URI:
       # taz.de -- Facebooks Zukunftspläne: Neues Image dringend gesucht
       
       > Es lief in letzter Zeit mehrfach nicht gut für Facebook. Die Aussichten
       > für den Konzern sind trotzdem ziemlich glänzend.
       
   IMG Bild: Muss dringend auf sein Karmakonto einzahlen: Mark Zuckerberg
       
       Es lief nicht so richtig gut für Facebook in letzter Zeit. [1][Da war die
       Whistleblowerin], die umfangreich erklärte, wie schädlich die
       Geschäftsmodelle des Unternehmens sind und wie wenig es gegen die
       problematischen Effekte unternimmt.
       
       Da war der [2][stundenlange Ausfall] vor ein paar Wochen, der der Welt vor
       Augen führte, wie dominant Facebook und die zum Konzern gehörenden Dienste
       Whatsapp und Instagram mittlerweile sind. Da sind Folgedebatten um eine
       mögliche Zerschlagung oder Entflechtung.
       
       Und natürlich das latente Problem der Überalterung: Junge Nutzer:innen
       gehen heute lieber zu Tiktok oder Snapchat. Klar, die Generation Facebook
       wird noch lange in der Überzahl bleiben. Aber für Social-Media-Dienste, die
       auf den Netzwerkeffekt angewiesen sind, also dass alle zu ihnen gehen, weil
       alle da sind, ist Wachstum essenziell.
       
       Facebook muss also dringend auf sein Karmakonto einzahlen. Oder zumindest
       verhindern, dass weiter abgebucht wird. Erste Maßnahme war die Ankündigung,
       in den kommenden Jahren EU-weit 10.000 Jobs zu schaffen. Eine weitere
       Strategie könnten vom US-Technikportal The Verge enthüllte Pläne sein:
       [3][Demnach will Facebook eine Muttergesellschaft gründen – mit neuem
       Namen].
       
       ## Vorbild Google
       
       Das erinnert an Google, das vor einigen Jahren [4][die Holding Alphabet]
       gründete und sich eine neue Unternehmensstruktur gab. So eine Holding wäre
       auch für Facebook attraktiv: Der Konzern käme weniger monolithisch daher,
       neu übernommene und vielleicht auch vorhandene Dienste würden direkt der
       neuen Mutter zugeschlagen.
       
       Ein neuer Name könnte auch in die Zukunft weisen: Konzernchef Mark
       Zuckerberg hat mit seinem Trommeln für das Metaverse-Konzept – so etwas wie
       eine komplette virtuelle Welt, die sämtliches Digitale und digital Mögliche
       umfasst – ja schon sehr deutlich gemacht, wohin er gerne möchte. Facebook
       gleich Metaverse, gleich das Internet, gleich unser Leben. Glänzende
       Aussichten. Für Zuckerberg.
       
       20 Oct 2021
       
       ## LINKS
       
   DIR [1] /Facebook-unter-Druck/!5801508
   DIR [2] /Ausfall-bei-Facebook/!5804295
   DIR [3] https://www.theverge.com/2021/10/19/22735612/facebook-change-company-name-metaverse
   DIR [4] /Neue-Mutterfirma-fuer-Suchmaschine/!5222059
       
       ## AUTOREN
       
   DIR Svenja Bergt
       
       ## TAGS
       
   DIR Whistleblower
   DIR Whistleblower
   DIR Schwerpunkt Meta
   DIR Mark Zuckerberg
   DIR Whistleblower
   DIR Kolumne Digital Naives
   DIR US-Senat
   DIR IG
       
       ## ARTIKEL ZUM THEMA
       
   DIR Namensänderung bei Facebook: Konzern heißt jetzt Meta
       
       Mitten in der Whistleblower-Affäre kündigt Firmenchef Mark Zuckerberg
       Großes an. Der Konzern ändert seinen Namen und will ein „Metaversum“
       aufbauen.
       
   DIR Ausfall bei Facebook: Wenn Ruhe ist bei Mark Zuckerberg
       
       Dienste von Facebook waren in der vergangenen Woche nicht zu erreichen. Dem
       Tech-Giganten schaden wird es langfristig aber nicht.
       
   DIR Enthüllungen um Facebook: Zuckerberg widerspricht Kritik
       
       Die Facebook-Whistleblowerin Frances Haugen hat im US-Senat ausgesagt. Mark
       Zuckerberg wies daraufhin die Vorwürfe zurück.
       
   DIR Facebook unter Druck: Herr Zuckerbergs schreckliche Woche
       
       Eine Whistleblowerin hat zweifelhafte Praktiken des Konzerns offengelegt.
       Jetzt sagt sie vor dem US-Kongress aus.