# taz.de -- Nach dem Putsch in Myanmar: Zweite Klage gegen Aung San Suu Kyi
> Der entmachteten Regierungschefin werden Verstöße gegen das
> Katastrophenschutzgesetz vorgeworfen. Sie befindet sich seit Anfang
> Februar in Hausarrest.
IMG Bild: DemonstrantInnen fordern am Montag in Mandalay die Freilassung der inhaftierten Aung San Suu Kyi
Naypyidaw dpa | Die Justiz in Myanmar hat eine zweite Klage gegen die
[1][entmachtete Regierungschefin Aung San Suu Kyi] eingereicht. Dabei gehe
es um mögliche Verstöße gegen das Katastrophenschutzgesetz des
südostasiatischen Landes in Zusammenhang mit den Coronamaßnahmen, zitierte
die Nachrichtenorganisation „Mizzima News“ am Dienstag ihren Anwalt Khin
Maung Zaw.
Nach dem Militärputsch wurden der 75-Jährigen bereits Verstöße gegen die
Außenhandelsgesetze des Landes vorgeworfen. Speziell geht es um den Import
von Funkgeräten, die bei einer Hausdurchsuchung gefunden worden waren.
Berichten zufolge drohen ihr allein deswegen drei Jahre Haft.
Suu Kyi habe am Dienstag ein Videotelefonat mit dem zuständigen Richter
geführt, so ihr Verteidiger, der nach eigenen Angaben bei dem Gespräch
nicht anwesend sein durfte. Eine nächste Anhörung sei für den 1. März
angesetzt worden.
Die frühere Freiheitsikone war [2][in der Nacht zum 1. Februar] zusammen
mit zahlreichen weiteren Politikern festgesetzt worden. Sie soll sich im
Hausarrest in der Hauptstadt Naypyidaw befinden. Allerdings wurde sie seit
nunmehr zwei Wochen nicht mehr gesehen. In der Vergangenheit hatte die
75-Jährige bereits insgesamt 15 Jahre unter Hausarrest gestanden.
16 Feb 2021
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