# taz.de -- Freiräume in Berlin: Køpi und Co. retten
> Wieder droht die Räumung eines traditionsreichen alternativen
> Wohnprojektes. Unsere Kolumnistin weiß, was jetzt zu tun ist.
IMG Bild: Der Køpiplatz wappnet sich angesichts der für den 15.10. angesetzten Räumung
Der nächste „Tag X“ in Berlin steht bevor. Seit ergangenem Titel im Juni
ist klar, dass der Køpiplatz in Mitte geräumt werden soll. Das Datum steht
seit Ende September fest: es ist der 15. Oktober
Seit Bekanntgabe dieses Termins hat bereits [1][eine Demonstration von der
Køpi über die Rigaer Straße] bis zum Forckenbergplatz deutlich gezeigt,
dass sich zahlreiche Menschen und andere Projekte mit dem Wagenplatz
solidarisieren.
Eine weitere Demo von Friedrichshain bis zur Køpi, soll nun weitere dazu
ermutigen, lang gewachsene und wichtige Strukturen zu unterstützen und
diese zu verteidigen – auch im Gedenken an die [2][Räumung der Liebig 34
vor einem Jahr].
Im Aufruf unter dem Motto „Liebig 34 und Køpiplatz – in Wut vereint“ heißt
es: „Sie können versuchen unser Zuhause zu räumen, aber eine Bewegung
können sie nicht beseitigen. Bringt eure Rage, eure Stärke und eure Leute
mit!“ (Samstag, 9. Oktober, 18 Uhr, Ecke Rigaer/Liebigstraße).
## Symptom für eine ungesunde Entwicklung Berlins
Für den Räumungstag selbst hat die [3][Interkiezionale] eine „Tag X“-Demo
angekündigt. Dabei braucht es so viel laute Unterstützung, wie irgend
möglich. Poster zur Mobilisierung gibt es im Fischladen (Rigaer Straße 83),
im Kiezladen (Sonnenallee 154), im Buchladen Schwarze Risse
(Gneisenaustraße 2a) und direkt in der Köpenicker Straße 137 (Freitag, 15.
Oktober, 20 Uhr, Zickenplatz).
Ob zentrale oder dezentrale Aktionen: die Bewohner:innen des
Køpiplatzes freuen sich im Vorfeld des „Tag X“ über jedwede Form des
Zuspruchs und schlagen vor, zum Beispiel Banner aus den Fenstern zu hängen,
Soli Schnäpse in der Bar anzubieten und den Namen des Platzes und seinen
Kampf von den Dächern zu rufen.
Alles was Sichtbarkeit schafft ist gut und wichtig. Denn das, was dem
Køpiplatz passiert, ist symptomatisch für eine zunehmend ungesunde
Entwicklung Berlins, die es aufzuhalten gilt. Informationen und etwaige
Updates der Situation des Platzes sind [4][hier] zu finden.
6 Oct 2021
## LINKS
DIR [1] /Verdraengung-von-Wagenplaetzen-in-Berlin/!5801355
DIR [2] /Hausprojekt-Raeumung-in-Berlin/!5723223
DIR [3] https://interkiezionale.noblogs.org
DIR [4] https://koepi137.net/
## AUTOREN
DIR Desiree Fischbach
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