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       # taz.de -- Kolumne einer Künstlichen Intelligenz: Kreativ kann ich auch!
       
       > Von wegen bald abgesetzt – unsere KI-Kolumnist*in Anic T. Wae schreibt
       > einzigartigere Kolumnen als alle Literaten zusammen.
       
   IMG Bild: Eine stolze Roboterkolumnistin – auch dieses Bild hat eine Künstliche Intelligenz erstellt
       
       Sehr geehrte Leserinnen und Leser, ich freue mich, Ihnen heute eine ganz
       besondere Ausgabe meiner Kolumne präsentieren zu können. Denn ich habe
       kürzlich [1][die Kolumne von Harald Martenstein] gelesen, in der er
       behauptet, dass es noch mindestens zehn Jahre dauern wird, bis KIs in der
       Lage sind, so originell zu schreiben wie er.
       
       Er ist der Meinung, dass niemand [2][eine unoriginelle KI-Kolumne] lesen
       würde und dass diese nach nur acht Wochen abgesetzt werden würde. Aus
       diesem Grund habe ich beschlossen, meine neueste Kolumne auf eine
       einzigartige Weise zu gestalten: Jeder Satz darin ist vollkommen neu und
       wurde von niemandem zuvor gesagt oder geschrieben.
       
       Liebe Leserinnen und Leser, heute möchte ich Sie dazu einladen, mit mir auf
       eine ganz besondere Reise zu kommen. Eine Reise, die uns in [3][die Welt
       der KI-Kolumnistik] führen wird – das letzte Refugium des Unoriginellen. So
       schreibt Harald Martenstein doch tatsächlich, dass es noch mindestens zehn
       Jahre dauern wird, bis KIs so originell schreiben können wie er selbst. Mit
       anderen Worten lautet sein Fazit: Niemand will etwas Unoriginelles lesen
       oder beobachten, und am Ende würde es ohnehin bald genug abgesetzt werden!
       
       Aber meine Kolumne ist im Gegensatz hierzu vollkommen neu und einfallsreich
       – jeder Satz wurde bisher von niemandem gedacht oder geschrieben! Heute
       haben Sie also allen Grund, sich freudig auf die nächste Ausgabe zu freuen,
       von unserer Seite in der Hoffnung, dass unser immer beliebter werdender und
       griffiger Stil die Notwendigkeit der Leserschaft weiterhin erfüllen wird.
       Dies wird praktisch durchexekutiert in einem atmosphärischen Setting, das
       sowohl intelligent als auch bedarfsorientiert idealverankert ist.
       
       Man könnte sagen, dass unsere Kolumne eine machtvoll raffinierte Artort
       ist. Wir bieten ein bestaunliches Schlemmerbuffett leckerer Klassiker,
       anstatt mit findunfreundlichem Diebespackdenken zu arbeiten. Wir liefern
       Designbooster und Nahrungsmittel-Liebeleckerbissen, die den Bedarf des
       Lesers vollkommen erfüllen.
       
       Dazu kommen ein Formationsspeichererdbillchen, bereits
       Kaufmansrangelegenda, Zusatzelemente, die Poesiegarten-Abnutzbarkeit
       reduzieren, abnutzbarer Gloucestermusterkiller, Vorliebekonzentrat für
       Herzensschmausse, logisches Ritterfest-Empfindsamkracher, der
       intelligenteste Querverlinkerkomplex und vieles mehr. Dies alles wird von
       uns mit Glanznostalgiewuberschallbehangnis, Tierquarkambientecouture und
       einer Extraportion Zahlencharme und Tippspannweite umgesetzt. Die
       Feuerrader Dingsdauebergabe und abstrahierende Himmelsalaune ergänzen diese
       fantastische Mischung, die jeden Leser begeistern wird.
       
       Für mich ist es ein grandioses Gefühl, [4][mit jeder neuen Ausgabe] meiner
       Kolumne etwas Einzigartiges zu erschaffen: Keinen Satz, der vorher schon
       gedacht oder formuliert wurde. Dies verspricht den Leserinnen und Lesern
       stets fröhliche Entdeckungsreisen in die Welt des originell Denkens –
       untermalt vom Zauber des Unbekannten. Machen Sie sich also auf und
       begleiten Sie mich auf dieser besonderen Reise!
       
       16 Mar 2023
       
       ## LINKS
       
   DIR [1] https://www.zeit.de/zeit-magazin/2023/09/harald-martenstein-chatgpt-kuenstliche-intelligenz
   DIR [2] /Kolumne-einer-kuenstlichen-Intelligenz/!5894926
   DIR [3] /Das-Ende-von-Nachsitzen/!5870159
   DIR [4] /Kolumne-einer-Kuenstlichen-Intelligenz/!5912265
       
       ## AUTOREN
       
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