# taz.de -- Umstrittene Klimastiftung: Vorstand legt Ämter nieder
> Der Vorstand der Klimastiftung Mecklenburg-Vorpommern tritt geschlossen
> zurück. Damit soll eine vom Landtag gewünschte Auflösung möglich werden.
IMG Bild: Erwin Sellering und der Vorstand der Klimastiftung sind zurückgetreten
Schwerin dpa/taz | Der Vorstand der [1][umstrittenen Klimastiftung]
Mecklenburg-Vorpommern um Ex-Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) tritt
zurück. Wie Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) nach Gesprächen mit
dem dreiköpfigen Gremium am Dienstag mitteilte, wird der Stiftungsvorstand
Ende September geschlossen die Ämter niederlegen. Mit diesem Schritt soll
eine vom Landtag gewünschte Auflösung ermöglicht werden.
Die Anfang 2021 gegründete Landesstiftung Klima- und Umweltschutz MV steht
im engen Zusammenhang mit der Ostseepipeline Nord Stream 2, durch die
russisches Erdgas nach Europa geleitet werden sollte. Die Stiftung ist in
Abstimmung zwischen der Landesregierung und dem russischen Staatskonzern
Gazprom entstanden. Das belegen Unterlagen aus der Staatskanzlei in
Schwerin. Der russische Staatskonzern wollte mit Hilfe der Stiftung den Bau
der Pipeline Nord Stream 2 sicherstellen.
Die Fertigstellung der zweiten Ostseepipeline ist offiziell einer der
Stiftungszwecke. Nach dem Überfall Russlands auf die Ukraine ist das
Projekt gestoppt worden. Mindestens 20 Millionen Euro wurden der Stiftung
von Gazprom zur Verfügung gestellt. [2][Die Antikorruptionsorganisation
Transparency International] hatte der Stiftung vorgeworfen, diesen Einfluss
zu verschleiern.
[3][Schwesig ist wegen der Stiftung unter erheblichen Druck geraten]. Im
April beschloss die Opposition aus CDU, FDP und Grünen im mecklenburgischen
Landtag die Einsetzung eines Untersuchungsausschusses, der die Hintergründe
der Stiftung aufklären soll.
17 May 2022
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