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       # taz.de -- Gerichtsentscheidung in Russland: Sperre für Nawalny-Organisationen
       
       > Die Nawalny-Büros und die Anti-Korruptionsstiftung FBK dürfen vorerst
       > nicht mehr arbeiten. Für die russische Staatsanwaltschaft sind sie
       > „extremistisch“.
       
   IMG Bild: Oppositionelle Demonstranten beim Protest zur Unterstützung Nawalnys vor einigen Tagen in Moskau
       
       Moskau taz/afp | Ein russisches Gericht hat eine Tätigkeitssperre für die
       [1][Organisationen des inhaftierten Kreml-Kritikers Alexej Nawalny]
       angeordnet. „Die Aktivitäten des Nawalny-Büros und der
       Anti-Korruptionsstiftung FBK wurden mit sofortiger Wirkung ausgesetzt“,
       schrieb FBK-Direktor Iwan Schdanow im Onlinedienst Twitter am Montag. Das
       Gericht sei damit einem Antrag der russischen Staatsanwaltschaft gefolgt,
       die in einer weiteren Entscheidung die Nawalny-Organisationen als
       „extremistisch“ einstufen und damit komplett verbieten lassen will.
       
       Nawalny ist einer der prominentesten russischen Oppositionspolitiker und
       erbitterter Widersacher von Präsident Wladimir Putin. Seine Stiftung deckte
       in den vergangenen Jahren immer wieder Fälle von Korruption auf. Zuletzt
       machte sie im Januar Schlagzeilen mit einem Bericht über ein [2][riesiges
       Luxus-Anwesen am Schwarzen Meer], das Putin gehören soll.
       
       Im vergangenen August überlebte Nawalny einen Anschlag in Russland mit dem
       Nervenkampfstoff Nowitschok. Nach dem Anschlag, für den Nawalny den Kreml
       verantwortlich macht, wurde er nach Deutschland gebracht und in der
       Berliner Charité behandelt.
       
       Unmittelbar nach seiner [3][Rückkehr nach Russland] im Januar wurde der
       44-Jährige [4][festgenommen] und später wegen angeblicher Verstöße gegen
       Bewährungsauflagen zu mehr als zweieinhalb Jahren Lagerhaft verurteilt.
       Dort war er aus Protest gegen die Haftbedingungen [5][in einen Hungerstreik
       getreten] und schwebte nach Angaben seiner Unterstützer zwischenzeitlich in
       Lebensgefahr.
       
       26 Apr 2021
       
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