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       # taz.de -- Positionierung zur Abgeordnetenhauswahl: Wirtschaft warnt vor Jarasch
       
       > Unternehmensvereinigung vermisst Habeck-Effekt auf Berliner Grüne. Deren
       > Spitzenkandidatin distanziere sich nicht ausreichend von Enteignung.
       
   IMG Bild: Die führende Wirtschaftsvereinigung UVB hat ein Problem mit Grünen-Spitzenkandidatin Jarasch
       
       Berlin taz | Beim führenden Wirtschaftsverband der Region, der Vereinigung
       der Unternehmensverbände in Berlin und Brandenburg (UVB), herrscht große
       Skepsis für den Fall einer grünen Regierungsübernahme in Berlin. „Es geht
       nicht so sehr um die Grünen an sich, sondern um die inhaltliche Ausrichtung
       des Berliner Landesverbands“, sagte UVB-Chef Christian Amsinck am Mittwoch
       in einem Pressegespräch.
       
       Eine fehlende Distanzierung von Spitzenkandidatin Bettina Jarasch zu
       Enteignungen sei „für die Wirtschaft extrem schwierig“. Amsinck äußerte
       sich bei der Jahrespressekonferenz des UVB, bei der er sich vorsichtig
       positiv hinsichtlich der wirtschaftlichen Entwicklung in Berlin und
       Brandenburg im neuen Jahr zeigte.
       
       ## Lob für Habeck
       
       Der UVB-Chef lobte grüne Regierungsbeteiligungen in anderen Bundesländern,
       vor allem in Hessen, Hamburg und im grün geführten Baden-Württemberg. In
       gleicher Weise zeigte er sich durchaus beeindruckt von der Arbeit von
       Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck.
       
       Doch während Grünen-Bundeschefin Ricarda Lang ihre Partei jüngst [1][„auf
       dem Weg zur Wirtschaftspartei“] verortet habe, sei das in Berlin komplett
       anders. „Habeck hat auf den Berliner Landesverband noch nicht abgefärbt“,
       sagte der UVB-Chef. [2][Beim Thema Enteignung] würden die hiesigen Grünen
       mit Jarasch einen besonderen Kurs fahren – die Grünen-Spitzenkandidatin in
       Hamburg hat sich nach seiner Erinnerung anders als Jarasch vor der
       Landtagswahl 2020 von Enteignungen distanziert.
       
       Eine Wunschkonstellation für die Berliner Landesregierung nach der für den
       12. Februar vorgesehenen Wahlwiederholung mochte Amsinck nicht nennen –
       „das ist nicht unsere Rolle und Aufgabe“. Er kritisierte Jarasch jedoch
       dafür, dass sie nach seiner Wahrnehmung allein auf eine Weiterführung des
       bisherigen Bündnisses mit SPD und Linkspartei setzt. Sie solle lieber am
       Wahlabend schauen, mit wem was möglich ist.
       
       Darauf angesprochen, dass FDP-Spitzenkandidat [3][Sebastian Czaja sich
       jüngst im taz-Interview] in ähnlicher Weise keine Zusammenarbeit mit den
       Grünen vorstellen konnte, bezeichnete Amsinck die FDP-Haltung gleichermaßen
       als „schwierig“.
       
       11 Jan 2023
       
       ## LINKS
       
   DIR [1] https://www.welt.de/politik/deutschland/article242945529/Ricarda-Lang-Die-Gruenen-sind-dabei-die-neue-Wirtschaftspartei-zu-werden.html
   DIR [2] https://www.dwenteignen.de/
   DIR [3] /FDP-Spitzenkandidat-ueber-Koalitionen/!5906876
       
       ## AUTOREN
       
   DIR Stefan Alberti
       
       ## TAGS
       
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