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       # taz.de -- Nachrichten in der Coronakrise: Erster Omikron-Todesfall
       
       > Das RKI meldet einen ersten Todesfall mit der Omikron-Variante in
       > Deutschland. Fast 30 Millionen Impfungen wurden seit Mitte November
       > verabreicht.
       
   IMG Bild: Ein Sarg mit einem Coronaverstorbenen
       
       ## Spanien und Portugal werden Corona-Hochrisikogebiete
       
       Die Bundesregierung stuft die Urlaubsländer Spanien und Portugal wegen
       hoher Corona-Infektionszahlen von Samstag an als Hochrisikogebiete ein.
       Österreich wird dagegen von der entsprechenden Risikoliste genommen, wie
       das Robert Koch-Institut amDonnerstag bekanntgab. Wer aus einem
       Hochrisikogebiet einreist und nicht vollständig geimpft oder genesen ist,
       muss für zehn Tage in Quarantäne und kann sich frühestens fünf Tage nach
       der Einreise mit einem negativen Test davon befreien. (dpa)
       
       ## NRW-Oberverwaltungsgericht bestätigt 2G-Regel in der Freizeit
       
       Die 2G-Regelung für Weihnachtsmärkte, Sport im Freien und für die
       Gastronomie in Nordrhein-Westfalen ist nach einer gerichtlichen
       Eilentscheidung rechtens. Wie das Oberverwaltungsgericht am Donnerstag in
       Münster mitteilte, seien die Kontaktbeschränkungen durch das Land für nicht
       geimpfte oder genesene Personen verhältnismäßig. Geklagt hatte ein
       Rechtsanwalt aus Köln. Er wollte als nicht Geimpfter und nicht Genesener
       einen Weihnachtsmarkt und Restaurants besuchen sowie im Freien mit weiteren
       Mitspielern Golf spielen. Der Beschluss ist nicht anfechtbar.
       
       Nach Auffassung des Anwalts werden durch die Coronaschutzverordnung des
       Landes seine Grundrechte zu sehr eingeschränkt. Das Tragen von FFP2-Masken
       in Innenräumen und der Schutz von Risikogruppen mit Personen ab 60 Jahren
       seien die einzig effektiven und verhältnismäßigen Maßnahmen. Diese Sicht
       teilt das OVG nicht. Zwar sei das Infektionsrisiko im Freien grundsätzlich
       geringer. Aber überall dort, wo Menschen zusammenkommen und der Abstand von
       1,5 Meter nicht sicher eingehalten werden können, wie auf einem
       Weihnachtsmarkt, verbreite sich das Coronavirus. Zumal FFP2-Masken beim
       Essen abgenommen werden müssen. (dpa)
       
       ## Fast 30 Millionen Impfungen seit Mitte November
       
       Am 18. November hatte der damals Noch-Nicht-Kanzler Olaf Scholz zur
       verstärkten Impfkampagne aufgerufen. Bis Jahresende, sagte Scholz damals,
       seien bis zu 30 Millionen Bürger und Bürgerinnen zu impfen, besonders mit
       Auffrischungsimpfungen. Dafür sei ein nationaler Kraftakt nötig. Das schien
       damals sehr hochgegriffen – und wurde dennoch bereits jetzt nur fünf Wochen
       später vollbracht. Mit Stand vom Donnerstag hat das Robert-Koch-Institut
       [1][über 28 Millionen Impfungen seit dem 18. Novemeber gemeldet]. 94,2
       Prozent davon waren Drittimpfungen. Das ist ein echter Booster für das
       Land.
       
       Allein am Mittwoch registrierte das RKI [2][nochmals knapp über 1 Million
       Impfungen.] Der 7-Tage-Mittelwert aber sank erstmals seit 8 Tagen unter die
       Millionen-Marke. Vor allem bei den Drittimpfungen gab es einen Einbruch.
       Das liegt daran, dass am Mittwoch vor einer Woche 1,38 Millionen Menschen
       geboostert wurden – ein absoluter Rekordwert. An diesem Mittwoch waren es
       nur 846.000.
       
       Offenbar wollten viele Menschen den Impfschutz an den Festtagen haben. Und
       es braucht ja eine Woche ab der Drittimpfung, bevor sie wirksam wird.
       
