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       # taz.de -- Klimaprotest in Berlin: Autobahnzufahrten blockiert
       
       > In Berlin haben Aktivist:innen am Montag kurzzeitig Fahrbahnen
       > besetzt. Ihre Forderung: ein Gesetz gegen Lebensmittelverschwendung.
       
   IMG Bild: Hier ohne Blockade: Autobahn in Schleswig-Holstein
       
       Berlin dpa/taz | Klimaschützer haben am Montagmorgen kurzzeitig an mehreren
       Stellen Autobahnzufahrten in Berlin blockiert. Betroffen waren nach Angaben
       der Organisatoren die Auffahrten zu der Autobahn A103 in Steglitz sowie der
       A114 in Pankow. Die Polizei bestätigte, dass sie wegen der Aktionen an
       beiden Orten im Einsatz sei.
       
       Fotos und Videos auf Twitter zeigten einige Personen in Warnwesten, die auf
       Fahrbahnen [1][saßen] oder [2][standen]. Ein weiteres Video zeigte, [3][wie
       die Polizei Blockierende wieder von der Straße zerrte].
       
       Hinter der Aktion stehen Aktivist:innen der Gruppe „Aufstand der
       letzten Generation“, die kurz vor der Bundestagswahl im vergangenen Jahr
       [4][wochenlang im Hungerstreik] waren. Sie hatten [5][vor knapp einer Woche
       angekündigt], im Namen des Klimaschutzes Autobahnen in Deutschland zu
       blockieren.
       
       Nun fordern sie von der Bundesregierung ultimativ ein Gesetz gegen
       Lebensmittelverschwendung und Entscheidungen für eine verträglichere
       Landwirtschaft. Das „Essen-Retten-Gesetz“ solle große Supermärkte
       verpflichten, noch genießbares Essen zur Verfügung zu stellen und somit
       gegen Lebensmittelverschwendung vorzugehen.
       
       Die Begründung: In Deutschland würden jährlich etwa zehn Millionen
       Lebensmittel weggeworfen, was 22 Millionen Tonnen Kohlendioxid verursache.
       Diese Emissionen könnten leicht reduziert werden, erklärte die Gruppe.
       
       Carla Hinrichs, Sprecherin der Aktivist:innen, sagte: „In Deutschland
       sind 1,6 Millionen Menschen auf die Tafeln angewiesen für ihre
       Lebensmittel. Und gleichzeitig werden 30 Prozent aller Lebensmittel
       hierzulande weggeworfen. Das ist kompletter Irrsinn!“ Da mit dem
       Klimawandel Lebensmittel in den nächsten Jahren noch knapper würden, sähen
       sie sich „gezwungen, die Bundesregierung an ihre Verantwortung zu
       erinnern.“
       
       Mit ihrem Hungerstreik im Spätsommer hatten zwei junge Aktivisten ein
       öffentliches Gespräch mit dem damaligen Kanzlerkandidaten Olaf Scholz (SPD)
       über die Klimakrise erreicht. [6][Das Treffen fand im November statt].
       
       24 Jan 2022
       
       ## LINKS
       
   DIR [1] https://twitter.com/AufstandLastGen/status/1485511811369742337
   DIR [2] https://twitter.com/kommonjetzt/status/1485512305945325574
   DIR [3] https://twitter.com/LouisaTB/status/1485513526261305344
   DIR [4] /Hungerstreik-fuer-das-Klima/!5799018
   DIR [5] /Protest-gegen-Klimapolitik/!5826184
   DIR [6] /Scholz-trifft-Klima-Aktivistinnen/!5815087
       
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