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       # taz.de -- Deutsche Bahn: Geschätzte Fahrpläne
       
       > Die Kund:innen der Bahn leiden darunter, dass in den vergangenen Jahren
       > zu wenig investiert wurde. Jetzt könnten sogar die Ticketpreise steigen.
       
   IMG Bild: Die Deutsche Bahn arbeitet weiter hart daran, ihrem Ruf gerecht zu werden
       
       Berlin taz | Die Pünktlichkeit der Deutschen Bahn lässt zu wünschen übrig.
       So viel ist bekannt. Im ersten Halbjahr dieses Jahres kamen nur 62,7
       Prozent der Züge pünktlich. Ein Jahr zuvor waren es noch 69 Prozent. Das
       liegt an den zahlreichen Streckensanierungen, die momentan das deutsche
       Schienennetz überlasten.
       
       Das sind [1][erschreckend schlechte Zahlen]. Das erkennen nun auch die
       obersten Verantwortlichen der Bahn an. [2][Die Süddeutsche Zeitung
       berichtet], dass die Fahrpläne dieses Jahr zwei bis drei Millionen Mal
       geändert werden müssen, und zitieren einen Aufsichtsrat der Bahn:
       „Fahrpläne werden nicht mehr gerechnet, sondern nur noch geschätzt“, sagt
       er.
       
       [3][Die Bahn leidet unter der maroden Infrastruktur,] es fehlte jahrelang
       an Investitionen. Der Investitionsstau beträgt inzwischen 92 Milliarden
       Euro. „Defekte Weichen, museumreife Stellwerke und eine schleppende
       Digitalisierung: Unsere Schieneninfrastruktur muss dringend modernisiert
       und ausgebaut werden“, sagt der Geschäftsführer der Allianz pro Schiene,
       Dirk Flege. Dazu brauche es eine langfristige und planbare Finanzierung
       über mehrere Jahre.
       
       [4][1,2 Milliarden Euro Verlust machte der Konzern im ersten Halbjahr]
       2024. Insgesamt rechnet die Bahn trotzdem mit einem Gewinn für das Jahr
       2024. Aus dem [5][neu beschlossenen Bundeshaushalt] soll die Bahn 4,5
       Milliarden als zusätzliches Eigenkapital bekommen. Außerdem wird sie ein
       Darlehen erhalten. Die Mittel sollen dazu dienen, das Schienennetz zu
       sanieren.
       
       ## Ticketpreise könnten steigen
       
       Jedoch beträgt der Investitionsbedarf laut Verkehrsverbänden jährlich rund
       20 Milliarden Euro. Außerdem sagte der Ökonom Jens Südekum der taz vor
       wenigen Tagen [6][in einem Interview], dass die Lösung unter Umständen dazu
       führe, dass die Ticketpreise weiter steigen könnten.
       
       Das liege daran, dass die Bahn dem Bund eine Rendite für den Kredit
       überweisen müsse. Eine Möglichkeit, diese zu erwirtschaften, sei, die
       Trassenpreise zu erhöhen und damit wahrscheinlich auch die Ticketpreise.
       Die Bahn wird also nicht nur unpünktlicher, sondern möglicherweise auch
       noch teurer.
       
       19 Aug 2024
       
       ## LINKS
       
   DIR [1] /Kontrollverlust-bei-der-Bahn/!6028251
   DIR [2] https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/deutsche-bahn-verspaetung-fahrplaene-zugausfaelle-lux.2NC8cPRtQUSFjZ9Lsxbr2C?reduced=true
   DIR [3] /Generalsanierung-bei-der-Deutschen-Bahn/!6022529
   DIR [4] /Bilanz-der-Deutschen-Bahn/!6022807
   DIR [5] /Einigung-im-Haushaltsstreit/!6030618
   DIR [6] /Oekonom-ueber-Bundeshaushalt/!6027875
       
       ## AUTOREN
       
   DIR Anton Dieckhoff
       
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