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       # taz.de -- Feuerwerk an Silvester: Böllern oder nicht böllern?
       
       > Die Allianz um die Umwelthilfe will ein Feuerwerksverbot. Der
       > Bundesverband Pyrotechnik ist hingegen für die Fortführung des Brauchs.
       
   IMG Bild: Jährlich grüßt das Murmeltier: Auch dieses Jahr wird ein Verbot der Silvesterknallerei diskutiert
       
       Berlin taz | Ein Bündnis um die Deutsche Umwelthilfe fordert, privates
       Silvesterfeuerwerk zu verbieten. [1][Die Knallerei habe fatale Folgen] für
       Tiere, Umwelt und Gesundheit, erklärten der Verein, das Deutsche
       Tierschutzbüro, Vier Pfoten, die Gewerkschaft der Polizei (GdP) und
       Ärztevertreter*innen am Montag. „Wir wünschen uns ein rauschendes
       Silvesterfest, aber ohne Raketen“, sagte Jürgen Resch,
       DUH-Bundesgeschäftsführer.
       
       Das Zünden von Feuerwerk [2][in der Silvesternacht] sei „ein Alptraum“ für
       Haus-, Wild- und Nutztiere, da der Lärm bei ihnen „Stress, Angst und Panik“
       auslöse, schreibt die DUH. Außerdem verschmutze der Feinstaub die Luft und
       sei gesundheitsgefährdend, ebenso wie das Böllern selbst: Jedes Jahr kommt
       es laut DUH zu tausenden Ohrverletzungen.
       
       Die Coronapandemie ist für das Bündnis ein weiteres Argument gegen die
       Raketen und Knaller. Das medizinische Personal in Krankenhäusern arbeite
       seit Monaten an seiner Belastungsgrenze. Zudem entstünden etwa 200 Tonnen
       Silvesterabfall in den fünf größten deutschen Städten: Berlin, Hamburg,
       München, Köln und Frankfurt am Main. Ein Teil des Mülls lande auf
       Grünflächen und in Gewässern.
       
       Für eine [3][Fortführung des „Silvesterbrauchs“] spricht sich der
       Bundesverband Pyrotechnik aus. Die Argumente: Laut Ingo Schubert,
       Vorstandsmitglied des Verbands, bedeutet Feuerwerk für Haus- und Wildtiere
       lediglich eine kurzzeitige Störung. Außerdem behauptet der Dachverband,
       dass nur wenige Notfallpatient*innen an Silvester auf
       Feuerwerkskörper zurückzuführen seien. Die Mehrheit komme ins Krankenhaus
       wegen übermäßigem Alkoholkonsum und daraus entstehenden Konflikten.
       
       15 Nov 2021
       
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       ## AUTOREN
       
   DIR Enno Schöningh
       
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