URI:
       # taz.de -- Unwetter „Hans“ in Skandinavien: Hunderte Menschen evakuiert
       
       > In Norwegen verursacht Sturm „Hans“ 16 Erdrutsche und sechs
       > Überschwemmungen. Hunderte Menschen wurden evakuiert. Schweden und
       > Dänemark sind auch betroffen.
       
   IMG Bild: Ein zerstörtes Haus im norwegischen Ål
       
       Oslo/Kopenhagen dpa/ap | Die extremwetterbedingten Überschwemmungen im
       Süden von Norwegen haben zu zahlreichen Erdrutschen und zur Evakuierung von
       Hunderten Menschen geführt. In der Provinz Innlandet nördlich von Oslo
       wurden in der Nacht zum Mittwoch 16 Erdrutsche und sechs
       [1][Überschwemmungen] gemeldet, wie die zuständige Polizei am Vormittag
       mitteilte. Mehr als 600 Menschen seien in Sicherheit gebracht worden.
       Personenschäden seien bislang nicht gemeldet worden. Die Situation sei aber
       weiterhin unübersichtlich und chaotisch. Viele Straßen seien gesperrt
       worden.
       
       Nach Angaben des [2][Rundfunksenders NRK] drang am Wasserkraftwerk
       Braskereidfoss in der Gemeinde Våler Wasser in das eigentliche Kraftwerk
       ein, was zu größeren Schäden führte. Die Polizei prüft demnach in Absprache
       mit Bombenexperten und dem Militär, ob Sprengungen notwendig sein könnten,
       um die Situation unter Kontrolle zu bringen.
       
       Andernorts in dem skandinavischen Land wurden ebenfalls Notfälle und
       Evakuierungen gemeldet. Weite Teile der Ortschaft Nesbyen standen unter
       Wasser. In der Gemeinde Ringerike sollten wegen Hochwassers des Flusses
       Storelva Menschen aus mehreren Gebieten evakuiert werden – der
       Einsatzleiter sagte der Zeitung Dagbladet, es handle sich um etwa 1.000
       Menschen. Hunderte weitere Menschen wurden laut der Nachrichtenagentur NTB
       in anderen Gemeinden evakuiert. In Hemsedal wurde eine Hütte von den
       Wassermassen erfasst – sie rauschte kurz darauf gegen eine Brücke.
       
       In den vergangenen Tagen war das Unwetter „Hans“ zunächst über Schweden und
       kurz darauf auch über Norwegen hereingebrochen. Meteorologen warnten am
       Mittwoch für Teile Südnorwegens vor weiterem Niederschlag.
       
       ## Weitere Wolkenbrüche angesagt
       
       Die für den Abend erwartete Regenmenge sei zwar nicht extrem, angesichts
       der Bedingungen in der Region könnten die Auswirkungen jedoch erheblich
       sein, schätzte das Meteorologische Institut des Landes. In Schweden und in
       kleinerem Ausmaß auch in Dänemark hat „Hans“ ebenfalls Schäden verursacht.
       Im schwedischen Göteborg standen große Teile des Hafens unter Wasser. In
       Estland waren am Dienstag etwa 5.000 Haushalte ohne Strom.
       
       Für Südnorwegen und Schweden sagten Meteorologen weitere Wolkenbrüche
       voraus. An Flüssen sei mit extremem Hochwasser zu rechnen. Derart lang und
       heftig regne es im Sommer selten, sagte Erik Höjgård-Olsen vom Schwedischen
       Meteorologischen und Hydrologischen Institut der Zeitung Aftonbladet. „Es
       ist außergewöhnlich, dass ein Tiefdruckgebiet wie ‚Hans‘ mehrere Tage
       hintereinander so viel Regen gebracht hat“, sagte er.
       
       9 Aug 2023
       
       ## LINKS
       
   DIR [1] /Ueberschwemmungen-in-Suedkorea/!5947494
   DIR [2] /Slow-TV-in-Skandinavien/!5767246
       
       ## TAGS
       
   DIR Schwerpunkt Klimawandel
   DIR Starkregen
   DIR Überschwemmung
   DIR Norwegen
   DIR Schweden
   DIR Dänemark
   DIR Erdrutsch
   DIR Norwegen
   DIR Schwerpunkt Klimawandel
   DIR Schwerpunkt Klimawandel
   DIR Schwerpunkt Klimawandel
   DIR Wetter
       
       ## ARTIKEL ZUM THEMA
       
   DIR Hochwasser in Norwegen und Schweden: Schlammlawinen in Nordeuropa
       
       In Teilen Norwegens und Schwedens hat es in kurzer Zeit so viel geregnet
       wie sonst in einem Monat. Nun kämpfen beide Länder mit den Folgen.
       
   DIR Brand auf Hawaii durch Hurrikan: Menschen flüchten auf das Meer
       
       Auf Hawaii wurden Busch- und Waldbrände von dem vorbeiziehenden Hurrikan
       „Dora“ angefacht. Besonders Maui und die historische Stadt Lahaina sind
       betroffen.
       
   DIR Slowenien in der Flutkatastrophe: Unterstützung aus mehreren Ländern
       
       Ein Dammbruch, zerstörte Brücken und Straßen: Slowenien kämpft weiter mit
       Folgen des Starkregens. Die EU-Kommissionspräsidentin ist nun auch vor Ort.
       
   DIR Überschwemmungen in Südkorea: Mindestens 37 Menschen gestorben
       
       Die Zahl der Toten in Südkorea durch Erdrutsche und Überflutungen ist
       gestiegen. Die Wetterbehörde rechnet mit weiteren Niederschlägen bis
       Mittwoch.
       
   DIR Unwetter in Süddeutschland: Sturm zieht Schneisen
       
       Erst in Frankreich, dann in Süddeutschland wüteten am Dienstag Gewitter.
       Bäume wurden umgeknickt, Häuser beschädigt. Vorher gab es Hitzerekorde.