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       # taz.de -- Studie übers Heizen: Sparsamer, aber immer noch fossil
       
       > Verbraucher drehen die Heizungen seltener voll auf. Das liegt mit an der
       > Erderhitzung – und führt dazu, dass die Emissionen nicht weiter steigen.
       
   IMG Bild: Sparsam auf 3
       
       Berlin dpa/taz | Die Bewohner von Mehrfamilienhäusern haben nach den
       zeitweise massiven Energiepreisanstiegen im vergangenen Jahr deutlich
       sparsamer geheizt. Wie aus einer vom Energiedienstleister techem
       veröffentlichten Auswertung hervorgeht, nahm der sogenannte
       Endenergieverbrauch 2023 bereinigt um Witterungseffekte im Vergleich zu
       2021 um etwa 9 Prozent ab.
       
       Damit ist die Energie gemeint, die für Heizung, Warmwasserbereitung und als
       Strom ins Gebäude eingespeist wird. „Seit Beginn unserer Erhebungen im Jahr
       2011 hat es noch nie so einen niedrigen Verbrauch von Heizenergie gegeben“,
       sagte Joachim Klein, Experte für Energie- und CO2-Kennzahlen bei techem.
       
       Die [1][Treibhausgasemissionen von Wohnungen] sind dennoch auf hohem Niveau
       – aber zumindest durch das sparsame Heizverhalten nicht weiter gestiegen.
       Die Autoren der Studie begründeten das anhaltende Niveau mit Veränderungen
       beim Transport fossiler Energieträger.
       
       Deutlich wird das [2][am Beispiel von Erdgas], mit dem gut die Hälfte der
       Fläche der Wohnungen in Mehrfamilienhäusern beheizt wird. Gelange es durch
       Pipelines nach Deutschland, entstünden geringere Emissionen als beim
       Flüssiggas, das mit Schiffen beispielsweise aus den USA nach Europa
       beziehungsweise Deutschland gebracht wird, erläuterten die Autoren der
       Studie.
       
       Im Schnitt stießen die [3][Nutzer einer Mehrfamilienhauswohnung] im Jahr
       2023 insgesamt 1,92 Tonnen CO2 alleine durch die Erzeugung von Wärme zur
       Raumheizung (1,55 Tonnen) sowie für die Trinkwasser-Erwärmung (0,37 Tonnen)
       aus. Damit blieben die Emissionen etwa auf Vorjahresniveau. Zusammen mit
       den Emissionen durch den Verbrauch von Haushaltsstrom von im Mittel 1,1
       Tonnen belief sich der Ausstoß einer Wohnung 2023 auf durchschnittlich 3
       Tonnen Treibhausgase.
       
       10 Oct 2024
       
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