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       # taz.de -- Deutsche Wohnen & Co. enteignen: „Alle auf die Straße“
       
       > Einen Monat vor Ende der Sammelphase hat die Kampagne knapp 200.000
       > Unterschriften eingereicht. Im Endspurt sollen noch 50.000 dazukommen.
       
   IMG Bild: Ergebnis des Fahnennähworkshops von DWE und den Ultras Babelsberg auf der Mietenwahnsinn-Demo
       
       Berlin taz | Es sieht gut aus für das [1][Volksbegehren Deutsche Wohnen &
       Co. enteignen]: Einen Monat vor dem Ende der Sammelphase am 25. Juni hat
       die Kampagne bereits 197.000 Unterschriften eingereicht, wie der
       Landeswahlleiter am Mittwoch mitteilte. Geprüft wurden bislang 138.567
       Unterschriften; 97.154 davon sind gültig. Der Anteil ungültiger
       Unterschriften beträgt damit 29,9 Prozent.
       
       Angesichts dieser Ausfallquote, die vor allem auf die Unterschriften von
       Menschen [2][ohne deutsche Staatsangehörigkeit] und solchen, die nicht seit
       drei Monaten in Berlin gemeldet sind, zurückgeht, braucht die Initiative
       schlussendlich etwa 250.000 Unterschriften, um das Quorum von 175.000
       gültigen Unterschriften für einen Volksentscheid zu erreichen. Parallel zur
       Wahl könnten die Berliner*innen dann über die Vergesellschaftung der
       privaten Wohnungskonzerne mit mindestens 3.000 Wohnungen in Berlin
       abstimmen.
       
       „Die Zahlen sind gut“, sagt Kampagnensprecher Michael Prütz der taz. Nun
       gehe es darum, im letzten Monat noch etwa 50.000 Unterschriften zu sammeln.
       „Unser ausgegebenes Motto lautet: Alle auf die Straße.“ Am Wochenende
       hätten hunderte Unterstütze*innen des Volksbegehrens, die aus dem
       gesamten Bundesgebiet angereist waren, etwa 10.000 Unterschriften
       gesammelt. Dass es nicht noch mehr wurden, liegt daran, dass die Kampagne
       verstärkt auf Haustürgespräche vor allem in den Außenbezirken setzt. Diese
       kosteten Zeit, so Prütz, brächten aber viele neue aktive
       Unterstützer*innen.
       
       Einen Schub darf Deutsche Wohnen & Co. enteignen noch durch Organisationen
       erwarten, die die Kampagne unterstützen. So hat die Linke bislang etwa
       8.000 Unterschriften beigesteuert, als Ziel aber 30.000 ausgegeben. Die
       Partei will ihre gesammelten Listen am 21. Juni einreichen. Ebenso noch
       nicht mitgerechnet sind jene Unterschriften, die etwa Verdi und die IG
       Metall in ihren Reihen gesammelt haben.
       
       Zu der am Dienstag angekündigten [3][Fusion der Immobilienkonzerne Vonovia
       und Deutsche Wohnen] sagte Prütz: „Das ist ein Befriedungsversuch, der
       nicht klappen wird“. Scharfe Kritik übte Prütz an dem Regierenden
       Bürgermeister Michael Müller (SPD), der den Konzernzusammenschluss auf
       einer Pressekonferenz mit deren Chefs als Erfolg feierte: „Müller ist ein
       Genosse der Bosse.“
       
       26 May 2021
       
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       ## AUTOREN
       
   DIR Erik Peter
       
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