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       # taz.de -- RWE-Kraftwerke schaden: 1,5 Millionen verlorene Jahre
       
       > Das NewClimate Institute berechnet, wie viele Tote der Weiterbetrieb der
       > RWE-Kohlekraftwerke bis 2030 noch kosten wird.
       
   IMG Bild: Gesundheitsschädlicher Rauch steigt aus den Schornsteinen des RWE-Braunkohlekraftwerks Neurath auf
       
       Berlin taz | Der Energieversorgungskonzern RWE stand zuletzt vor allem
       wegen des geplanten [1][Kohleabbaus unter Lützerath] heftig in der Kritik.
       Doch auch ohne diesen weiteren Kohleabbau sorgen RWE-Kraftwerke bereits für
       massive gesundheitliche Schäden in Europa.
       
       Eine Berechnung des [2][NewClimate Institute] hat ergeben, dass durch die
       Luftverschmutzung der etwa 50 RWE-Kraftwerke in Europa bereits mehr als
       36.000 Menschen vorzeitig gestorben sind. Da die Feinstaubpartikel aus
       Kohlekraftwerken Tausende von Kilometer zurücklegen können, sind nicht nur
       Menschen in unmittelbarer Umgebung der Kraftwerke von diesen
       Gesundheitsschäden betroffen, sondern ganze Landstriche. Bis zum geplanten
       Ausstieg von RWE aus der Kohleindustrie 2030 könnten weitere 1.234
       vorzeitige Tode und 1.993 Tode durch Lungenkrebs hinzukommen, heißt es in
       der Studie. Die Berechnung ergibt 50.426 verlorene Lebensjahre zu den bis
       jetzt bereits knapp anderthalb Millionen verlorenen Lebensjahren, die die
       RWE-Kohlekraftwerke gekostet haben.
       
       Grundlage dieser Berechnung ist ein Modell des NewClimate-Instituts, das
       die Gesundheitsauswirkungen von Luftverschmutzung durch Kohle- und
       Gaskraftwerke kalkuliert. Häufigste Erkrankungen durch Luftverschmutzung
       sind Lungenkrebs, chronisch obstruktive Lungenerkrankungen, ischämische
       Herzkrankheiten und Schlaganfälle, deren Häufigkeit laut
       Weltgesundheitsorganisation (WHO) ebenfalls mit hoher Luftverschmutzung
       zunimmt.
       
       ## Verlorene Lebensjahre
       
       Das Institut hat das Sterblichkeitsrisiko eingeschätzt, indem es die
       Veränderung des Feinstaubs in der Luft betrachtet hat. Es hat dabei auch
       die altersgewichteten Sterblichkeitsraten nach Krankheiten berücksichtigt.
       
       Die Forscher berechnen die verlorenen Lebensjahre aus der verbleibenden
       Lebenserwartung in jedem Alter mit Rücksicht auf Bevölkerungsmerkmale wie
       Altersverteilung. Natürlich können mit einem solchen Modell lediglich
       Annahmen getroffen und nicht tatsächliche Todeszahlen untersucht werden.
       
       Für die Berechnung der Gesundheitsschäden durch die RWE-Kraftwerke hat das
       Institut die Laufzeiten der RWE-Kraftwerke auf Grundlage des Global Plant
       Trackers in das Modell eingespeist und den Kapazitätsfaktor auf 80 Prozent
       angepasst. Dem unabhängigem Informationsdienst Clean Energy Wire zufolge
       gilt dieser als realistischerer Wert für Kohlekraftwerke in Deutschland.
       
       6 Feb 2023
       
       ## LINKS
       
   DIR [1] /Luetzerath/!t5896252
   DIR [2] https://newclimate.org/
       
       ## AUTOREN
       
   DIR Jelena Malkowski
       
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