       Die Zahlen der Erst- und Zweitimpfungen sinken dagegen vergleichsweise
       moderat. Auffällig ist, dass die Zahl der Zweitimpfungen seit 3 Tagen die
       der Erstimpfungen übersteigt. Das war seit Mitte November nicht mehr so.
       Offensichtlich ist die ein Erfolg der Impfkampagne, die ab November wieder
       vermehrt Menschen für eine Erstimpfung erreicht hat, die sich jetzt die
       zweite Spritze holen. (taz)
       
       ## Erster Omikron-Todesfall in Deutschland
       
       Das Robert Koch-Institut hat den ersten Todesfall nach einer Infektion mit
       der Omikron-Variante des Coronavirus gemeldet, teilt der Spiegel auf seiner
       Seite mit. Der oder die Verstorbene war zwischen 60 und 79 Jahre alt. (taz)
       
       ## Auch in NRW ab drei Monaten boostern möglich
       
       In Nordrhein-Westfalen sind für Erwachsene ab sofort Auffrischungsimpfungen
       schon drei Monate nach der Grundimmunisierung möglich. Das teilte das
       Gesundheitsministerium in Düsseldorf am Dienstag mit. Die Landesregierung
       setzt damit die Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) um. „Ziel
       ist es, durch den verkürzten Impfabstand mehr Menschen eine schnelle
       Auffrischungsimpfung zu ermöglichen, somit schwere Verläufe von COVID-19 zu
       verhindern und die Übertragung insbesondere der sich ausbreitenden
       Omikron-Variante einzudämmen“, erklärte das Ministerium. (lnw)
       
       ## Höchststand an Infizierten seit Ausbruch der Pandemie in England
       
       In England registrieren die Behörden so viele Corona-Infizierte wie nie
       zuvor seit Ausbruch der Pandemie. Einer von 45 Bürger*innen hat sich
       dort mit dem Coronavirus angesteckt. Dies teilt das britische Amt für
       nationale Statistiken (ONS) anhand der Zahlen aus der Woche vor dem 16.
       Dezember mit. In der vorangegangenen lag die Quote bei einem Infizierten
       unter 60 Einwohner*innen. (rtr)
       
       ## Bulgarien will mit Geldprämie zum Impfen locken
       
       Bulgarien will angesichts einer geringen Impfquote ältere Bürger*innen
       mit einer Geldprämie in Arztpraxen und Impfzentren locken. Rentner*innen,
       die eine erste oder zweite Impfdosis bekommen, würden 75 Lew (rund 38 Euro)
       erhalten, sagt Ministerpräsident Kiril Petkow. Auch bei einer
       Booster-Impfung hätten die Ruheständler*innen Anspruch auf die
       Leistung. Bulgarien hat mit 27 Prozent die niedrigste Impfquote in der EU.
       (rtr)
       
       ## Studien: Omikron ansteckender, aber milder
       
       Eine Omikron-Infektion führt weniger häufig zu Krankenhauseinweisungen als
       eine Infektion mit der Delta-Variante. Das ist Ergebnis mehrerer am
       Mittwoch veröffentlichter Studien aus Großbritannien und Südafrika.
       Experten warnen jedoch, dass die schiere Zahl der Ansteckungen das
       Gesundheitssystem an den Rand seiner Fähigkeiten bringen könnte, unter
       anderem auch, weil viele Mitarbeiter:innen wegen Infektionen
       ausfallen.
       
       Großbritannien hatte am Mittwoch mehr als 106.000 Neuinfektionen
       registriert. In den Landesteilen England und Schottland ist die
       Omikron-Variante bereits vorherrschend. Besonders stark betroffen ist die
       britische Hauptstadt London. Mehr als die Hälfte der Briten im Alter von
       über 12 Jahren hat inzwischen eine Booster-Impfung erhalten.
       
