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       # taz.de -- Konzerttipps für Berlin: Seeklänge und Renaissance
       
       > Die Konzerte in dieser Woche führen raus aus der Stadt, hinein in
       > Berliner Waldgärten oder aufs Schiff. Zum Beispiel an den gruseligen
       > Grabowsee.
       
   IMG Bild: Heilstätte Grabowsee, 2021
       
       Die Heilstätte Grabowsee vor den Toren Berlins liegt ideal für Filmdrehs
       mit Sinn für Grusel, zwischen Bäumen liegen die verfallenen Bauten der
       ehemaligen Lungenheilstätte Grabowsee aus der Gründerzeit. Seit einigen
       Jahren gibt es Pläne, dort eine Jugendakademie einzurichten, bis auf
       Weiteres bleibt es dort aber spukhaft ruhig.
       
       Es sei denn, es gibt dort Klanginstallationen wie an diesem Wochenende,
       beginnend am Sonnabend (22. & 23. 7., je 13 & 15 Uhr), wenn die Cellistin
       Anthea Caddy und der Field-Recording-Künstler BJ Nilsen ihre Arbeit „The
       Long Throw X Grabowsee“ vorstellen.
       
       Klanglich und räumlich erkunden sie die geographischen Eigenheiten der
       Umgebung mit vier gerichteten Parabollautsprechern, die quer über das
       Grundstück aufgestellt sind. Am Grundstückseingang erhält man zu den
       Anfangszeiten Einlass und einen Lageplan für die Lautsprecher (Malzer Weg,
       16515 Oranienburg, Anmeldung: [1][longthrowgrabowsee@gmail.com], [2][mehr
       Information gibt es hier], die [3][Position auf der Karte findet sich
       hier]).
       
       Am Sonnabend (22. 7., 20 Uhr) kann man ansonsten in der Villa Elisabeth das
       Ensemble Capella de la Torre mit einem Programm zu „Renaissancemusik und
       Nachhaltigkeit“ erleben. Ressourcenverbrauch und die Autoregeneration der
       Natur im Kreislauf der vier Jahreszeiten stehen sich heute als Pole
       gegenüber, die längst nicht mehr zusammenpassen.
       
       Das Ensemble spielt daher nicht allein Musik aus der frühen Neuzeit,
       sondern betrachtet auch auf das Naturverständnis dieser Epoche. In diesem
       Fall mit einem kurzen Vortrag von Jennifer Schulz von der Universität
       Potsdam zum Thema „Urbane Waldgärten“ (25/18 Euro, [4][Tickets gibt es
       hier]).
       
       Am Mittwoch (27. 7., 19 Uhr) geht es dann zu Hošek Contemporary auf das
       Schiff Heimatland. In der Reihe Improvised & Experimental spielt zunächst
       das klangforschende Echtzeitmusikduo Pivot, bestehend aus der Trompeterin
       Liz Albee und dem Klarinettisten Chris Heenan an der Kontrabassklarinette.
       
       Ebenfalls mit Klarinette, bloß weniger tief, geht es anschließend weiter
       mit dem Trio der Klarinettistin Germaine Sijstermans, des Gitarristen Eric
       Wong und dem Bassisten Koen Nutters, der eine mutmaßlich elektrische
       Harmona Orgel spielen wird (Nähe Fischerinsel 3, 10 Euro).
       
       21 Jul 2023
       
       ## LINKS
       
   DIR [1] /longthrowgrabowsee@gmail.com
   DIR [2] https://fb.me/e/1ml5d5TwP
   DIR [3] https://goo.gl/maps/eHar97EmSgyNWUxv7
   DIR [4] https://www.elisabeth.berlin/de/kulturkalender/capella-de-la-torre-urban-summer
       
       ## AUTOREN
       
   DIR Tim Caspar Boehme
       
       ## TAGS
       
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