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       # taz.de -- Debatte über 2G in Berlin: Kehrtwende des Senats
       
       > Nach massiver Kritik korrigiert der Senat wohl noch am Mittwoch seine
       > 2G-Entscheidung: Für Kinder unter 12 soll es Ausnahmen geben.
       
   IMG Bild: Wer ganz sicher sein will, setzt sich nur vor die Kneipe
       
       Berlin taz | Der Aufschrei am Tag danach war groß: Nachdem der Berliner
       Senat am Dienstag [1][eine 2G-Regel als Option] für Kneipen, Kinos und
       ähnliche Einrichtungen beschlossen hatte, kritisierten am Mittwochmorgen
       nicht nur betroffene Eltern in den sozialen Medien die Regelung, sondern
       [2][auch Grüne, Linke und sogar SPD-Spitzenkandidatin Franziska Giffey] die
       Entscheidung.
       
       Die Folge: Noch am Mittwoch wird die Regelung wohl ergänzt um eine Ausnahme
       für Kinder. „Das war ein Fehler“, sagte der stellvertretende Senatssprecher
       Julian Mieth der taz. „Wir haben noch die Chance, das zu korrigieren.“ Er
       kündigte an, dass im Laufe des Tages der Senat einer veränderten Fassung
       der neuen Infektionsschutzverordnung zustimmen werde. Wie genau die
       Regelung aussehen soll, war am Mittwochmorgen noch unklar.
       
       Von der Senatsverwaltung für Gesundheit hieß es, es gehe um „die
       übergangsweise Erweiterung des 2G-Optionsmodells um Kinder unter 12 Jahren,
       bis die Impfung dieser Kinder möglich ist“. Im Bundesland Hamburg gibt es
       eine ähnliche Regelung.
       
       Am Dienstag hatte der von SPD, Linken und Grünen getragene Senat
       beschlossen, dass ab Samstag in etlichen Bereichen Betreiber selbst
       entscheiden können, ob sie den Zutritt zu Innenräumen wie bisher Geimpften,
       Genesenen und Getesteten (3G) erlauben oder unter Wegfall von Maskenpflicht
       und Abstandsregel nur noch Geimpften und Genesenen (2G).
       
       Dabei hatten Grüne und Linke im Vorfeld klar gemacht, eine 2G-Regelung nur
       mit Ausnahmen für Kinder mittragen zu wollen. Die grüne Spitzenkandidatin
       Bettina Jarasch hatte das im [3][taz Talk] am Montag ausdrücklich betont.
       In der Senatssitzung am Dienstag haben sich dem Vernehmen nach aber nur die
       Senator*innen der Linken kritisch zu der Vorlage aus dem Haus der
       Gesundheitsverwaltung geäußert. Von den grünen Senatsmitgliedern sei keine
       Kritik gekommen, erklärte Sozialsenatorin Elke Breitenbach via Twitter.
       Daraufhin gab es im Senat keinen Widerspruch gegen die Vorlage.
       
       Am Mittwochmorgen räumte unter anderem Wirtschaftssenatorin Ramona Pop
       (Grüne) in ungewohnter Offenheit ihren Fehler ein. Sie schrieb bei Twitter:
       „Ich habe versäumt, auf Ausnahmen für Kinder unter 12 Jahren bei der
       2G-Regel zu drängen.“ Sie kündigte an, dass die Entscheidung korrigiert
       werde, damit „Kinder nicht von der Teilhabe“ ausgeschlossen würden.
       
       15 Sep 2021
       
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