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       # taz.de -- Online-Ausgabe des Münchner Filmfests: Die Doku ist zurück
       
       > Das DOK.fest München zeigt online wieder Geschichten, deren Script das
       > Leben schreibt. Es ist eines der angesehensten Festivals für
       > Dokumentarfilme.
       
   IMG Bild: Das Dok.fest München zeigt zwischen dem 6.-20 Mai Dokumentarfilme online
       
       Mit Dokumentarfilm verbinden viele noch immer „Serengeti darf nicht
       sterben“ oder billig produziertes Reality TV. Spätestens aber mit der
       Netflix-Doku „[1][Wild Wild Country“ (2018)] über die Baghwan-Sekte in
       Oregon hat der Dokumentarfilm neue Popularität erfahren. Zwar gibt es auch
       in dieser Sparte längst wieder ähnlich schablonenhaftes Erzählen wie in den
       fiktiven Serien, aber dennoch gibt es hier viel mehr Schätze zu heben als
       im trashig gewordenen Seriendschungel.
       
       Machart und Erzählweise von Dokumentarfilmen haben mittlerweile ein
       literarisches und journalistisches Niveau, das meisterhafter ist als so
       einige mit Literatur-, Film- oder Serienpreisen bedachte Werke anderer
       Sparten.
       
       Das [2][DOK.fest München], das seit 1985 stattfindet, ist weltweit eines
       der angesehensten Festivals für Dokumentarfilme. In diesem Jahr werden dort
       109 Filme aus 51 Ländern zu sehen sein. Darunter „The Pickers“ über
       Erdbeerpflücker in Griechenland, Portugal und Deutschland, „Projekt
       Ballhausplatz“ über den österreichischen Ex-Kanzler Sebastian Kurz, „Der
       neue gute Deutsche“, über einen aus Aalen stammenden König in Kamerun, „The
       Writer in the Trees“ über den italienischen Autor Itao Calvino oder „A New
       Kind of Wilderness“ über eine norwegische Familie, die ihr Glück auf dem
       Land suchte, aber Pech fand.
       
       Seit Corona hat das Festival auch eine Online-Ausgabe. Gleich im Jahr 2020
       war die Premiere des großartigen und mittlerweile weltweit ausgezeichneten
       und gezeigten [3][„Walchensee Forever“] zu sehen, in dem die Filmemacherin
       die Geschichte ihrer Mutter, Tante und deren Mütter und Tanten erzählt, die
       seit über 100 Jahren ein Ausflugscafé am oberbayerischen See betreiben.
       
       Die Online-Ausgabe des Festivals heißt [4][„@home“] und läuft vom 6. bis
       20. Mai. Die meisten der Festivalfilme sind dort zu sehen, darunter auch
       der Eröffnungsfilm „Watching you“ über das Datenanalyseunternehmen
       Palantir, berühmt für sein Programm „Gotham“, das von verschiedenen Staaten
       der Welt genutzt wird, mal zu mehr, mal zu weniger sympathischen Zwecken.
       
       4 May 2024
       
       ## LINKS
       
   DIR [1] https://www.theguardian.com/tv-and-radio/2018/apr/11/wild-wild-country-review-netflixs-take-on-the-cult-that-threatened-american-life
   DIR [2] https://www.instagram.com/dokfest/
   DIR [3] https://www.berlinale.de/de/2020/programm/202003065.html
   DIR [4] https://www.dokfest-muenchen.de/Filme
       
       ## AUTOREN
       
   DIR Doris Akrap
       
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