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       # taz.de -- Kritik am Gebäudeenergiegesetz: Klimaschutz darf niemand verdrängen
       
       > Die Regierung hat beim Gebäudeenergiegesetz versagt. Die Wärmewende muss
       > sozial gerecht ausgestaltet werden und nicht zu Lasten von Mieter*innen.
       
   IMG Bild: Hilfeschrei: Protest von Miet-Aktivist*innen in Berlin
       
       Am Freitag hat sich die Bundesregierung gegen die eigenen Klimaziele
       gestellt – und gegen die Hälfte der Bevölkerung Deutschlands, uns
       Mieter*innen. Das frisch verabschiedete [1][Gebäudeenergiegesetz] öffnet
       fossilen Brennstoffen die Hintertür und belastet Mieter*innen doppelt:
       Die Kosten für den Heizungstausch werden durch die Modernisierungsumlage
       weiterhin auf die Mieter*innen abgewälzt. Auch nach Abzahlung der
       Investitionen müssen wir die erhöhte Miete dauerhaft weiterzahlen.
       
       Die „Technologieoffenheit“ des Gesetzes erlaubt, weiterhin Heizungen
       einzubauen, die nicht nur für das Klima, sondern auch für schmale
       Geldbeutel eine Katastrophe sind: Für fossile Rohstoffe wird eine massive
       Teuerung erwartet – auch die wird über die Betriebskosten allein von uns
       Mieter*innen bezahlt. Viele [2][Mieter*innen] sind schon heute in
       großer finanzieller Not. Gleichzeitig konnten gerade private
       Vermieter*innen und Wohnungskonzerne in den letzten Jahren satte
       Renditen verbuchen, sie profitieren oft sogar mehrfach von
       Modernisierungen.
       
       Wir haben es satt, dass soziale Gerechtigkeit und Umweltfragen
       gegeneinander ausgespielt werden – die Klimakrise betrifft und bewegt uns
       alle. Auch wir Mieter*innen wollen den notwendigen ökologischen Umbau!
       Aber dieser muss sozial gerecht gestaltet werden. Daher haben wir uns zu
       einem bundesweiten Bündnis aus der Mieten- und Klimabewegung
       zusammengeschlossen: Mieter*innen for Future.
       
       Zusammen haben wir drei Schritte für eine klima- und sozialgerechte
       Wärmewende entwickelt: 1. Keine Abwälzung der Kosten der Wärmewende auf
       Mieter*innen. 2. Recht auf energetische Modernisierung einführen. 3. Recht
       auf Mitbestimmung bei Modernisierung verankern. Welche Gesetzesänderungen
       und Maßnahmen zur Umsetzung dieser Schritte notwendig sind, haben wir in
       einem [3][offenen Brief an die Bundesregierung] formuliert:. Die Regierung
       hat hier offensichtlich versagt. Es liegt nun an uns allen, eine breite
       Bewegung für eine klima- und sozialgerechte Wärme- und Wohnwende
       aufzubauen.
       
       11 Sep 2023
       
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   DIR [1] /GEG-endlich-verabschiedet/!5956352
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   DIR [3] https://mieterinnenforfuture.org/2023/09/08/wir-sind-mieterinnen4future/
       
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