       Dennoch ist die Regierung in London weiter zögerlich mit schärferen
       Maßnahmen. Premierminister Boris Johnson mahnte die Menschen in einem
       Gastbeitrag in der Boulevardzeitung „The Sun“ am Donnerstag lediglich zu
       erhöhter Vorsicht und rief zur Booster-Impfung auf. „Omikron breitet sich
       weiter schneller aus, als alles was wir bisher gesehen haben“, schrieb der
       konservative Politiker. Alle britischen Landesteile außer England hatten
       indessen bereits eine Verschärfung der Corona-Maßnahmen vom zweiten
       Weihnachtsfeiertag an angekündigt. (dpa)
       
       ## Corona-Ausbruch in China: Lockdown für 13-Millionen-Stadt Xi'an
       
       Nach einigen Dutzend Corona-Infektionen im chinesischen Xi'an sind massive
       Ausgangssperren für die 13 Millionen Bewohner der Metropole verhängt
       worden. Seit Mitternacht dürfen sie ihre Wohnungen nicht mehr verlassen,
       Ausnahmen sind kaum erlaubt. Jede Familie kann ein Mitglied bestimmen, das
       alle zwei Tage einkaufen gehen darf, wie die Stadtregierung in ihrem Erlass
       mitteilte. Die Behörden meldeten am Donnerstag 63 lokale Infektionen. Der
       Ausbruch sei durch „importierte Fälle“ ausgelöst worden, hieß es.
       
       Ob es sich bei dem Virus um die neue Omikron-Variante handelt, wurde nicht
       mitgeteilt. Neben dem Lockdown in der Provinzhauptstadt von Shaanxi sollen
       auch millionenfache Corona-Tests dabei helfen, den Ausbruch einzudämmen.
       Infizierte und ihre engen Kontaktpersonen sollen ins Krankenhaus oder in
       Quarantäne gebracht, alle Übertragungswege unterbrochen werden. Schulen
       wurden geschlossen – ebenso Geschäfte, die nicht zwingend für die
       Versorgung notwendig sind.
       
       Auch Verkehrsverbindungen wurden weitgehend unterbrochen. Ein großer Teil
       der Flüge nach Xi'an wurde gestrichen. Mit derart rigiden Maßnahmen hat
       China, das eine Null-Covid-Politik verfolgt, das Virus weitgehend in den
       Griff bekommen. Seit mehr als einem Jahr ist es um die Pandemielage in der
       Volksrepublik deutlich besser bestellt als in vielen anderen Ländern. Das
       tägliche Leben und die Wirtschaft haben sich längst normalisiert.
       Allerdings hat die ansteckendere Delta-Variante seit Herbst mehrere
       Ausbrüche verursacht. Und jetzt fürchten Verantwortliche die hochinfektiöse
       Omikron-Variante, die sich noch schneller ausbreitet. In sechs Wochen
       sollen in Peking die Olympischen Winterspiele beginnen. (dpa)
       
       ## Inzidenz sinkt leicht
       
       Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet binnen 24 Stunden 44.927
       Corona-Neuinfektionen. Das sind 11.750 Fälle weniger als am Donnerstag vor
       einer Woche, als 56.677 Positivtests gemeldet wurden. Die bundesweite
       Sieben-Tage-Inzidenz sinkt auf 280,3 von 289,0 am Vortag. Der Wert gibt an,
       wie viele Menschen je 100.000 Einwohner sich in den vergangenen sieben
       Tagen mit dem Coronavirus angesteckt haben. 425 weitere Menschen starben in
       Zusammenhang mit dem Virus. Damit erhöht sich die Zahl der gemeldeten
       Todesfälle binnen eines Tages auf 109.749. Insgesamt fielen in Deutschland
       bislang mehr als 6,92 Millionen Corontests positiv aus. (rtr)
       
       ## Novavax wirksam gegen Omikron
       
       Der Corona-Impfstoff von Novavax bietet nach Angaben des Pharmaunternehmens
       einen wirksamen [3][Schutz gegen die Omikron-Variante.] Das Vakzin rufe
       eine wirksame Immunreaktion gegen die Variante hervor, eine zusätzliche
       Auffrischungsimpfung erhöhe die Immunantwort, teilt das Unternehmen nach
       ersten Daten einer laufenden Studie zur Wirksamkeit des Impfstoffs bei
       Jugendlichen und als Booster mit. (rtr)
       
       ## Coronamedikament erhält Notfallzulassung in den USA
       
       Das Coronamedikament Paxlovid des US-Pharmariesen Pfizer ist in den USA
       zugelassen worden. Die US-Arzneimittelbehörde FDA erteilte am Mittwoch eine
       Notfallzulassung für das antivirale Medikament in Pillenform für
       Risikopatienten ab zwölf Jahren. US-Präsident Joe Biden versprach Pfizer
       staatliche Unterstützung, um die Produktion des Medikaments schnell
       hochzufahren.
       
