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       # taz.de -- Militärdiktatur in Myanmar: Weitere Haftstrafe für Suu Kyi
       
       > Insgesamt wurde Aung San Suu Kyi somit zu 26 Jahren Gefängnis verurteilt.
       > Die Friedensnobelpreisträgerin befindet sich seit Juni in Einzelhaft.
       
   IMG Bild: Proteste für die Freilassung von Aung San Suu Kyi in Myanmar im Winter 2021
       
       Naypyidaw dpa | Ein von der Militärjunta kontrolliertes Gericht in Myanmar
       hat eine weitere Haftstrafe von drei Jahren gegen die entmachtete
       Regierungschefin Aung San Suu Kyi wegen Korruption verhängt. Dies
       bestätigten mit dem Prozess vertraute Personen am Mittwoch der Deutschen
       Presse-Agentur.
       
       Insgesamt wurde die 77-Jährige damit wegen [1][verschiedener angeblicher
       Vergehen] – darunter Anstiftung zum Aufruhr – zu 26 Jahren [2][Haft
       verurteilt].
       
       Die Friedensnobelpreisträgerin befindet sich seit Juni in Einzelhaft in
       einem Gefängnis in der Hauptstadt Naypyidaw, nachdem sie nach dem
       Militärputsch vom Februar 2021 zunächst unter Hausarrest gestellt worden
       war. Die Verfahren finden unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt, Suu
       Kyis Anwälte dürfen nicht mit Medienvertretern sprechen. Beobachter
       sprechen von Schauprozessen.
       
       Die Generäle hatten ihren Umsturz mit angeblichem Betrug bei der Wahl im
       November 2020 begründet, die Suu Kyi mit ihrer Partei Nationale Liga für
       Demokratie klar gewonnen hatte. Beweise legten sie keine vor. Seither
       [3][versinkt das frühere Birma in Chaos und Gewalt]. Der
       Gefangenenhilfsorganisation AAPP zufolge wurden seit dem Putsch mehr als
       2.300 Menschen getötet und mehr als 15.800 festgenommen.
       
       12 Oct 2022
       
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