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       # taz.de -- Afghanistan nach dem Erdbeben: Afghanistan braucht Hilfe
       
       > Durch das Massaker in Israel gerät das Erdbeben in den Hintergrund. Die
       > Menschen dort leiden doppelt: unter der Naturkatastrophe und den Taliban.
       
   IMG Bild: Eine Frau geht nach dem Erdbeben in der afghanischen Provinz Herat mit ihren Kindern über Trümmer
       
       Unglückliches Afghanistan! Just an dem Tag, an dem Hamas die Israelis
       angriff, bebte in der Provinz Herat die Erde. Rund 2.400 Menschen kamen
       dabei ums Leben, viele wurden verletzt. Angesichts des terroristischen
       Überfalls von Hamas geriet diese Schreckensmeldung in den Hintergrund. Zwar
       drückten die Staats- und Regierungschefs einiger Länder und der
       Generalsekretär der Vereinten Nationen ihr Mitgefühl aus, die deutsche
       Regierung versprach ein Hilfspaket in Höhe von fünf Millionen Euro für die
       Opfer. Aber die Hilfe hätte großzügiger ausfallen müssen.
       
       Der Schrecken über [1][die Taten von Hamas] war wohl der Grund dafür, dass
       Afghanistan zur Nachricht zweiter Klasse wurde. Dazu kommt: Kaum jemand
       erkennt die Taliban als rechtmäßige und legitime Regierung Afghanistans an.
       Viele Afghanen, die in Europa und Amerika leben, sammeln in diesen Tagen
       Geld und schicken es in ihre Heimat. Auch in Deutschland. Daran
       teilzunehmen ist die moralische Pflicht eines jeden guten Menschen.
       
       Doch wenn die Afghanen auf Hilfe von Regierungen hoffen, haben sie in den
       letzten Tagen erkennen müssen, dass deren Augenmerk im Nahen Osten und
       nicht im Hindukusch liegt. Die Taliban regieren Afghanistan mit völliger
       Blockade und zeigen keinerlei Flexibilität gegenüber den Forderungen der
       afghanischen Bevölkerung und der Welt. Nach ihrer Machtübernahme schrumpfte
       die weltweite Hilfe auf ein präzedenzloses Minimum.
       
       Das UN-Welternährungsprogramm stellte die Hilfe für zehn Millionen
       bedürftige Bürger Afghanistans ein. Immer wieder erschüttern Nachbeben die
       Provinz Herat. [2][Die Menschen schlafen in Angst und Hunger zwischen den
       Ruinen]. Seitdem die Taliban an der Macht sind und die internationale Hilfe
       für Afghanistan schwand, breitet sich Armut aus.
       
       Vergesst Afghanistan nicht! Die Menschen in Afghanistan sind Geiseln der
       Taliban, ein Regime, das der Hälfte seiner Bevölkerung, den [3][Frauen und
       Mädchen], skrupellos seine Rechte entzieht und sie zwingt, in ihren vier
       Wänden zu verharren.
       
       16 Oct 2023
       
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       ## AUTOREN
       
   DIR Noorullah Rahmani
       
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