       Paxlovid wird bei Risikopatienten mit leichten bis mittelschweren
       Krankheitssymptomen eingesetzt und senkt laut Pfizer die Gefahr einer
       Krankenhauseinweisung oder eines Todes um knapp 90 Prozent. Das Medikament
       verringert die Fähigkeit des Coronavirus, sich in den Körperzellen zu
       vermehren, und bremst damit die Weiterentwicklung der durch das Virus
       ausgelösten Krankheit Covid-19.
       
       „Die heutige Zulassung führt die erste Behandlung für Covid-19 in Form
       einer Pille ein, die oral eingenommen wird“, erklärte FDA-Vertreterin
       Patrizia Cavazzoni. „Diese Zulassung bringt zu einem mit dem Auftreten
       neuer Varianten entscheidenden Zeitpunkt in der Pandemie ein neues
       Werkzeug, um Covid-19 zu bekämpfen.“ Patienten mit einem hohen Risiko eines
       schweren Krankheitsverlaufes hätten fortan besseren Zugang zu einer
       Behandlung mit einem antiviralen Medikament.
       
       Pfizer-Chef Albert Bourla erklärte, Paxlovid werde „die Art und Weise
       verändern, wie wir Covid-19 behandeln“. Das Medikament werde „hoffentlich“
       helfen, das Gesundheitssystem und Krankenhäuser zu entlasten.
       
       Präsident Biden erklärte wiederum, die Entscheidung der US-Behörde sei „ein
       Beweis für die Macht der Wissenschaft und das Ergebnis amerikanischer
       Innovation und Erfindungsgabe“.
       
       Paxlovid kombiniert den neuen Wirkstoff Nirmatrelvir mit dem Medikament
       Ritonavir, das bereits zur Behandlung von HIV-Patienten eingesetzt wird.
       Patienten nehmen über einen Zeitraum von fünf Tagen zwei Mal täglich zwei
       Tabletten Nirmatrelvir und eine Tablette Ritonavir zu sich. Die
       US-Regierung hat bereits für einen Preis von 5,3 Milliarden Dollar (knapp
       4,7 Milliarden Euro) zehn Millionen Packungen bestellt.
       
       Die EU-Arzneimittelbehörde EMA unterstützte in der vergangenen Woche den
       Einsatz von Paxlovid für Notfälle. Damit kann das Medikament noch vor
       seiner Zulassung in der EU eingesetzt werden, die Entscheidung liegt bei
       den nationalen Behörden.
       
       Auch der US-Pharmakonzern Merck Sharp & Dohme (MSD) hat mit Molnupiravir
       ein antivirales Medikament gegen das Coronavirus entwickelt. Dessen
       Wirksamkeit liegt laut Unternehmensangaben aber bei lediglich 30 Prozent.
       In Großbritannien und Dänemark wurde es bereits zugelassen. In den USA wird
       eine Notfallzulassung geprüft.
       
       Paxlovid und Molnupiravir haben den Vorteil, dass Patienten die Pillen
       einfach bei sich zu Hause einnehmen können. Andere Mittel wie das
       antivirale Medikament Remdesivir müssen dagegen intravenös und damit in
       Kliniken verabreicht werden.
       
       Die FDA betonte am Mittwoch aber, Paxlovid sei kein Ersatz für Impfungen.
       Pfizer stellt gemeinsam mit dem Mainzer Unternehmen Biontech den
       Corona-Impfstoff Comirnaty her. Es ist das in den USA – und auch in
       Deutschland – mit Abstand meistgenutzte Coronavakzin.
       
       Die Regierung von US-Präsident Joe Biden und die Gesundheitsbehörden des
       Landes versuchen, mehr Menschen von einer Corona-Impfung zu überzeugen –
       auch angesichts der rasanten Ausbreitung der Omikron-Variante. In den USA
       sind bislang lediglich 61,6 Prozent der Gesamtbevölkerung vollständig gegen
       das Coronavirus geimpft.
       
