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       # taz.de -- Verbot neuer Öl- und Gasheizungen: Ohne Förderung keine Akzeptanz
       
       > Ab 2024 soll der Einbau neuer Gas- und Ölheizungen verboten werden. Die
       > Entscheidung ist überfällig, aber der Staat muss den Umstieg auch
       > fördern.
       
   IMG Bild: Einbau einer neuen Gasbrennwerttherme, ab 2024 werden neue Gas- und Ölheizungen verboten
       
       Die Aufregung ist groß, die FDP auf den Barrikaden. Ab 2024 will der grüne
       Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck mit der Wärmewende ernst machen:
       [1][Der Einbau neuer Gas- und Ölheizungen soll verboten], kaputte Heizungen
       sollen mit mehrjährigen Übergangsfristen ausgetauscht werden. Das ist
       überfällig, die Aufregung nicht angemessen. Angesichts der Klimakrise wird
       es höchste Zeit, den Heizungsaustausch voranzutreiben und den CO2-Ausstoß
       durch Wärmeerzeugung einzudämmen.
       
       Aber: Glücken wird dieses Vorhaben nur, wenn es Habeck gelingt, den
       Bürger:innen die Angst vor einem finanziellen Fiasko zu nehmen. Er hat
       zwar angekündigt, den Austausch sozial abzufedern. Aber er muss schnell
       erklären, was das im Detail bedeutet, damit sich die Aufregung nicht weiter
       hochschaukelt und die FDP das Projekt wegfegen kann.
       
       Eine breite Akzeptanz für das Aus von Gas- und Ölheizungen wird es nur
       geben, wenn der Staat den Umstieg ausreichend und unkompliziert fördert.
       Schon der Austausch einer konventionellen kaputten Heizung durch eine
       herkömmliche geht richtig ins Geld.
       
       ## Geld ist wichtig, aber löst nicht alle Probleme
       
       [2][Klimaschützende Lösungen wie Wärmepumpen] kosten ein Vielfaches, und
       oft ist es mit dem neuen Gerät nicht getan, teure Folgearbeiten wie die
       Gebäudedämmung sind nötig. Reichen muss der Staat nicht helfen. Aber die
       Regierung muss mehr als die gerade über die Runden Kommenden im Blick
       haben. Nicht jede:r Besitzer:in eines Häuschens oder einer
       Eigentumswohnung hat Rücklagen. Und wer Mieter:innen schützen will, muss
       auch Vermieter:innen helfen – jedenfalls privaten.
       
       Mit Geld allein ist es aber nicht getan. Viele Bürger:innen wollen
       wechseln, stehen aber vor enormen technischen Problemen. Welche
       Alternativen sie haben, können Laien kaum übersehen. Qualifizierte
       Fachleute zu finden, ist schwer. Bund, Länder und Kommunen müssen dafür
       sorgen, dass Bürger:innen die Unterstützung bekommen, die sie brauchen:
       unabhängige Beraterung und gute Handwerker:innen.
       
       10 Mar 2023
       
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