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       # taz.de -- Yacht-Unglück vor Sizilien: Milliardär Lynch tot geborgen
       
       > Nach dem Untergang der „Bayesian“ vor Sizilien sind nahezu alle
       > Todesopfer identifiziert. Nach der Tochter des Tech-Unternehmers wird
       > noch gesucht.
       
   IMG Bild: Der britische Technologiemagnat Mike Lynch im Jahr 2019 in London
       
       Palermo dpa | Nach drei Tagen Suche besteht nun Gewissheit: Beim Untergang
       einer Luxusyacht vor der italienischen Mittelmeerinsel [1][Sizilien] ist
       auch der britische Milliardär Mike Lynch ums Leben gekommen. Der Leichnam
       des 59-jährigen Unternehmers wurde von Spezialtauchern aus dem gesunkenen
       Segelboot an die Oberfläche gebracht.
       
       Gesucht wird nach Angaben der Rettungskräfte jetzt nur noch nach seiner 18
       Jahre alten Tochter. Insgesamt kamen bei dem Unglück am Montag sieben
       Menschen ums Leben, darunter zwei mit Lynch befreundete Ehepaare. Der
       Milliardär wollte mit der Segeltour einen Freispruch vor Gericht feiern.
       
       Der genaue Hergang des Unglücks ist bis heute nicht geklärt. Offensichtlich
       wurden Crew und Gäste vor dem Hafen von Porticello unweit der
       Inselhauptstadt Palermo von der Heftigkeit eines aufziehenden Unwetters
       überrascht. Die „Bayesian“ befand sich nur etwa eine halbe Seemeile – etwa
       900 Meter – entfernt vom Ufer.
       
       Vermutet wird, dass die 56 Meter lange Yacht von einer Monsterwelle erfasst
       wurde und nicht stabil genug im Wasser lag. Angeblich sank sie innerhalb
       von 60 Sekunden. Spekuliert wird über eine offen gelassene Luke oder ein
       falsch eingestelltes Schwert am Rumpf, mit dem der Tiefgang des Schiffes
       reguliert werden kann.
       
       ## Hintergrund zu Mike Lynch
       
       Mit Blick auf den Gründer von Microsoft wurde der Tech-Unternehmer in
       seiner Heimat gern als „britischer Bill Gates“ bezeichnet. [2][Lynch hatte
       die Softwarefirma Autonomy 2011 für elf Milliarden US-Dollar (aktuell fast
       zehn Milliarden Euro) an Hewlett-Packard verkauft] – eines der schlimmsten
       Übernahme-Debakel im [3][Silicon Valley].
       
       Lynch und der frühere Finanzmanager Steve Chamberlain sollen den US-Konzern
       über den Zustand ihres Unternehmens getäuscht haben. Ein
       Geschworenengericht sprach die beiden jedoch frei. Chamberlain wurde vor
       wenigen Tagen beim Joggen tödlich von einem Auto erfasst.
       
       22 Aug 2024
       
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