       Auch Maßnahmen der Regierung zur Ausweitung von Coronatests kommen nur
       schwer in Gang. In vielen Städten der USA gibt es lange Schlangen an
       Teststationen. Wegen der großen Nachfrage für Tests für Zuhause vor den
       Feiertagen haben große Händler wie Amazon, Walgreens und CVS in den USA
       begonnen, die Abgabemengen an Kunden zu begrenzen.
       
       Am Dienstag hatte Biden den Kauf von 500 Millionen Schnelltests durch die
       Bundesregierung angekündigt. Die zusätzlichen Tests werden jedoch
       voraussichtlich erst im Januar zur Verfügung stehen. (afp)
       
       ## Bundesdatenschutzbeauftragter bremst beim Impfregister
       
       Der Bundesbeauftragte für den Datenschutz, Ulrich Kelber, hat vor einer
       vorschnellen Einrichtung eines nationalen Corona-Impfregisters zur
       zentralen Erfassung von Impfdaten gewarnt. „Die Politik sollte dringend
       zuerst ganz konkret die Ziele benennen, die sie erreichen will, damit man
       beurteilen kann, ob dafür ein zentrales Impfregister notwendig ist oder
       nicht“, sagte Kelber dem „Handelsblatt“ (Donnerstagausgabe). „Das sollte
       der erste Schritt sein.“
       
       Ein nationales Impfregister könnte nach Ansicht vieler Experten die
       Impfkampagne erleichtern, da damit gesichertere Daten zur Impfsituation in
       Deutschland vorlägen als bislang und Ungeimpfte gezielt angesprochen werden
       können. Das Register könnte somit auch die Durchsetzung einer allgemeinen
       Impfpflicht erleichtern.
       
       Zuletzt hatte der Deutsche Ethikrat eine Ausweitung der gesetzlichen
       Corona-Impfpflicht auf größere Teile der Bevölkerung empfohlen. Die
       Ausweitung sei zu rechtfertigen, wenn sie „gravierende negative Folgen“
       künftiger Pandemiewellen abschwächen oder verhindern könne, hieß es in
       einer am Mittwoch vorgelegten Stellungnahme auf Anfrage von Bund und
       Ländern. Bislang gibt es eine Corona-Impfpflicht nur für bestimmte
       Berufsgruppen etwa in der Pflege und im Gesundheitsbereich – Anfang 2022
       soll der Bundestag aber über eine generelle Impfpflicht entscheiden.
       
       Kritik äußerte Datenschützer Kelber an der Ausgestaltung der 3G-Pflicht am
       Arbeitsplatz, wonach Beschäftigte vor Betreten ihrer Arbeitsstätte
       nachweisen müssen, dass sie entweder geimpft, genesen oder negativ getestet
       sind. „Die Regelung ist an einigen Stellen noch interpretationsbedürftig,
       was die genaue Ausführung betrifft“, sagte Kelber.
       
       „Kritisch sehe ich, dass die Nachweise personen- und statusspezifisch
       dokumentiert und die Daten bis zu sechs Monate aufgehoben werden können.“
       Das sei in den meisten Fällen unnötig. Für die Zutrittskontrolle genüge der
       entsprechende Nachweis. „Die personengenaue Speicherung sensibler
       Gesundheitsdaten ist dafür nicht erforderlich.“
       
       Zugleich trat Kelber dem Vorwurf entgegen, der Datenschutz schränke den
       Gesundheitsschutz ein. Wer das behaupte, habe sich offensichtlich mit dem
       Thema nicht beschäftigt. „Keine einzige Maßnahme zur Pandemiebekämpfung ist
       am Datenschutz gescheitert“, betonte Kelber. Zudem sei auch der Datenschutz
       in der Pandemie eingeschränkt worden. Etwa bei der Übertragung von
       Passagierdaten, der Kontaktdatenerhebung in Restaurants oder der
       Registrierung, wenn man in ein Krankenhaus gehe. (afp)
       
       ## Vorsitzende der evangelischen Kirche für Impfpflicht
       
       Die Vorsitzende des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD),
       Annette Kurschus, hat sich für eine allgemeine Impfpflicht ausgesprochen.
       „Wir wissen, dass eine Eindämmung dieses Infektionsgeschehens, das sich so
       rasant zuspitzt, nur über das Impfen letztlich möglich ist“, sagt Kurschus
       im Deutschlandfunk. Es sei mittlerweile gesichert, dass keine erkennbaren
       gesundheitlichen Schäden von einer Impfung ausgingen. „So halte ich es
       wirklich für eine Verpflichtung eines jeden Menschen, dazu beizutragen,
       dass wir [4][diese große Gefahr jetzt miteinander abwenden] können.“ Es
       gehe darum, Schaden von den Mitmenschen abzuwenden und die Freiheit des
       Einzelnen wiederherzustellen, die durch Restriktionen und Kontrollen
       eingeschränkt werde.
       
