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       # taz.de -- Nachfrage für Wärmepumpen: Selbst schuld
       
       > Die Nachfrage nach Wärmepumpen bricht ein. Dafür ist auch die Ampel
       > verantwortlich – mit ihrem chaotischen Heizungsgesetz und zu wenig
       > Förderung.
       
   IMG Bild: Die Nachfrage nach Wärmepumpen ist weiter deutlich zurückgegangen
       
       Die Nachfrage nach klimafreundlichen Wärmepumpen ist im ersten Halbjahr
       2023 drastisch eingebrochen. Noch im Vorjahr war der Absatz sehr hoch. Nun
       ist die Wärmewende ins Stocken geraten. Die Bundesregierung hat damit das
       Gegenteil von dem erreicht, was sie will. Und ist, jedenfalls zum Teil,
       selbst daran schuld. Das ist bitter.
       
       Dafür verantwortlich ist auch der grüne Wirtschaftsminister Robert Habeck.
       Aus freien Stücken hat er kurz nach Regierungsantritt die von der Großen
       Koalition gewährte Förderung für den Einbau einer klimafreundlichen Heizung
       gekürzt. Ein großer Fehler.
       
       Und nicht nur das: Die abstürzende Nachfrage zeigt die verheerenden Folgen
       der Diskussion über das Gebäudeenergiegesetz. Das ist immer noch nicht
       verabschiedet. Die Diskussion über das Gesetz, mit dem die Bundesregierung
       den großflächigen Heizungstausch [1][von fossilen zu klimafreundlichen
       Wärmequellen einleiten will], hat zu einer enormen Verunsicherung geführt.
       Und zwar in technischer und in finanzieller Hinsicht.
       
       Die Hetzkampagne der Springer-Medien, der sich fatalerweise die
       mitregierende FDP angeschlossen hat, hat die Wärmepumpe in Verruf gebracht.
       Viele Bürger:innen wollen noch auf die Schnelle eine Gasheizung einbauen
       – auch wenn die Botschaft, dass sie das angesichts der steigenden
       Energiepreise teuer zu stehen kommen wird, nicht zu überhören ist.
       
       Andere, die eine klimafreundliche Heizung ins Auge gefasst haben, warten
       nun erst einmal ab. Klug ist auch das nicht, denn so wie die künftige
       Förderung jetzt vorgesehen ist, wird in vielen Fällen der staatliche
       Zuschuss geringer ausfallen als heute. Die Höchstbeträge sind niedriger.
       Das dürfte vielen erst klar werden, wenn die alten Regelungen ausgelaufen
       und es zu spät ist.
       
       [2][Die Lage ist vermurkst.] Wenn die Ampel die Wärmewende wieder in Gang
       bringen will, muss sie schleunigst etwas tun. Gelingen kann das nur, wenn
       bei den staatliche Zuschüssen für klimafreundliche Heizungen erheblich
       nachgebessert wird.
       
       8 Aug 2023
       
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