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       # taz.de -- Wahl in Mittelitalien: Meloni-Partei gewinnt Regionalwahl
       
       > In den Abruzzen verteidigt Italiens Rechte den Posten des
       > Regionalpräsidenten. Die Linke konnte ihren jüngsten Erfolg aus Sardinien
       > nicht wiederholen.
       
   IMG Bild: Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni von der postfaschistischen Fratelli d'Italia bei einer Pressekonferenz, November 2023
       
       L'Aquila dpa | Bei Regionalwahlen in der mittelitalienischen Region
       Abruzzen hat sich der Kandidat des rechten Regierungslagers von
       Ministerpräsidentin Giorgia Meloni durchgesetzt. Regionalpräsident Marco
       Marsilio von Melonis ultrarechter Partei Fratelli d'Italia (Brüder
       Italiens) wurde am Sonntag für weitere fünf Jahre im Amt bestätigt.
       
       Nach Auszählung fast aller Stimmen lag er am Montag mit etwa 53,5 Prozent
       klar vor dem Bewerber der Opposition, Luciano D'Amico (etwa 46,5 Prozent).
       Die Hoffnung der Linken, nach dem [1][jüngsten Sieg auf Sardinien] wieder
       eine Region zu gewinnen, erfüllte sich nicht.
       
       Die östlich von Rom gelegenen Abruzzen sind mit lediglich 1,3 Millionen
       Einwohnern eine verhältnismäßig kleine Region. Die Wahl galt trotzdem aber
       auch als Stimmungstest für die nationale Politik.
       
       In den Abruzzen hatte der Aufstieg der Fratelli, deren Ursprung in der
       postfaschistischen Bewegung liegt, vor einigen Jahren begonnen. Von einer
       Splitterpartei wurde sie hier erstmals in einer Region zur
       Regierungspartei. Inzwischen führt Meloni seit Oktober 2022 in Rom ein
       Bündnis aus drei Rechtsparteien.
       
       ## Sozialdemokraten stärkste Kraft der Linken
       
       Von den Koalitionspartnern konnten die Fratelli auch in den Abruzzen das
       beste Ergebnis einheimsen. Die Meloni-Partei kam nach vorläufigen
       Ergebnissen auf etwa 24 Prozent, die Forza d'Italia auf etwa 13 Prozent und
       die Lega auf etwa 7,5 Prozent.
       
       Für den Posten des Regionalpräsidenten war Marsilio ihr gemeinsamer
       Kandidat. Hinter seinem Gegner, dem Universitätsrektor D'Amico, konnten
       sich die chronisch zerstrittenen Oppositionsparteien vereinen: der
       sozialdemokratische Partito Democratico (PD), die populistische
       Fünf-Sterne-Bewegung (M5S) und die zentristisch-liberalen Parteien Azione
       und Italia Viva. Aus den Reihen der Opposition schnitt die PD mit etwa 20
       Prozent am besten ab.
       
       Bei den Regionalwahlen in Sardinien Ende Februar hatte die von PD und M5S
       unterstützte Kandidatin Alessandra Todde Ministerpräsidentin Meloni die
       erste bedeutende Wahlschlappe seit ihrem Amtsantritt im Oktober 2022
       beschert: Todde gewann die Wahl gegen ihren Kontrahenten Paolo Truzzu von
       Melonis FdI mit weniger als 2.000 Stimmen Abstand.
       
       Die Niederlage wurde in Italien als Rückschlag für Meloni und ihr
       Parteienbündnis gewertet, vor allem mit Blick auf die Europawahl im Juni.
       In nationalen Umfragen liegt Melonis FdI allerdings weiterhin stabil mit
       mindestens sieben Prozentpunkte in Führung.
       
       11 Mar 2024
       
       ## LINKS
       
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