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       # taz.de -- Neubau von Sozialwohnungen: Ein paar Wohnungen mehr als 2022
       
       > 2023 wurden mehr Wohnungen für Geringverdienende neu gebaut als im
       > Vorjahr. Trotzdem sinkt die Gesamtzahl der Sozialwohnungen
       > kontinuierlich.
       
   IMG Bild: Insgesamt schüttete der Bund Fördermittel für 49.430 Wohnungen für Menschen mit kleinen Einkommen aus
       
       Berlin dpa | In Deutschland gibt es viel zu wenige Sozialwohnungen – der
       Neubau solcher Wohnungen für Menschen mit kleinen Einkommen zog im
       vergangenen Jahr aber leicht an. Wie aus der Antwort der Bundesregierung
       auf eine Frage der Linken im Bundestag hervorgeht, gab es ein Plus von etwa
       zwei Prozent. Trotz Krise im Wohnungsbau wurden rund 23.000 Sozialwohnungen
       neu gebaut – etwa 500 mehr als im Jahr 2022.
       
       Zuwächse gab es nach einer Auswertung der Linken [1][besonders in
       Thüringen, Rheinland-Pfalz, Berlin, Nordrhein-Westfalen und
       Mecklenburg-Vorpommern]. Weniger Neubautätigkeit sozial gebundener
       Wohnungen zeigten dagegen besonders Hessen, Sachsen und Baden-Württemberg.
       
       Zu beachten ist allerdings eine deutlich unterschiedliche Ausgangslage in
       den Ländern. In Sachsen-Anhalt etwa wurden im vergangenen Jahr nur fünf
       Sozialwohnungen neu gebaut – insgesamt aber mehr als 680 vom Bund
       gefördert, weil eine Reihe zuvor leerstehender Wohnungen modernisiert
       wurde.
       
       Insgesamt schüttete der Bund Fördermittel für 49.430 Wohnungen für Menschen
       mit kleinen Einkommen aus. Dieses Geld bekommt man nicht nur für Neubau,
       sondern auch für die Modernisierung von Mietwohnungen, für den Erwerb von
       Belegungsbindungen, die niedrige Mieten garantieren, für Wohnheimplätze für
       Studierende und Azubis sowie auch für selbstgenutztes Wohneigentum.
       
       ## Linke fordert mehr Initiative
       
       Insgesamt [2][sinkt die Zahl der Sozialwohnungen früheren Angaben zufolge
       aber weiter]. So gab es Ende 2023 bundesweit rund 1,072 Millionen solcher
       Wohnungen, rund 15.300 weniger als ein Jahr zuvor. Eigentlich hatte sich
       die Ampel-Regierung vorgenommen, jedes Jahr für 100.000 neue
       Sozialwohnungen zu sorgen. Doch zugleich fallen viele bisherige
       Sozialwohnungen aus der Mietpreisbindung heraus, so dass sie dann teurer
       vermietet werden dürfen.
       
       Die Wohnungspolitik-Expertin der Linken, Caren Lay, kritisierte, der
       soziale Wohnungsbau stagniere auf viel zu niedrigem Niveau. „Die
       Bundesregierung unterlässt die nötigen Maßnahmen, um soziales und
       bezahlbares Wohnen zu garantieren.“ Die 2,5 Milliarden Euro Bundesförderung
       im Jahr 2023 hätten ganz offensichtlich nicht ausgereicht.
       
       Nötig sei nun ein öffentliches Wohnungsbauprogramm für soziale,
       gemeinnützige, kommunale und genossenschaftliche Wohnungen. Außerdem müsse
       das Problem auslaufender Sozialbindungen gelöst werden. „[3][Einmal
       Sozialwohnung, immer Sozialwohnung] muss endlich gelten“, betonte Lay.
       
       31 May 2024
       
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