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       # taz.de -- Atommüll-Endlager im Schacht Konrad: Kein Lösung
       
       > Der Ausbau des Schachts Konrad zum Bundesendlager ist eine
       > Fehlentscheidung. Ein neues Suchverfahren ist nötig.
       
   IMG Bild: Zu klein und technisch überholt: das geplante Atomendlager Schacht Konrad, hier im Jahr 2018
       
       Die teils maroden und undichten Atommüllfässer in Leese sind nur die Spitze
       des radioaktiven Müllbergs. In Niedersachsen und den anderen Bundesländern
       quellen die Sammelstellen und anderen Zwischenlager für schwach und mittel
       radioaktive Abfälle über. Keine Frage: Dieser Strahlenschrott muss raus aus
       den Provisorien und dauerhaft sicher gelagert werden.
       
       Aber [1][nicht im Schacht Konrad], der derzeit zum Bundesendlager für diese
       Art von Atommüll ausgebaut wird. Die Grube in Salzgitter ist durch den
       früheren Eisenerz-Bergbau verritzt, Wasser läuft zu, die Pläne sind
       Jahrzehnte alt und entsprechen längst nicht mehr dem Stand von Wissenschaft
       und Technik. Zudem ist Konrad viel zu klein konzipiert. Für die aus der
       Asse zu bergenden Abfälle etwa wäre dort kein Platz.
       
       Bei alldem hilft auch der Verweis des Betreibers auf die laufende
       Überprüfung der sicherheitstechnischen Anforderungen für Konrad (ÜsiKo)
       nicht. Auch das Argument, dass die Umrüstung des Bergwerks weit
       fortgeschritten sei und schon so viel Geld verbaut wurde, darf nicht
       gelten.
       
       Zu fordern ist ein komplett neues Suchverfahren: wissenschaftsbasiert,
       transparent und unter Beteiligung der Öffentlichkeit. So wie es beim
       Endlager für den hochradioaktiven Müll versprochen, wenn auch bislang nur
       unzureichend umgesetzt wurde.
       
       Ernsthaft zu prüfen wäre auch, ob nicht doch ein einziges Endlager für alle
       Kategorien von radioaktiven Abfällen infrage kommt. In jedem Fall muss
       Sorgfalt vor Schnelligkeit gehen. Für die Fässer in Leese und anderswo muss
       notfalls ein neues, sichereres Zwischenlager gebaut werden.
       
       23 Aug 2021
       
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