > Der Ausbau der Ladeinfrastruktur für Elektroautos geht voran.
       > Mittlerweile gibt es mehr als 145.000 öffentliche Ladepunkte für
       > Batteriefahrzeuge.
       
   IMG Bild: Mehr öffentliche Lademöglichkeiten trotz vorerst eingebrochenem Absatz bei E-Autos
       
       Berlin dpa/taz | Die Zahl [1][der öffentlichen Lademöglichkeiten für
       E-Autos in Deutschland] wächst zügig. Binnen eines Jahres ist sie um rund
       45.000 gestiegen, wie der Verband der Automobilindustrie (VDA) errechnet
       hat. Das ist schneller als vor einem Jahr. Zum Stichtag am 1. Juli kamen
       damit 17,3 rein batteriebetriebene Autos oder Plug-in-Hybride auf eine
       Ladesäule. Ein Jahr zuvor hatte der Verband noch einen Wert von rund 21
       errechnet. Laut Kraftfahrt-Bundesamt waren in Deutschland zur Jahresmitte
       2,48 Millionen rein batteriebetriebene Elektroautos und Plug-in-Hybride
       zugelassen.
       
       Die genauen Wachstumszahlen [2][der Ladesäulen] zu bestimmen, ist
       allerdings schwierig, da es im Verzeichnis der Bundesnetzagentur sehr viele
       Nachmeldungen gibt. Der VDA hat für seine Berechnungen alte
       Vergleichszahlen ohne die seither erfolgten Nachmeldungen herangezogen, um
       die Vergleichbarkeit zu verbessern.
       
       Zum 1. Juli gab es laut VDA 142.793 öffentlich zugängliche Ladepunkte. Zum
       1. September laut Bundesnetzagentur sogar 145.857 – darunter 31.063
       Schnelllader mit einer Leistung von mindestens 22 Kilowatt. Diese Zahlen
       werden voraussichtlich noch durch Nachmeldungen steigen. Rein rechnerisch
       am besten mit Ladestationen versorgt sind Elektroautos in Sachsen,
       Mecklenburg-Vorpommern und Thüringen. Dort kommen laut VDA 11,8,
       beziehungsweise 11,9 und 12,0 Elektroautos auf einen Ladepunkt. Ihr gutes
       Abschneiden in dieser Kategorie verdanken die Länder allerdings auch der
       Tatsache, dass sie beim Anteil von Elektroautos zu den Schlusslichtern in
       Deutschland gehören. Die schlechtesten Quoten finden sich im Saarland mit
       24,3 Stromern pro Ladepunkt und Rheinland-Pfalz mit 21,7.
       
       Der [3][VDA sieht weiter großen Handlungsbedarf] beim Ausbau der
       Ladeinfrastruktur; diese sei ein wesentlicher Schlüsselfaktor, um die
       Menschen zum Umstieg auf E-Mobilität zu bewegen, sagt Verbands-Präsidentin
       Hildegard Müller. Die Bundesregierung hat im Koalitionsvertrag das Ziel
       festgeschrieben, dass bis 2030 mindestens 15 Millionen reine E-Autos in
       Deutschland zugelassen sein sollen. Nachdem sie Ende vergangenen Jahres
       über Nacht den Zuschuss für eine Anschaffung gekürzt hat, ist der Absatz
       eingebrochen.
       
       6 Nov 2024
       
       ## LINKS
       
   DIR [1] /Einbruch-bei-Neuzulassungen-von-E-Autos/!5964874
   DIR [2] /Studie-ueber-Elektromobilitaet/!6003200
   DIR [3] https://www.vda.de/de/presse/Pressemeldungen/2024/241106_PM_VDA-E-Ladenetz-Ranking_07_2024
       
       ## TAGS
       
   DIR Auto-Branche
   DIR Strom
   DIR Social-Auswahl
   DIR Auto-Lobby
   DIR Elektromobilität
   DIR Schwerpunkt Klimawandel
   DIR Verkehrswende
   DIR Verkehrswende
       
       ## ARTIKEL ZUM THEMA
       
   DIR Klimaneutralität in Europa: Deutschland ist zu langsam
       
       Die Vorreiter Dänemark und Norwegen zeigen laut einer Studie, wie man
       klimaneutral werden kann. Deutschland hinkt in allen Bereichen hinterher.
       
   DIR Koalitionsvertrag unter der Lupe: Langsame Verkehrswende
       
       Die Regierung bleibt hinter ihren Versprechen zur Mobilität zurück,
       kritisieren Verbände. Wichtige Maßnahmen würden noch immer fehlen.
       
   DIR Studie über Elektromobilität: EU hat viele Ladestellen für E-Autos
       
       Deutschland hat die EU-Zielvorgaben für den Ausbau von Ladestationen für
       elektrische Fahrzeuge übererfüllt. Auch viele andere Länder stehen gut da.