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       # taz.de -- US-Gericht veröffentlicht Dokumente: Klarnamen zum Epstein-Fall
       
       > Rund 170 Namen sind von einem US-Gericht im Fall Epstein veröffentlicht
       > worden. Eine Nennung bedeutet zunächst nur, dass der Name im Prozess
       > fiel.
       
   IMG Bild: Jeffrey Epstein (m) 2008 vor Gericht in West Palm Beach
       
       New York dpa | Im Missbrauchsskandal um den US-Multimillionär Jeffrey
       Epstein hat ein Gericht die Klarnamen von mutmaßlich rund 170 zuvor meist
       anonym behandelten Personen veröffentlicht. Sie wurden in einem Zivilstreit
       zwischen der geschädigten US-Amerikanerin Virginia Giuffre und Epsteins
       langjähriger Partnerin [1][Ghislaine Maxwell] genannt. In den über 900
       Seiten Gerichtsunterlagen werden unter anderem die Namen des früheren
       US-Präsidenten Bill Clinton und des [2][britischen Prinzen Andrew]
       erwartet.
       
       Eine Nennung bedeutet nicht, dass die Person aktiver Teil des
       Missbrauchsnetzwerks um Epstein war, sondern zunächst nur, dass der Name in
       dem Zivilprozess fiel. Manche Personen der Liste sind beispielsweise auch
       Verwandte von Missbrauchsopfern Epsteins. Clinton, bisher im Prozess als
       „John Doe 36“ (etwa „Max Mustermann 36“) bezeichnet, hatte Medien zufolge
       gegen die Nennung seines Namens keinen Einspruch erhoben.
       
       [3][Jahrzehntelang soll der Missbrauch zahlreicher Minderjähriger auf
       Epsteins Anwesen in New York, Florida, Santa Fe und auf den Virgin Islands
       stattgefunden haben]. Eine frühere Anklage gegen Epstein mündete in einen
       für den Unternehmer sehr vorteilhaften Deal, der ihn zum Symbol einer
       gesellschaftlichen Elite machte, die selbst mit Verbrechen durchkommt.
       
       ## Zahlreiche Verschwörungstheorien
       
       Epstein war im Juli 2019 festgenommen worden. Der bis in die höchsten
       Kreise vernetzte Geschäftsmann soll zahlreiche auch minderjährige Mädchen
       sexuell missbraucht haben. Rund einen Monat nach der Festnahme wurde
       [4][Epstein im Alter von 66 Jahren tot in seiner Zelle gefunden]. Sein Tod
       führte zu zahlreichen Gerüchten und Verschwörungstheorien.
       
       Auch die Veröffentlichung der nun freigegebenen Dokumente hatte im
       Vorhinein für viele Spekulationen um Prominente geführt. In den
       vorliegenden Schriften wird auch der ehemalige Präsident Donald Trump
       genannt – jedoch lediglich im Kontext der Befragung einer Zeugin, die
       angab, zu Trump niemals sexuellen Kontakt gehabt zu haben.
       
       Neu scheinen dagegen die Namensnennungen des „King of Pop“ [5][Michael
       Jackson] und des Astrophysikers Stephen Hawking zu sein. Aus ihnen scheint
       sich zumindest die einmalige Anwesenheit der Prominenten bei einer
       Veranstaltung Epsteins abzuleiten.
       
       4 Jan 2024
       
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