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       # taz.de -- Senat diskutiert Energieversorgung: Gasspeicher werden nicht voll
       
       > Berlins Regierungschefin Giffey kündigt wegen absehbarer Energieknappheit
       > für August Maßnahmen an und ruft zu achtsamerer Energienutzung auf.
       
   IMG Bild: Regierungschefin Franziska Giffey ruft zu mehr Achtsamkeit beim Energieverbrauch auf
       
       Berlin taz | Das Land Berlin will gegenüber seiner Einwohnerschaft mit
       gutem Beispiel vorangehen und alle Möglichkeiten überprüfen, angesichts des
       [1][drohenden Gaslieferstopps] Energie einzusparen. „Auch wir werden unsere
       Hausaufgaben machen“, sagte Regierungschefin Franziska Giffey (SPD) am
       Dienstag nach der Senatssitzung.
       
       Bei den Treffen der [2][rot-grün-roten Landesregierung] soll die
       Energieknappheit künftig „ständiges Krisenthema“ sein, so wie in den
       vergangenen Monaten die Coronapandemie und die Lage der Ukraineflüchtlinge.
       Für den 14. Juli kündigte Giffey ein Treffen führender Köpfe aller
       Senatsverwaltungen an. Ziel soll demnach sein, mindestens 10 Prozent des
       bisherigen Verbrauchs einzusparen.
       
       Privathaushalte werden laut Giffey, die auf die [3][entsprechende
       Gesetzeslage] verwies, bei Knappheit vorrangig versorgt. In Richtung jedes
       einzelnen dieser fast zwei Millionen privater Berliner Haushalte forderte
       sie aber zum Mitdenken auf. „Es braucht eine viel stärkere Achtsamkeit“,
       sagte sie. Aus ihrer Sicht gibt es viele Möglichkeiten, Energie
       einzusparen, „ohne dass ich dabei frieren muss“. Eine davon sei, die
       Vorlauftemperatur bei Heizungen zu verringern, was nun bei den
       landeseigenen Gebäuden passieren soll.
       
       „Wir haben Handlungsbedarf“, fasste die Regierungschefin die Lage zusammen.
       Nach ihren Zahlen werden in Berlin 43 Prozent über Fernwärme versorgt, 37
       Prozent direkt über Gas und der Rest auf anderem Weg. Man werde die
       Gasspeicher bis zum Winter „wahrscheinlich nicht auf den vorgeschriebenen
       Stand auffüllen können“. Dazu müssten sie bis zum 1. Oktober zu 80 Prozent
       voll sein, zum 1. November zu 90 Prozent.
       
       Für August kündigte die Regierende Bürgermeisterin einen Maßnahmenplan an,
       der dann offenbar genauer ausführen soll, wo sich auf welchem Weg und mit
       möglichst geringen Einschnitten Energie einsparen lässt.
       
       Auch wenn Giffey am Vorrang der Versorgung privater Haushalte nicht rütteln
       wollte, wies sie aber auch auf die Bedeutung der Versorgung der kritischen
       Infrastruktur hin.
       
       Zudem berichtete sie von einem Besuch bei einem Produktionsbetrieb für
       Behältnisse für wichtigen Flüssigkeiten. Dort werde an sieben Tagen rund um
       die Uhr produziert – wenn da die Energie ausbleibe, führt das nach Giffey
       Beschreibung sofort zu einem Riss in den Lieferketten wichtiger Produkte.
       
       5 Jul 2022
       
       ## LINKS
       
   DIR [1] https://www.bundesnetzagentur.de/DE/Fachthemen/ElektrizitaetundGas/Versorgungssicherheit/aktuelle_gasversorgung/start.html
   DIR [2] /Schwerpunkt-Rot-Rot-Gruen-in-Berlin/!t5473160
   DIR [3] https://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2022/kw19-pa-klimaschutz-energie-energiesicherungsgesetz-892080
       
       ## AUTOREN
       
   DIR Stefan Alberti
       
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