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       # taz.de -- „Müssen uns an Jüngere richten“
       
       > Angelika Rix engagiert sich bei den Omas gegen rechts in Potsdam
       
   IMG Bild: Foto: privat
       
       „Ich war am Sonntagabend zu Hause und habe die Wahlergebnisse mit meinem
       Mann vor dem Fernseher geguckt. Bei der ersten Prognose war ich
       erleichtert, aber das hat sich dann in Traurigkeit und Frustration
       gewandelt. Die AfD ist nicht stärkste Kraft, was ein Erfolg ist. Aber es
       ist eine Katastrophe, dass so viele Parteien aus dem Landtag ausgeschieden
       sind. Es gibt keine wirkliche Auswahl für Koalitionen unter Ausschluss der
       AfD.
       
       Mit den Omas gegen rechts müssen wir uns viel mehr an jüngere Leute
       richten. Bisher haben wir in unserer Kommunikation vor allem ältere
       Menschen angesprochen. Seit zwei Wochen sind wir bei Tiktok, von so was
       brauchen wir noch viel mehr. Außerdem müssen wir uns überlegen, wie wir
       junge Leute auf dem Land ansprechen. Wir sind hier in Potsdam in einer
       Blase. Hier bekommen wir viel positives Feedback von jungen Leuten, aber
       die denken anders als die jungen Menschen auf dem Land. Wir können nicht
       einfach übertragen, was sie fühlen und denken.
       
       Ich habe gelesen, dass bei jungen Leuten die AfD zwar stärkste Kraft ist,
       aber die Kleinstparteien auch sehr hohe Zustimmungswerte haben. Das macht
       mir große Hoffnung. Die jungen Leute denken diverser. Bei den älteren bin
       ich ein bisschen ratlos. Wir waren mit den Omas gegen rechts vor den Wahlen
       das erste Mal außerhalb von Potsdam in Brandenburg unterwegs. Da haben
       gerade junge Familien mit kleinen Kindern sehr negativ auf uns reagiert.
       Das hat mich erschrocken, weil ich das so aus Potsdam nicht kenne.“
       
       Protokoll: Louise Ringel
       
       24 Sep 2024
       
       ## AUTOREN
       
   DIR Louise Ringel
       
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