       Nach dem mehrheitlichen Votum des Deutschen Ethikrats für die Ausweitung
       der gesetzlichen Impfpflicht dringt die Unionsfraktion auf einen
       Gesetzesentwurf der Ampelkoalition. „Die dramatische Entwicklung der
       Pandemie erlaubt keinen Zickzackkurs. Es wird Zeit, konkrete
       Gesetzesvorschläge auf den Tisch zu legen“, sagt der erste parlamentarische
       Geschäftsführer von CDU/CSU, Thorsten Frei, der Zeitung „Rheinische Post“.
       Darüber hinaus sei es hilfreich, „wenn es aus der Ampel-Koalition endlich
       ein einheitliches Signal geben würde“. Am Mittwoch hatte der Ethikrat seine
       Stellungnahme veröffentlicht, 20 von 24 Mitgliedern befürworten eine
       Ausweitung der gesetzlichen Impfpflicht „auf wesentliche Teile der
       Bevölkerung“.
       
       Bis Apotheker und Apothekerinnen in großem Stil gegen das Coronavirus
       impfen dürfen, werden wohl noch einige Wochen vergehen. Apotheken, die
       schon an Modelprojekten für die Grippeschutzimpfungen beteiligt waren,
       können „vielleicht Anfang Januar“ loslegen, sagte Gabriele Regina
       Overwiening, 59, Präsidentin der Bundesvereinigung Deutscher
       Apothekerverbände (ABDA), der Süddeutschen Zeitung: „Bei allen anderen
       Apotheken wird es wohl noch länger dauern – bis Mitte, Ende Januar. In
       größerem Stil wohl erst von Februar an.“ Die Apotheker müssen Overwiening
       zufolge die Geimpften dem Robert Koch-Institut melden. Die Software dazu
       werde derzeit programmiert. (rtr)
       
       ## China rechnet mit Neuinfektionen bei Olympia
       
       China rechnet mit einer „gewissen Anzahl“ an Neuinfektionen während der
       Olympischen Spiele in Peking. Grund sei der hohe Zahl der Einreisenden aus
       verschiedenen Ländern und Regionen zu den Spielen, sagt Han Zirong,
       Vizepräsident und Generalsekretär des Pekinger Organisationskomitees. Die
       Spiele sollen vom 4. bis 20. Februar in einem „geschlossenen System“
       stattfinden, um die Ausbreitung des Virus in China zu verhindern. (rtr)
       
       ## Stark-Watzinger will Vorbereitung auf Schulschließungen
       
       Bildungsministerin Bettina Stark-Watzinger ruft dazu auf, sich zum Schutz
       vor einer möglichen Infektionswelle durch die Omikron-Variante auf neue
       Schulschließungen vorzubereiten. In dieser Situation müsse man
       „Vorkehrungen auch für den Bildungsbereich treffen, falls Omikron schlimm
       wird“, sagt die FDP-Politikerin den Zeitungen der Funke Mediengruppe.
       „Vorbereiten müssen wir uns auf die Gestaltung von Wechselunterricht, wenn
       er wieder erforderlich wird. Wir müssen die digitale Ausstattung der
       Schulen rasch verbessern und dafür sorgen, dass die Gelder des Digitalpakts
       schneller abfließen. Und wir müssen uns auch darauf vorbereiten, dass
       Schulschließungen notwendig werden könnten – nicht flächendeckend, aber
       regional.“ (rtr)
       
       23 Dec 2021
       
       ## LINKS
       
   DIR [1] https://twitter.com/gereonas/status/1474016843375513603
   DIR [2] https://twitter.com/gereonas/status/1473956783605571587
   DIR [3] /Lauterbach-und-RKI-ueber-Omikron/!5821137
   DIR [4] /Coronasituation-in-Deutschland/!5822891
       
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