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       # taz.de -- Rede von Emmanuel Macron in Dresden: „Wir müssen aufwachen“
       
       > In Dresden warnt Frankreichs Präsident Emmanuel Macron vor
       > Rechtsextremismus – und ruft zur Verteidigung der Demokratie auf.
       
   IMG Bild: Emmanuel Macron zu Besuch in Dresden
       
       Dresden afp | Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat in seiner
       europapolitischen Rede in Dresden [1][vor Rechtsextremismus gewarnt] und
       zur Verteidigung der Demokratie aufgerufen. Es wehe „ein schlechter Wind“
       in Europa, sagte Macron mit Blick auf autoritäre Strömungen am Montag vor
       jungen Europäern. Es sei eine „[2][Faszination für autoritäre Regime]“ zu
       beobachten. „Der Rechtsextremismus ist eine Realität, wir müssen
       aufwachen“, forderte Macron knapp zwei Wochen vor den Europawahlen.
       
       Macron bezeichnete die Europäische Union als ein „einzigartiges Projekt in
       der Welt“. Das vom Krieg zerstörte und wieder aufgebaute Dresden, das er
       für seine Rede bewusst gewählt hat, sei „ein Zeichen der Hoffnung“. Er
       halte seine Rede nicht aus dem Osten Europas, sondern aus dessen Mitte,
       sagte Macron mit Blick auf Dresden.
       
       Angesichts des russischen Angriffskriegs in der Ukraine sagte Macron,
       Europa stehe an einem „beispiellosen Moment seiner Geschichte“, der es dazu
       zwinge, selbst über „seine Verteidigung und seine Sicherheit“ nachzudenken.
       
       ## Eine Konstante: Die deutsch-französische Freundschaft
       
       Bei allen Veränderungen gebe es aber eine Konstante: die
       deutsch-französische Freundschaft. „Deutschland kann auf Frankreich zählen,
       Frankreich zählt auf Deutschland, Europa zählt auf uns“, würdigte Macron
       das Verhältnis der beiden Staaten.
       
       Den Auftakt seiner Rede hielt Frankreichs Präsident auf Deutsch und zeigte
       sich dabei geehrt und gerührt. „Heute als erster französischer Präsident
       seit der Wiedervereinigung hier zu sprechen, ehrt mich besonders. Es
       berührt mich sehr“, sagte er, während die Menge ihm zujubelte. Es ist
       [3][der erste Staatsbesuch eines französischen Präsidenten] in der
       Bundesrepublik seit 24 Jahren.
       
       Zuvor hatte bereits Präsident Frank-Walter Steinmeier mit Blick auf die
       Europawahlen erklärt: „Wir werden die Demokratie in Deutschland
       verteidigen. Europa lebt, wenn die Menschen es wollen“. Am Sonntag hatten
       Steinmeier und Macron in Berlin die Menschen dazu aufgerufen, bei der
       Europawahl ihre Stimme abzugeben.
       
       Am Dienstag reist Macron nach Münster weiter, wo ihm der Preis des
       Westfälischen Friedens verliehen wird. Der Staatsbesuch geht am
       Dienstagnachmittag dann in ein deutsch-französisches Regierungstreffen in
       Meseberg über.
       
       27 May 2024
       
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