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       # taz.de -- Größter Deal in der Geschichte der DB: Bahn verkauft Logistik-Tochter
       
       > Der dänische Konzern DSV übernimmt Schenker. Die Bahn baut mit dem Erlös
       > Schulden ab. Ihr Aufsichtsrat und der Bund müssen noch zustimmen.
       
   IMG Bild: Bald ohne DB: Die Bahn verkauft ihre Logistik-Tochter Schenker
       
       Berlin afp | Die [1][Deutsche Bahn] hat den Verkauf ihrer profitablen
       Logistiktochter Schenker an den dänischen Konzern DSV besiegelt. Der
       Vorstand habe am Freitag einen entsprechenden Vertrag zur Veräußerung von
       Schenker an den dänischen Logistikkonzern unterzeichnet, teilte die Bahn am
       Morgen mit. DSV zahlt demnach 14,3 Milliarden Euro, inklusive der bis zum
       Vollzug des Geschäfts erwarteten Zinsen ergibt sich ein Gesamtverkaufswert
       von 14,8 Milliarden Euro.
       
       „Der Verkaufserlös soll vollständig im DB-Konzern verbleiben und [2][wird
       die Verschuldung deutlich reduzieren]“, teilte die Bahn weiter mit. Der
       Transaktion müssen noch der Aufsichtsrat der Bahn sowie auch der Bund
       zustimmen, ein Abschluss wird „im Laufe des Jahres 2025 erwartet“.
       
       Der Verkauf von Schenker sei „die größte Transaktion in der Geschichte der
       DB und ermöglicht unserer Logistiktochter eine klare Wachstumsperspektive“,
       erklärte Konzernchef Richard Lutz zu dem Geschäft. Die Bahn könne sich nun
       mehr auf ihr Kerngeschäft konzentrieren, [3][vor allem die
       Schieneninfrastruktur in Deutschland]. Zentrale Funktionen bei Schenker
       sollen demnach erhalten bleiben, auch am Standort in Essen.
       
       Der Chef des dänischen Logistikkonzerns, Jens Lund, lobte das Geschäft als
       „strategischen Zusammenschluss mit erheblichen Investitionen in die
       Wettbewerbsfähigkeit“. Das werde langfristiges Wachstum sichern und
       nachhaltige Arbeitsplätze in Deutschland schaffen.
       
       Auch DSV in Dänemark bestätigte das Geschäft. Zusammen kommen die beiden
       Unternehmen auf einen Umsatz von fast 40 Milliarden Euro und beschäftigen
       rund 147.000 Menschen.
       
       13 Sep 2024
       
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