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       # taz.de -- Rettungsteams aus Türkei zurück: „Es war unglaublich anstrengend“
       
       > Tagelang haben deutsche Rettungsteams in den Trümmern des türkischen
       > Erdbebengebiets nach Überlebenden gesucht. Zurück werden sie mit Applaus
       > empfangen.
       
   IMG Bild: Flughafen Köln: Ein Notarzt wird nach der Rückkehr aus der Türkei von Menschen begrüßt
       
       Köln dpa | Applaus, Blumen und Pralinen für die Helferinnen und Helfer:
       Mehrere Such- und Rettungsteams aus Deutschland sind nach tagelangem
       Einsatz im Erdbebengebiet der Türkei nach Hause zurückgekehrt. Am Flughafen
       Köln/Bonn landete am Montagabend ein Flugzeug mit fast [1][100
       Einsatzkräften des Technischen Hilfswerks (THW) sowie der
       Hilfsorganisationen I.S.A.R. Germany und BRH Bundesverband Rettungshunde.]
       Bei ihrer Ankunft wurden sie von Familienangehörigen, Kameraden und in
       Deutschland lebenden Türken mit lautem Jubel empfangen.
       
       „Wir wollen einfach persönlich Dankeschön sagen“, sagt Cansu Güler, die mit
       Rosen gekommen ist. „Meine Heimat hilft unserer Heimat, das ist so
       wunderbar. Wir sind hier geboren und aufgewachsen, aber die Türkei ist auch
       unsere Heimat.“ Gülsah Demirhan und zwei Freundinnen halten eine deutsche
       und eine türkische Flagge nebeneinander. „Ich habe viele Freunde im
       Erdbebengebiet“, erzählt Demirhan. „Wir fühlen eine tiefe Verbundenheit mit
       den Rettungsteams. Das wollen wir durch diese Geste einfach zeigen.“
       
       Mit vielen anderen Menschen bilden sie ein Spalier, als die Retter zwei
       Stunden später als erwartet in die Ankunftshalle treten. Ein Mädchen hält
       ein Schild mit der Aufschrift: „Willkommen! Du bist der beste Papa der
       Welt!“ – ehe es seinem Vater in die Arme fällt.
       
       Auch THW-Einsatzleiter Jörg Eger freut sich auf seine Familie. „Es war ein
       anstrengender Einsatz mit großen Herausforderungen“, sagt er. „Aber wir
       sind froh, dass wir einen Beitrag leisten konnten, und erleichtert, dass
       wir alle gesund wieder zurückgekommen sind.“ Das THW-Team war am Mittwoch
       mit vier Hunden sowie 16 Tonnen Ausrüstung in der Türkei eingetroffen. In
       der Nacht zum Sonntag hatte es gemeinsam mit türkischen Helfern eine
       88-Jährige lebend aus Trümmern im Erdbebengebiet gerettet.
       
       Das Team der in Nordrhein-Westfalen beheimateten Organisationen I.S.A.R.
       und BRH war mit sieben Hunden seit vergangenem Dienstag in Kirikhan im
       Einsatz und hat nach eigenen Angaben dort vier Menschen lebend aus den
       Trümmern gerettet. Darunter war auch eine Frau, die in einer rund 50
       Stunden dauernden [2][Rettungsaktion aus einem eingestürzten Gebäude]
       befreit wurde.
       
       Notarzt Daniel Lankers, der der verschütteten 40-Jährigen immer wieder Mut
       zugesprochen hatte, wird bei seiner Ankunft in Köln/Bonn von den Wartenden
       besonders laut bejubelt und gefeiert. Die Frau war allerdings nach ihrer
       Rettung im Krankenhaus gestorben.
       
       Astrid Kalff von I.S.A.R. hatte ihre Hündin Hope immer wieder über die
       Trümmer geschickt. „Der Einsatz war unglaublich anstrengend, die Dimension
       des Geschehens war einfach unvorstellbar. Die Wahrscheinlichkeit, noch
       jemand lebend zu finden, war äußerst gering“, sagt sie. „Aber am Ende hat
       unser Team vier Leben gerettet – das macht uns sehr stolz.“
       
       14 Feb 2023
       
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