URI:
       # taz.de -- Antisemitische Schmiererei in Frankfurt: Hakenkreuz an Thora-Schrank
       
       > In einem jüdischen Gebetsraum am Frankfurter Flughafen wurde eine
       > antisemitische Schmierei gefunden. Der Staatsschutz ermittelt.
       
   IMG Bild: Jüdischer Gebetsraum im Transitbereich des Terminals 1 im Flughafen Frankfurt, Aufnahme vom 2015
       
       Berlin taz | Antisemitischer Vorfall am Flughafen Frankfurt am Main: An den
       Thora-Schrank im synagogalen Gebetsraum im Flughafengebäude wurde ein
       Hakenkreuz geschmiert. Das teilte die Jüdische Gemeinde der Stadt am
       Freitag Mittag mit.
       
       Der Raum befindet sich im Transit-Bereich des großen internationalen
       Flughafens – und ist aufgrund der Coronapandemie derzeit verschlossen. Der
       Vorfall wurde laut Gemeinde bei einem regelmäßigen Kontrollgang des
       Sicherheitspersonals am Mittwoch entdeckt.
       
       Das Betreiberunternehmen, Fraport AG, habe den Gemeindevorstand vom Vorfall
       in Kenntnis gesetzt. Fraport habe die Polizei eingeschaltet, der
       Staatsschutz sei hinzugezogen worden. Für eine Stellungnahme war Fraport am
       Freitag Nachmittag nicht zu erreichen.
       
       „Wenn der Gebetsraum abgeschlossen war und nur bestimmtes Personal Zugang
       dazu hatte, so stellt sich die berechtigte Frage und Forderung auch nach
       internen Untersuchungen“, so der Vorstand der Gemeinde in einer Mitteilung.
       
       ## Gebetsraum ist eigentlich verschlossen
       
       Man hoffe auf eine baldige und vollständige Aufklärung des Vorfalls. „Eins
       steht fest: Eine Hakenkreuz-Schmiererei auf eines der wichtigsten Objekte
       in einem jüdischen Gebetsraum darf nicht straffrei bleiben“, so das
       Schreiben. Zudem sei man in Gesprächen über die Sicherheitslage für
       jüdische Reisende und Besucher*innen des Gebetsraumes am Flughafen.
       
       „Diese antisemitische Tat muss schnellstmöglich aufgeklärt werden“, teilt
       der Vorstand weiter mit. „Wir sind froh, dass keine Thora-Rolle beschädigt
       wurde und sind bereits in Gesprächen, den Aron Hakodesh wieder bereinigt
       herzustellen.“
       
       Zuletzt kam es bundesweit zu [1][antisemitischen Vorfällen]. Auf
       antiisraelischen Demonstrationen wurden etwa [2][judenfeindliche Parolen
       gerufen], am vergangenen Samstag wurde ein Brandanschlag auf die Synagoge
       in Ulm verübt.
       
       11 Jun 2021
       
       ## LINKS
       
   DIR [1] /Antisemitismus-in-Deutschland/!5769807
   DIR [2] /Pro-Palaestina-Demos-weltweit/!5772473
       
       ## TAGS
       
   DIR Antisemitismus
   DIR Flughafen Frankfurt
   DIR Frankfurt
   DIR Jüdische Gemeinde
   DIR Verfassungsschutzbericht
   DIR Antisemitismus
   DIR Antisemitismus
   DIR Antisemitismus
   DIR Schwerpunkt Nahost-Konflikt
       
       ## ARTIKEL ZUM THEMA
       
   DIR Verfassungsschutzbericht vorgestellt: Pandemie stärkt Rechtsextreme
       
       Laut Behörden ist die Zahl der Nazis in Deutschland 2020 erneut gewachsen.
       Innenminister Seehofer zeigt sich besorgt über den wachsenden
       Antisemitismus.
       
   DIR Vorstoß zur Innenministerkonferenz: Antisemitische Taten besser fassen
       
       Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen wollen Straftaten aus Judenhass
       präziser registrieren lassen. Antisemitismus müsse effektiver bekämpft
       werden.
       
   DIR Antisemitismus in Deutschland: Die Angst wird bleiben
       
       Weltweit kommt es zu antisemitischer Gewalt, auch in Deutschland. Wie
       erleben Jüdinnen und Juden diese Welle des Hasses? Vier Protokolle.
       
   DIR Schauspieler Elyas M’Barek: Fack ju Antisemitismus
       
       Schauspieler Elyas M’Barek wird angefeindet, weil er sich im Netz gegen
       Judenhass ausspricht. Was den Fall so alarmierend macht.
       
   DIR Pro-Palästina-Demos weltweit: „Oh Qassam, zerstör Tel Aviv“
       
       Weltweit wurde am Samstag für Palästina demonstriert. In Berlin wurde
       Israels Zerstörung berufen, es kam zu Straßenschlachten und Antisemitismus.