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       # taz.de -- Rot-grün-rote Koalitionsverhandlungen: SPD bekommt ein Bauressort
       
       > Der rot-grün-rote Koalitionsvertrag steht. Die SPD soll Stadtentwicklung
       > übernehmen, die Grünen bekommen das wichtige Finanzressort.
       
   IMG Bild: Rot-Grün-Rot ist verhandelt: Klaus Lederer (Linke), Franziska Giffey (SPD), Bettina Jarasch (Grüne)
       
       Berlin dpa | Nachdem der [1][Koalitionsvertrag von SPD, Grünen und Linken]
       steht, ist nach Medienberichten auch die Verteilung der Ressorts im neuen
       Senat klar. Die SPD wird demnach den Bereich Stadtentwicklung und Wohnen
       zurückbekommen, die Grünen übernehmen die Finanzen. Für die Grünen bleibt
       es nach übereinstimmenden Berichten trotz ihres verbesserten
       Wahlergebnisses bei drei Ressorts. Der Bereich Finanzen gilt jedoch als der
       wichtigste Bereich nach dem Amt des Senatschefs. Wer das Ressort leiten
       wird, ist laut Berliner Zeitung noch offen.
       
       Daneben sollen die [2][Grünen den Bereich Umwelt, Verkehr und Klimaschutz
       behalten]. Hinzu kommt das Gesundheitsressort, das um Wissenschaft ergänzt
       wird. Die Zuständigkeit für die Justiz wechselt hingegen an die Linke.
       Diese behält zudem die Ressorts Kultur und Europa sowie Integration, Arbeit
       und Soziales.
       
       Die SPD, die bei der Wahl zum Abgeordnetenhaus am 26. September trotz ihres
       historisch schlechtesten Ergebnisses von 21,4 Prozent stärkste Kraft
       geworden war, bekommt nach den Berichten insgesamt vier Ressorts: Neben der
       Stadtentwicklung soll sie die Bereiche Inneres, [3][Wirtschaft und Bildung]
       verantworten. Außerdem stellen die Sozialdemokraten den Chef der
       Senatskanzlei.
       
       Eine offizielle Bestätigung der Ressortverteilung stand zunächst aus. Wie
       die taz aus Koalitionskreisen erfuhr, soll diese Aufteilung aber stimmen.
       Der Koalitionsvertrag inklusive der Ressort-Verteilung soll am Montag
       Montagmittag vorgestellt werden.
       
       Gut zwei Monate nach der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus stellen SPD,
       Grüne und Linke am Montag um 12 Uhr ihren Koalitionsvertrag vor. Den
       Chefsessel im Roten Rathaus soll die SPD-Vorsitzende und frühere
       Bundesfamilienministerin Franziska Giffey übernehmen. Daneben darf es laut
       Verfassung bis zu zehn Senatoren geben.
       
       Die Koalitionsverhandlungen nach der Wahl zum Abgeordnetenhaus dauerten
       rund fünf Wochen. Am Wochenende hatten die Unterhändler der drei Parteien,
       die in der Hauptstadt bereits seit 2016 gemeinsam regieren, noch letzte
       offene Punkte im neuen Regierungsprogramm beraten. „Es gibt eine politische
       Einigung über alle noch offenen Punkte im Koalitionsvertrag für die Bildung
       einer neuen Berliner Landesregierung“, schrieb schließlich die designierte
       Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey (SPD) am Sonntag auf Instagram.
       
       ## Parteitage müssen zustimmen
       
       Liegt der Koalitionsvertrag vor, kann der neue Senat noch nicht starten,
       denn die Parteigremien und im Falle der Linken die Mitglieder müssen dem
       Regierungsprogramm noch zustimmen. Die entscheidenden Parteitage sind bei
       der SPD für den 5. Dezember, bei den Grünen für den 12. Dezember geplant.
       Der Mitgliederentscheid bei den Linken soll vom 3. bis 17. Dezember
       stattfinden. Geht alles glatt, will sich Giffey am 21. Dezember im
       Abgeordnetenhaus zur Regierenden Bürgermeisterin wählen lassen.
       
       Bei der Wahl zum Abgeordnetenhaus am 26. September war die SPD trotz ihres
       historisch schlechtesten Ergebnisses von 21,4 Prozent stärkste Kraft vor
       den erstarkten Grünen sowie der CDU und Linken geworden. Nach einem
       längeren Sondierungsverfahren, bei dem die Berliner Parteien auch andere
       Bündnisoptionen ausloteten, nahmen dann schließlich die drei bisherigen
       Partner Koalitionsverhandlungen auf.
       
       Während der Gespräche stellten sie schon viele Punkte ihres für die neue
       Legislaturperiode bis 2026 geplanten Programms vor. Die Liste der Vorhaben
       reicht vom Ausbau des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) über mehr
       Anstrengungen für den Klimaschutz und 20.000 neuen Wohnungen pro Jahr bis
       hin zu einer bürgerfreundlicheren Verwaltung und mehr Videoüberwachung von
       Orten mit viel Kriminalität.
       
       29 Nov 2021
       
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